Donald Trump: Trump verliert Amerika - Umfrage-Krise spitzt sich zu
Nur noch 26 Prozent der unabhängigen Wähler stehen hinter Donald Trump. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
22.05.2026 08.45
- Nur noch 26 Prozent der unabhängigen Wähler unterstützen Donald Trump.
- Hohe Benzinpreise, Iran-Konflikt und neue außenpolitische Spannungen belasten den Präsidenten massiv
- Selbst Republikaner distanzieren sich zunehmend von Trump
Die Zustimmungswerte für Donald Trump befinden sich im freien Fall – und das ausgerechnet wenige Monate vor den entscheidenden Midterm-Wahlen im November. Einer aktuellen Quinnipiac-Umfrage zufolge stehen lediglich 26 Prozent der unabhängigen Wähler hinter der Amtsführung des Präsidenten.
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Donald Trump stürzt weiter ab: Nur noch 26 Prozent der Unabhängigen stehen hinter dem Präsidenten
Paul Rieckhoff, Moderator des Podcasts "Independent Americans", zeichnete am Donnerstag laut "Raw Story" bei CNN ein düsteres Bild: "Trump hat bei den Unabhängigen komplett den Boden erreicht. Fast alles, was er tut, ist jetzt unpopulär", erklärte der Politikexperte. Die unabhängigen Wähler gelten traditionell als Gradmesser für die politische Stimmung im Land – und diese Stimmung scheint sich massiv gegen den Präsidenten zu wenden.
Krieg, Zölle und Spritpreise – eine toxische Mischung setzt Trump unter Druck
Die Liste der Kritikpunkte ist lang: Der Iran-Konflikt, bei dem 13 amerikanische Soldaten ihr Leben verloren, die umstrittene Zollpolitik und explodierende Benzinkosten setzen Trump massiv unter Druck. In einigen Bundesstaaten müssen Autofahrer mittlerweile mehr als fünf Dollar pro Gallone zahlen.
Das bevorstehende Memorial-Day-Wochenende könnte die Situation weiter verschärfen. "Memorial Day wird eine Erinnerung an die menschlichen Kosten des Krieges sein", warnte Rieckhoff. Wenn Millionen Amerikaner über die Feiertage durchs Land fahren, werden sie die gestiegenen Spritpreise unmittelbar zu spüren bekommen – und Trump dafür verantwortlich machen.
Risse im republikanischen Fundament: Eigene Basis stellt sich gegen Trump
Doch nicht nur bei den Unabhängigen bröckelt die Unterstützung – auch innerhalb der eigenen Partei zeigen sich deutliche Risse. Laut der Quinnipiac-Erhebung stehen nur noch 54 Prozent der sogenannten Nicht-MAGA-Republikaner hinter dem Präsidenten. Bei den MAGA-treuen Parteimitgliedern liegt der Wert zwar bei 80 Prozent, doch die Gesamtbilanz ist ernüchternd.
"Er verliert auch in seiner eigenen Basis an Boden – bei den Menschen, denen er keine neuen Kriege, keine Auslandseinsätze, keine endlosen Konflikte versprochen hatte", analysierte Rieckhoff. Senator Bill Cassidy aus Louisiana, den Trump öffentlich attackiert hatte, stelle sich nun gegen den Präsidenten. "Sie haben ihm beim Iran widersprochen", so der Experte.
Kuba im Visier – droht der nächste Konflikt?
Die außenpolitische Agenda des Präsidenten könnte die Lage weiter verschärfen. Rieckhoff zufolge deutet vieles darauf hin, dass Trump als nächstes Kuba ins Visier nehmen wird. "Er redet jetzt über Kuba. Es scheint wahrscheinlicher als nicht, dass er Kuba angreifen wird", sagte der Experte gegenüber CNN.
Für Rieckhoff markiert der wachsende Widerstand innerhalb der Republikanischen Partei beim Thema Iran einen Wendepunkt. "Ich denke, das ist der Beginn dessen, was noch kommen könnte", warnte er. Die Absetzbewegungen einzelner Senatoren könnten demnach erst der Anfang einer breiteren innerparteilichen Opposition sein.
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