Politik

Donald Trump: "Die Leitplanken halten nicht!" Experte warnt vor Eskalation unter Trump

Donald Trump sorgt mit Aussagen zu den bevorstehenden Zwischenwahlen für Diskussionen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta

  • Artikel teilen:
  • Wahlrechtsanwalt Marc Elias sieht Trumps Aussagen als Gefahr für die Demokratie
  • Besonders umstritten: mögliche Einsätze von ICE oder Nationalgarde an Wahllokalen
  • Elias wirft auch den Demokraten vor, die Lage zu unterschätzen

Der renommierte Wahlrechtsanwalt Marc Elias warnt eindringlich vor Donald Trumps jüngsten Aussagen zu den kommenden Midterm-Wahlen in den USA. In der aktuellen Ausgabe des Podcasts "Democracy Watch" bezeichnete Elias die Ankündigung des Präsidenten, er werde „alles Notwendige tun, um ehrliche Wahlen sicherzustellen", als massive Bedrohung für die amerikanische Demokratie. "Wir alle müssen das sehr, sehr ernst nehmen", warnte Elias laut "Raw Story". "Das ist ein Fünf-Alarm-Feuer. Das ist ein Alarm mitten in der Nacht." Nach Einschätzung des Experten signalisiert Trumps Äußerung, dass er Wahlergebnisse anfechten wird, sollten die Republikaner Verluste erleiden.

Weitere aktuelle Meldungen aus dem Politik-Ressort finden Sie am Ende dieses Artikels.

"Die Brandstifter sind unterwegs!" Wahlrechtsexperte schlägt wegen Donald Trump Alarm

Mit drastischen Worten verdeutlichte Elias das Ausmaß der Bedrohung. "Das ist eine Warnung, dass die Brandstifter unterwegs sind. Sie gießen Benzin auf die Fundamente und zünden Streichhölzer an", erklärte der Anwalt im Podcast. Besonders besorgniserregend: Trump hat wiederholt offengelassen, ob er Bundesagenten der Einwanderungsbehörde ICE oder die Nationalgarde zur Überwachung von Wahllokalen im ganzen Land einsetzen wird. Erst vergangene Woche wurde der Präsident erneut zu seinen Plänen für die Zwischenwahlen befragt – dabei fiel seine umstrittene Aussage, er werde "alles Notwendige" tun.

Demokraten setzen auf brüchige Schutzwälle

Gleichzeitig übte Elias scharfe Kritik an der eigenen Partei. Die Demokraten würden sich viel zu stark auf amerikanische Institutionen wie die Gerichte verlassen, um Trumps Angriffe auf die Demokratie abzuwehren. Dies zeige, dass sie "nicht akzeptieren wollen, dass die Lage so ernst ist, wie sie ist".

"Sie wollen annehmen, dass die Institutionen stark sind", sagte Elias. "Sie wollen annehmen, dass die Schutzmaßnahmen halten werden." Doch die Realität sehe anders aus: Die Leitplanken würden nicht standhalten, die Institutionen seien nicht stark genug – einige befänden sich bereits im völligen Zusammenbruch, weil sie kapituliert hätten.

Weitere Meldungen rund um Donald Trump finden Sie hier:

/sfx/news.de/stg

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.