Donald Trump: US-Präsident muss Absetzung fürchten - Experte sieht existenzielle Bedrohung
Ein Politik-Experte analysiert eine mögliche Absetzung von Donald Trump. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Tobias Rüster
29.05.2026 11.42
- Donald Trump sieht sich mit zwei Bedrohungen konfrontiert
- Geschwärzte Epstein-Akten könnten Trump zum Verhängnis werden
- US-Präsident droht nächstes Amtsenthebungsverfahren
Donald Trump verfügt über weitreichende Befugnisse, um durch präsidiale Erlasse Politik zu gestalten, ohne dabei auf die Zustimmung des Kongresses angewiesen zu sein. Sogar militärische Aktionen wie den Konflikt mit dem Iran hat er eingeleitet, ohne vorher Senat oder Repräsentantenhaus zu konsultieren. Dennoch sollten ihm die Zwischenwahlen im kommenden Herbst erhebliche Sorgen bereiten. Sogar von einem neuen Amtsenthebungsverfahren ist die Rede.
Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Artikel.
Donald Trump sieht sich mit zwei Bedrohungen konfrontiert
Politikwissenschaftler Thomas Jäger identifiziert im Gespräch mit "Focus Online" zwei zentrale Bedrohungen: die Epstein-Unterlagen sowie das Risiko eines erneuten Amtsenthebungsverfahrens. Die Kontrolle über den Kongress sei für den Präsidenten von existenzieller Bedeutung. Für Trump geht es im Herbst nicht nur um politische Gestaltungsmacht, sondern um die grundlegende Frage seiner Amtsfähigkeit.
- "Trump braucht eine hauchdünne Mehrheit auch im Kongress, dass der Kongress ihn nicht unter Druck setzt", erläutert Jäger die prekäre Situation des Amtsinhabers.
Donald Trump: Geschwärzte Epstein-Akten könnten ihm zum Verhängnis werden
Die Veröffentlichung der Epstein-Unterlagen demonstriert aus Sicht des Experten bereits die Brisanz der Situation. Jäger beschreibt die freigegebenen Dokumente eindringlich: "Viel schwarz, viel zurückgehalten, viel verdeckt." Diese Vorgehensweise verdeutliche, welches Gefahrenpotenzial in den Akten steckt.
Genau hier liegt laut dem Politikwissenschaftler der Grund, weshalb die Machtverhältnisse im Kongress für Trump so entscheidend sind. Eine demokratische Mehrheit könnte eigenständige Untersuchungen in Gang setzen und damit erheblichen politischen Druck erzeugen.
Die bisherige republikanische Kontrolle hat Trump geschützt. Sollten die Demokraten jedoch bei den Herbstwahlen die Oberhand gewinnen, würden sie die Möglichkeit erhalten, tiefer in die Epstein-Verbindungen einzutauchen und bislang zurückgehaltene Informationen öffentlich zu machen.
Donald Trump droht nächstes Amtsenthebungsverfahren
Der Politikwissenschaftler zeichnet ein düsteres Szenario für den Fall einer republikanischen Niederlage bei den Midterms. Ein demokratisch kontrollierter Kongress hätte die Befugnis, umfassende Ermittlungen einzuleiten und ein formelles Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) anzustoßen. Der politische Druck auf den Präsidenten würde dadurch massiv anwachsen und seine Position fundamental erschüttern.
- "Wenn die Demokraten die Mehrheit holen werden, wird Trump das nächste Impeachment erleben", prognostiziert Jäger unmissverständlich.
Eine Anklage würde folgen, denn Begründungen dafür gebe es mehr als genug. Bisher sind parlamentarische Initiativen, die Trump zum Rückzug aus bestimmten politischen Vorhaben zwingen sollten, im Kongress gescheitert. Diese Schutzfunktion würde bei veränderten Mehrheitsverhältnissen wegfallen.
- "Wenn die eben nicht scheitern, dann wird die Lage für ihn komplizierter", warnt der Experte vor den Konsequenzen.
Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:
- Wirbel um goldene Statuen - Trump lässt Steuerzahler blechen
- "Schreckliche Haare" - Trump-Bild auf Dollar-Schein sorgt für Entsetzen
- US-Präsident öffentlich abserviert - jetzt droht ihm ein Debakel
- Nach Fehlentscheidung - TV-Moderator prophezeit nächsten Trump-Rauswurf
- "Gefahr für die Nation" - Ex-General sprachlos nach Hegseth-Rede