Politik

Donald Trump: Nobelpreisträger sieht gefährlichen Kontrollverlust bei "The Don"

Wie fit ist Donald Trump wirklich? Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein

  • Artikel teilen:
  • Donald Trump attackiert von Nobelpreisträger
  • "Keine wirkliche Überraschung, dass er seinen Verstand verloren hat"
  • Nobelpreisträger spekuliert: Werden Trumps Unterstützer nervös?
  • Donald Trump: Nobelpreisträger fordert "Ent-Trumpifizierung"

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hat in einem Video beim Netzwerk Substack eine alarmierende Warnung ausgesprochen. Der Ökonom, der 2008 für seine Arbeiten zur Handelstheorie ausgezeichnet wurde, äußert sich besorgt über den zunehmenden kognitiven Abbau von US-Präsident Donald Trump.

Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.

Donald Trump attackiert von Nobelpreisträger Paul Krugman

Krugman betont in seinem Video, dass die Vereinigten Staaten die wachsende Vermögensungleichheit und die grundlegenden Bedingungen nicht angehen, die Trump überhaupt erst an die Macht gebracht haben. Diese Versäumnisse könnten dem Land nach Trumps Ausscheiden aus dem Amt schweren Schaden zufügen, wenn sie nicht behoben werden. Die Gefahr einer Wiederholung dieser Situation sei real und erfordere dringendes Handeln.

Donald Trump am Pranger: "Keine wirkliche Überraschung, dass er seinen Verstand verloren hat"

Der Nobelpreisträger äußert scharfe Kritik an den Akteuren, die Trumps Machtposition ermöglicht haben.

  • "Es war keine wirkliche Überraschung, dass er seinen Verstand, oder was davon übrig war, verloren hat", erklärt Krugman.
  • Doch befinde sich Trump in einer Position der Macht, und jene, die dies herbeigeführt hätten, seien sich der Konsequenzen bewusst gewesen.

Nach Einschätzung mehrerer politischer Beobachter und Analysten leidet Trump angeblich unter einem erheblichen mentalen Verfall, der ihn gefährlicher mache als frühere Präsidenten, die im Amt gealtert sind. Darauf bezieht sich Krugman in seinem Video. Einen medizinischen Beweis dafür gibt es nicht.

  • Spekuliert wird aufgrund von Trumps wiederholten Versprechern und Verwechslungen bei öffentlichen Auftritten, seiner mutmaßlichen Schwierigkeit, die Augen bei Terminen offenzuhalten und seinen regelmäßigen verbalen Attacken unter der Gürtellinie.

Der US-Präsident selbst und seiner Sprecher im Weißen Haus weisen diese Anschuldigungen entschieden zurück. Sie bestehen darauf, dass Trump topfit sei. Nach einer Routineuntersuchung sprach Trump zuletzt von einem "perfekten Ergebnis".

Nobelpreisträger spekuliert: Werden Trumps Unterstützer nervös?

Krugman nennt konkret die Milliardäre, die immense Geldsummen in Trumps Wahlkampf investierten. Auch den Supreme Court macht er mitverantwortlich, der Trump 2024 Immunität gewährte.

  • "Sie alle wussten, für wen sie das taten", betont der Ökonom.

Diese Akteure hätten die Tragweite ihrer Handlungen verstanden. Möglicherweise würden selbst diese Unterstützer nun angesichts von Trumps zunehmendem Kontrollverlust nervös, so Krugman. Man könne an der Situation im Iran und anderswo beobachten, welche Folgen es habe, wenn ein unberechenbarer Präsident die USA führe. Trump verfüge über deutlich mehr Macht als frühere Präsidenten, da "sämtliche institutionellen Schutzmechanismen ausgehebelt oder abgebaut" worden seien.

Donald Trump: Nobelpreisträger fordert "Ent-Trumpifizierung"

Nach Trumps Ausscheiden aus dem Amt brauche es eine bewusste Anstrengung zur "Ent-Trumpifizierung" der Vereinigten Staaten, fordert Krugman.

  • "Es wird nicht einfach sein, und vielleicht ist es nicht machbar, aber wir müssen es versuchen, denn dies ist ein Albtraum", erklärt der Wirtschaftswissenschaftler.

Die aktuelle Situation übersteige selbst die schlimmsten Befürchtungen von Progressiven und übertreffe die düstersten Fantasien von Konservativen, die noch ein Gewissen hätten. Die Herausforderung sei gewaltig, doch ohne diese grundlegenden Veränderungen drohe eine erneute Eskalation, erklärt Krugman.

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de