Politik

Annalena Baerbock: Schon wieder alles aus - Baerbock-Nachfolger steht fest

Annalena Baerbock wurde am 9. September 2025 zur Präsidentin der 80. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen gewählt.  Bild: picture alliance/dpa/XinHua | Evan Schneider/UN

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  • Annalena Baerbock beendet ihre Rolle als UN-Präsidentin der UN-Generalversammlung
  • Bangladeschs Außenminister folgt Baerbock bei UN
  • UN-Experte Richard Gowan lobt Baerbocks Arbeit

Annalena Baerbock beendet ihre Rolle als Präsidentin der UN-Generalversammlung

Und schon ist wieder alles aus bei Annalena Baerbock. Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben am Dienstag (2. Juni) in New York über die Nachfolge an der Spitze der UN-Generalversammlung entschieden. Neuer Präsident der Generalversammlung wird der bangladeschische Außenminister Khalilur Rahman. Er tritt im September die Nachfolge von Annalena Baerbock an.

Die Wahl galt als richtungsweisend für die kommende Sitzungsperiode der Vereinten Nationen.

Khalilur Rahman setzt sich gegen Andreas Kakouris durch

Zur Wahl standen zwei erfahrene Vertreter der internationalen Diplomatie:

  • der 66-jährige zyprische Botschafter Andreas Kakouris
  • der 72-jährige Außenminister Bangladeschs, Khalilur Rahman

In der geheimen Abstimmung setzte sich Rahman mit 99 Stimmen gegen Kakouris durch, der 91 Stimmen erhielt. Im September übernimmt Rahman offiziell den Vorsitz der UN-Generalversammlung und wird die Sitzungen des Gremiums leiten.

UN-Experte lobt Baerbocks Arbeit

Rahman folgt auf Annalena Baerbock, die dem Amt nach Einschätzung des UN-Experten Richard Gowan mehr öffentliche Aufmerksamkeit verschafft hat als viele ihrer Vorgänger. Baerbock sei eine "durchaus solide und zupackende Führungspersönlichkeit" gewesen, sagte Gowan.

"Baerbock ist eine größere diplomatische Berühmtheit als die meisten Präsidenten der Generalversammlung", erklärte der Experte. Gleichzeitig habe die Grünen-Politikerin laut Diplomaten gelegentlich die Grenzen ihres Amtes gespürt. "Sie wünschte sich, die Generalversammlung würde bei der Bewältigung der vielen Krisen, mit denen sie konfrontiert ist, aktiver agieren", so Gowan.

Baerbocks Rolle bei den Vereinten Nationen

Der Posten, den Annalena Baerbock derzeit ausübt, ist vor allem organisatorisch geprägt: Sie leitet Debatten, Abstimmungen und Abläufe im wichtigsten UN-Gremium.

Eine Machtzentrale ist das Amt jedoch nicht – die tatsächliche Führung der Vereinten Nationen liegt beim António Guterres. Trotzdem ist die Position politisch sichtbar und diplomatisch bedeutsam – gerade im internationalen Umfeld.

Streit um Baerbocks eigene Kandidatur: Was kommt nach der UN?

Für Diskussionen sorgt weiterhin der Weg von Annalena Baerbock in diese Funktion. Ursprünglich war eine andere deutsche Diplomatin für den Posten vorgesehen: Helga Schmid.

Doch Baerbock setzte sich als damalige Außenministerin selbst als Kandidatin durch – und verdrängte damit die bereits nominierte Bewerberin.

Dieser Schritt wurde politisch kritisch kommentiert. Öffentlich Stellung dazu genommen hat Baerbock bislang nicht. Auch über ihre nächsten beruflichen Schritte nach dem Ende ihrer Amtszeit ist bisher nichts bekannt.

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/news.de/stg/dpa

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