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Donald Trump: "Verachtenswerter Mann" - Ex-Republikaner geht auf Trump los

Ein ehemaliger republikanischer Stratege geht auf Trump los. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Steve Schmidt attackiert Donald Trump mit ungewöhnlich scharfen Worten
  • Der Ex-GOP-Stratege warnt vor einer politischen Instrumentalisierung des Militärs
  • Seine Memorial-Day-Rede sorgt in sozialen Netzwerken für heftige Diskussionen

Der ehemalige republikanische Politstratege Steve Schmidt hat US-Präsident Donald Trump mit einer scharfen Generalabrechnung attackiert. In einer Videobotschaft auf seinem Kanal "The Warning with Steve Schmidt" bezeichnete der Mitgründer des Lincoln Project die MAGA-Bewegung als "Amerikas verabscheuungswürdigste Männer und Frauen". Die heftige Kritik veröffentlichte Schmidt ausgerechnet am Memorial Day – dem amerikanischen Gedenktag für gefallene Soldaten.

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Schmidt warnte eindringlich vor Bestrebungen, das US-Militär zu unterwandern und dessen Ansehen zu beschädigen. Die Streitkräfte gehörten weder Trump noch der MAGA-Bewegung, sondern der gesamten Nation, betonte er. Das Militär bestehe aus den Söhnen und Töchtern des Landes und sei "unsere wertvollste Ressource" sowie "unsere zerbrechlichste Institution". Die scharfe Kritik erfolgte ausgerechnet am Gedenktag für gefallene US-Soldaten, was Schmidts Botschaft zusätzliche Brisanz verlieh.

Über eine Million Gefallene seit den Anfängen der Nation

In seiner Rede erinnerte Schmidt an das Blutopfer von mehr als einer Million Amerikanern, die seit den Schlachten von Lexington und Concord bis zu den aktuellen Einsätzen im Iran ihr Leben ließen. Insgesamt hätten in der Geschichte der Vereinigten Staaten nur etwa 700 Millionen Menschen gelebt – die Hälfte davon sei heute am Leben. Schmidt betonte, dass das Gedenken an die Gefallenen nicht von der Politik getrennt werden könne. Wer den Memorial Day entpolitisiere, raube ihm seine eigentliche Bedeutung. Krieg und Politik seien in der amerikanischen Geschichte untrennbar miteinander verbunden, da das Volk durch seine gewählten Vertreter über Kriegseinsätze entscheide.

Der Stratege verwies auf amerikanische Soldatenfriedhöfe weltweit. Rund 40 Prozent der im Kampf Gefallenen seien auf Wunsch ihrer Familien in den Ländern bestattet worden, die sie befreiten.

"Lügner, Straftäter, Missbraucher von Frauen und Kindern"

Schmidt sparte nicht mit harschen Worten gegen den amtierenden US-Präsidenten. Er nannte Trump einen "verachtenswerten Mann", einen "niederträchtigen Kerl", der das amerikanische Militär entehre und in Verruf bringe. Der ehemalige GOP-Stratege warf ihm vor, "ein Lügner, ein Straftäter, ein Missbraucher von Frauen und Kindern" zu sein.

Besonders scharf kritisierte Schmidt die Versuche, die Streitkräfte umzugestalten. Trumps Bestrebungen, das Militär in eine "persönliche Prätorianergarde" zu verwandeln, seien "eine nationale Obszönität". Mit jedem Atemzug entweihe der Präsident durch Worte, Taten und Handlungen die Opfer, die am Memorial Day geehrt würden. Das Militär werde derzeit "in zwei Hälften gebrochen", warnte Schmidt.

Aufruf zu furchtloser politischer Opposition

Schmidt beschrieb die gegenwärtige Lage als "weiche Tyrannei" mit einem "autokratischen Mann auf dem Stuhl der Freiheit". Die Vereinigten Staaten befänden sich in einer Zeit großer Prüfung, die existentieller Natur sei. Die zentrale Frage laute, ob die Freiheit fortbestehen werde oder ob ein König den Präsidenten ersetze. Der Lincoln-Project-Mitgründer rief zu entschlossenem Handeln auf. Am Memorial Day solle man sich an die Bedeutung der Opfer erinnern und die Notwendigkeit der Freiheit anerkennen. Bedrohungen politischer Natur verdienten "eine robuste und furchtlose politische Opposition", die das Andenken und die Würde der gefallenen Amerikaner ehre. "Amerika befindet sich in einer Krise", erklärte Schmidt zum Abschluss seiner Rede.

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/sfx/news.de/stg

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