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Donald Trump: "Zu gut, um wahr zu sein" - ist Trumps Gesundheitsbericht eine Lüge?

Ärzte kritisieren Donald Trumps Gesundheitsbericht als "zu gut, um wahr zu sein". Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Gefäßchirurg David Shutze hält Trumps Gesundheitsbericht für ungewöhnlich positiv
  • "Zu gut, um wahr zu sein": Mediziner zweifelt an Trumps Gesundheitscheck
  • Nach Ansicht von Shutze wirkt die veröffentlichte Darstellung gefiltert

Der jüngste Gesundheitscheck von US-Präsident Donald Trump sorgt in der Ärzteschaft weiterhin für erhebliche Skepsis. Mediziner bezeichnen die Ergebnisse als "zu gut, um wahr zu sein" und kritisieren das Fehlen wichtiger Daten.

Die Untersuchung fand vergangene Woche im Walter Reed National Military Medical Center statt. Trump selbst verkündete anschließend in sozialen Medien, alles sei "PERFEKT" gewesen. Doch entsprechen diese Aussagen tatsächlich der Wahrheit?

Donald Trump präsentiert Top-Gesundheitswerte – Arzt meldet Zweifel an

Der texanische Gefäßchirurg David Shutze äußerte sich gegenüber dem "Wall Street Journal" skeptisch über die Angaben zur Gesundheit des US-Präsidenten. Sein Urteil fällt der "Daily Mail" zufolge deutlich aus: "Dieser Bericht ist fast zu gut, um wahr zu sein für jemanden in seinem Alter. Das wirkt wie eine gefilterte Darstellung."

"Zu gut, um wahr zu sein": Was Shutze an Trumps Gesundheitscheck irritiert

Nach Einschätzung des Mediziners zeichnet der Bericht ein außergewöhnlich positives Bild des 79-jährigen Präsidenten. Gerade deshalb sorgt die Zusammenfassung bei ihm für Zweifel. Shutze stellt dabei nicht einzelne Diagnosen oder konkrete Untersuchungsergebnisse in den Mittelpunkt seiner Kritik. Vielmehr richtet sich seine Skepsis gegen die insgesamt sehr positive Darstellung des Gesundheitszustands.

Wurde der Gesundheitsbericht von Donald Trump heimlich beschönigt?

Die Aussagen des Gefäßchirurgen verleihen der Debatte um Trumps Gesundheitszustand zusätzliche Brisanz. Schließlich gehört der Republikaner zu den ältesten Präsidenten, die jemals in das Amt gewählt wurden.

Vor diesem Hintergrund sorgt insbesondere die Einschätzung von Shutze für Aufmerksamkeit. Seine Kernaussage: Die veröffentlichten Angaben wirkten ungewöhnlich günstig und vermittelten aus seiner Sicht den Eindruck einer beschönigten Darstellung.

Trump kann seinen Verfall nicht aufhalten

Die Skepsis des Mediziners kommt nicht von ungefähr: Trumps Hände zeigen regelmäßig deutliche Blutergüsse, die er zeitweise mit Make-up oder Verbänden zu kaschieren versucht. Das Weiße Haus führt die Verfärbungen auf häufiges Händeschütteln und die blutverdünnende Wirkung seiner täglichen Aspirin-Einnahme zurück.

Hinzu kommen Schwellungen an den Unterschenkeln, die im vergangenen Jahr zur Diagnose einer chronischen Veneninsuffizienz führten – ein bei älteren Patienten verbreitetes Kreislaufproblem. Der aktuelle Bericht vermerkt lediglich eine Besserung, ohne Details zu nennen.

Auffällig auch: Mit 108 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,90 Metern wiegt Trump nun sechs Kilo mehr als im Vorjahr. Blutdruck und Ruhepuls bewegen sich laut Bericht im Normalbereich.

Weißes Haus kontert mit Transparenz-Behauptung

Kommunikationsdirektor Steven Cheung wies die Kritik scharf zurück und attackierte "externe Ärzte, die wild über die Gesundheit einer Person spekulieren". Trump habe "mehr detaillierte Informationen über seine Gesundheit veröffentlicht als jeder andere Präsident in der Geschichte", so Cheung.

Das Weiße Haus verteidigte zudem das Fehlen ausführlicher Untersuchungsergebnisse: Bei einem Dokument dieser Art handele es sich um eine "Zusammenfassung für Führungskräfte", bei der solche Auslassungen üblich seien. Präsidenten sind rechtlich nicht verpflichtet, ihre medizinischen Daten öffentlich zu machen – doch Trump hatte im Wahlkampf selbst massiv Druck auf Biden wegen dessen Gesundheit ausgeübt.

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