Donald Trump: Kosten für Geburtstagsfeier explodieren - es geht um 60 Millionen Dollar
Donald Trump bekommt zu seinem Geburtstag eine Käfigschlacht. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
02.06.2026 10.02
- Donald Trump verwandelt das Weiße Haus in eine gigantische Baustelle
- Donald Trumps Pentagon sucht nach perfekten Soldaten
- Zum Trump-Geburtstag gibt es eine 60-Millionen-Dollar-Show im Weißen Haus
- Donald Trump kann Kritik nicht kontern
Auf dem Rasen vor dem Weißen Haus wächst eine gewaltige Kampfsportarena in die Höhe. Die Konstruktion überragt mittlerweile das historische Regierungsgebäude und versperrt Besuchern den gewohnten Blick auf die berühmte Truman-Veranda.
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Donald Trump verwandelt das Weiße Haus in eine gigantische Baustelle
Was hier entsteht, ist die Kulisse für ein beispielloses Spektakel. Am 14. Juni will US-Präsident Donald Trump mit einem UFC-Event im Garten der Machtzentrale gleich zwei Jubiläen feiern: seinen eigenen 80. Geburtstag und das 250-jährige Bestehen der Vereinigten Staaten. Der US-Präsident verwandelt dafür das Anwesen nach seinen Vorstellungen in eine Eventlocation im Las-Vegas-Stil.
Luftaufnahmen zeigen das Ausmaß der Umgestaltung:
- Neben der Arena für "UFC Freedom 250" erstreckt sich die Großbaustelle für Trumps Ballsaal, der dort entsteht, wo einst der East Wing des Weißen Hauses stand.
Donald Trumps Pentagon sucht nach perfekten Soldaten
Für das Kampfsport-Event läuft derzeit eine ungewöhnliche Rekrutierungsaktion. Das Pentagon sucht Hunderte US-Soldaten als Zuschauer - allerdings nur solche, die strenge körperliche Vorgaben erfüllen. Wie die "Washington Post" unter Berufung auf interne Memo des Verteidigungsministeriums berichtet, müssen die Teilnehmer ein bestimmtes Verhältnis zwischen Taille und Körpergröße einhalten. Die Anforderung ist präzise:
- Der Taillenumfang darf höchstens 55 Prozent der Körpergröße betragen. Bei einem 1,75 Meter großen Mann bedeutet das einen maximalen Bauchumfang von 96 Zentimetern, bei Frauen mit 1,63 Metern sind es 89 Zentimeter. Uniform ist bei der Veranstaltung Pflicht.
Die strengen Körperstandards fügen sich in die Bemühungen von Verteidigungsminister Pete Hegseth ein, die Fitness-Anforderungen im US-Militär zu verschärfen. Vorrangig werden junge Soldaten und Offiziere mit niedrigen Dienstgraden angesprochen.
- Bereits im Oktober hatte Hegseth bei einer Ansprache auf dem Marinestützpunkt Quantico in Virginia eine unmissverständliche Ansage gemacht: Im US-Militär solle es künftig keine "fetten Soldaten" und auch keine "fetten Generäle und Admiräle in den Hallen des Pentagons" mehr geben.
Zum Trump-Geburtstag gibt es eine 60-Millionen-Dollar-Show im Weißen Haus
Das Kampfsport-Spektakel auf dem Rasen des Weißen Hauses entwickelt sich zu einem finanziellen Mammutprojekt. Die Kosten für die Veranstaltung übersteigen mittlerweile 60 Millionen Dollar, wie "USA Today" berichtet. UFC-Chef Dana White betont, dass kein Steuergeld in das Event fließe - Ultimate Fighting Championship und die Muttergesellschaft TKO Group Holdings tragen die gesamten Ausgaben.
Für die TKO Group wird die Geburtstagsparty des Präsidenten allerdings zum Verlustgeschäft. Laut "Benzinga" rechnet das Unternehmen mit einem Nettoverlust von rund 30 Millionen Dollar. Das hindert Trump nicht an großen Erwartungen: Er kündigte gegenüber Reportern an, dass 5.000 Zuschauer in der Arena Platz finden sollen – "das größte Event, das wir je im Weißen Haus hatten". UFC-Chef White spricht von etwa 4.000 Plätzen.
Donald Trump kann Kritik nicht kontern
Doch das Kampfsport-Event erntet deutliche Kritik. Selbst Joe Rogan, UFC-Kommentator, Podcast-Host und Trump-Unterstützer von 2024, bezeichnet die Veranstaltung im "Time"-Magazin als "Gimmick" und "seltsam". Trump versuchte zunächst zu kontern, räumte dann aber ein, dass es tatsächlich ein "Gimmick" sei, schreibt das Blatt. "Das Leben ist ein Gimmick, wenn man darüber nachdenkt, oder?", sagte er. "Aber es ist ein gutes Gimmick."
Während viele Amerikaner mit steigenden Preisen inmitten des Iran-Kriegs kämpfen, wird das teure Spektakel als Beispiel für fehlgeleitete Prioritäten kritisiert. Zusätzliche Brisanz erhält die Sache durch Trumps Geschäfte: Im März erwarb der Präsident TKO-Group-Aktien im Wert von bis zu 50.000 Dollar - genau in der Zeit, als er für das Fernseh-Event warb. Die Transaktion wirft Fragen nach möglichen Interessenkonflikten auf und wird als weiterer Fall der Vermischung von Regierungsamt und persönlichen Geschäftsinteressen gewertet.
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