JD Vance: Trump-Vize isoliert im Weißen Haus - er steckt in einer Sackgasse
JD Vance könnte Donald Trump im Weißen Haus als US-Präsident folgen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Tobias Rüster
26.05.2026 10.34
- JD Vance verliert seine wichtigste Verbündete
- JD Vance scheitert: Warnung vor Iran-Krieg ungehört
- JD Vance könnte 2028 nicht als US-Präsident kandidieren
Nach dem Rücktritt von Tulsi Gabbard steht US-Vizepräsident JD Vance im Weißen Haus einem Bericht zufolge zunehmend alleine da. Die Position des 41-Jährigen sei in Donald Trumps Kabinett "erheblich geschwächt", heißt es. Mehrere Quellen berichten der "Daily Mail", dass Vance sogar einen Verzicht auf die Präsidentschaftskandidatur 2028 in Betracht zieht.
Weitere Politik-Artikel finden Sie unter diesem Text.
JD Vance verliert seine wichtigste Verbündete
Während Gabbard aufgrund der Krebserkrankung ihres Ehemanns zurücktrat, verliert Vance seine wichtigste Verbündete in außenpolitischen Fragen. Obwohl er öffentlich sein Bedauern über den Abgang seiner "lieben Freundin" äußerte, beschäftigt ihn laut Insider-Bericht der "Daily Mail" vor allem die eigene politische Zukunft.
Vances Bedeutungsverlust wird dem Bericht zufolge von einer anonymen Quelle auf den Punkt gebracht:
- "Vance ist ein Nicht-Ereignis im West Wing."
- Seine Rivalen bereiten sich bereits darauf vor, von seiner Schwäche zu profitieren.
JD Vance scheitert: Warnung vor Iran-Krieg ungehört
Im Februar versuchte Vance noch, Donald Trump von einem groß angelegten Militärschlag gegen Iran abzuhalten. Laut "New York Times" plädierte er für eine begrenzte Strafaktion statt einer umfassenden Operation. Er warnte den Präsidenten eindringlich vor den Folgen.
- Trump selbst räumte später die unterschiedlichen Positionen ein. Sein Vizepräsident sei zu Beginn des Krieges "vielleicht weniger enthusiastisch" gewesen und "philosophisch ein wenig anders" in der Entscheidung zum Angriff. Diese Kluft hat sich seither vertieft.
Ein Insider im Weißen Haus beschreibt den Konflikt gegenüber der "Daily Mail":
- "Der Präsident hat in den letzten Monaten sehr deutlich gemacht, dass er diesen stillen Gary-Cooper-Ansatz in der Außenpolitik nicht akzeptiert. Er ist laut, er ist aktiv. Diese Leute bevorzugen es, leise zu sprechen und einen großen Stock zu tragen, aber Trump spricht laut und trägt eine massive Kanone."
Rubio plant Kuba-Invasion - Vance steckt in Sackgasse fest
Während Vance an Bedeutung verliert, erlebt Außenminister Marco Rubio einen beispiellosen Aufstieg. Seine Stellung im Weißen Haus war noch nie so stark wie derzeit, wird analysiert. Der Außenminister arbeitet angeblich aktiv an Plänen für eine militärische Intervention auf Kuba, während der Vance bei den Friedensgesprächen mit Iran kaum Fortschritte erzielt und in einer Sackgasse zu stecken scheint.
Rubio hat sich laut "Daily Mail" zum maßgeblichen Berater des Präsidenten in außenpolitischen Angelegenheiten entwickelt. Ein Insider formuliert es deutlich:
- "Rubio hat mehr Einfluss als Vance. Der Präsident hört auf ihn. Vance ist aus dem Takt und das schon seit langer Zeit."
Allerdings könnte Rubios Dominanz auch gefährlich werden. Dieselbe Quelle warnt, dass sein Erfolg möglicherweise nur von kurzer Dauer ist. Indem er einen beim Volk unpopulären Krieg vorantreibt, gefährdet der Außenminister seine politische Glaubwürdigkeit. Er riskiert damit, sowohl die Unterstützung von Trumps Wählerbasis als auch die der breiten amerikanischen Öffentlichkeit zu verlieren.
JD Vance könnte 2028 nicht als US-Präsident kandidieren
Derweil kursieren im Weißen Haus angeblich Gerüchte, dass Vance taktisch über einen kompletten Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen 2028 nachdenkt. Ein Insider meint, es könnte für ihn vorteilhaft sein, nicht die gesamte Verantwortung für die Ereignisse der letzten Jahre zu übernehmen. Mit 41 Jahren hätte er theoretisch Zeit, einen späteren Anlauf zu wagen.
Doch eine Quelle aus Vances direktem Umfeld widerspricht dieser Strategie in vehement.
- "Jeder, der ein aussichtsreicher Kandidat für das Präsidentenamt sein will, hat ein sehr kleines Zeitfenster. Und wenn man nicht geht, wenn dieses Fenster offen ist, öffnet es sich höchstwahrscheinlich nie wieder", so die Einschätzung.
Ein Versuch 2032 würde Vance gegen einen amtierenden Präsidenten antreten lassen - in den letzten 50 Jahren verloren nur Jimmy Carter, George H.W. Bush und Donald Trump ihre Wiederwahl. Bei einem Start 2032 oder 2036 müsste er ein ganzes Jahrzehnt außerhalb gewählter Ämter politisch relevant bleiben.
Ein Sprecher von Vance wies die gesamte Berichterstattung der "Daily Mail" scharf zurück:
- "Diese Geschichte ist nur eine fadenscheinige Zusammenstellung völlig unglaubwürdiger Quellen, die keine Ahnung haben, wovon sie reden."
Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:
- Er lässt seinem Zorn freien Lauf - US-Präsident empört mit Wut-Nachricht
- US-Präsident auf dem Weg ins Krankenhaus - Experten sind ratlos
- Trump entsetzt mit Rede im TV - warum steht er nicht?
- Trump-Tochter auf der Todesliste - Angreifer wollte Ivanka töten
- "Nicht geeignet, Präsident zu sein" - Ex-Vertrauter spricht von Trumps Ende