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J.D. Vance: Vizepräsident applaudiert Trump - er bekommt den Unmut zu spüren

J.D. Vance begrüßt Donald Trumps Vorhaben, Wohnraum für die Menschen bezahlbar zu machen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Erik S. Lesser

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  • Donald Trump will Investmentfirmen ein Hauskauf-Verbot erteilen
  • J.D. Vance applaudiert dem US-Präsidenten für sein Vorhaben
  • US-Vizepräsident erfährt Unmut wegen neuen Plänen

Donald Trump will Wohnen in den USA wieder erschwinglich machen. Deshalb versucht der US-Präsident, Investmentfirmen daran zu hindern, Einfamilienhäuser zu kaufen. Für diesen Vorstoß lobt ihn Vizepräsident J.D. Vance auf der Social-Media-Plattform X. Doch seine Worte lösen eher Kritik als Zuspruch aus.

J.D. Vance lobt Donald Trumps Pläne gegen Hauskäufe

In einem am 12. Mai veröffentlichten Beitrag setzt er sich gegen diese Praktiken ein. "Der amerikanische Traum gehört nicht dem Höchstbietenden an der Wall Street. Er gehört dem amerikanischen Volk, das hart arbeitet, spart und sich an die Regeln hält", schreibt er. Am Ende bejubelt er den 79-Jährigen für dessen Arbeit. Vance schreibt: "Ich applaudiere der Führung von Präsident Trump in dieser Angelegenheit und dränge das Repräsentantenhaus, dieses Gesetz zu verabschieden."

Donald Trump will Investmentfirmen ein Hauskauf-Verbot erteilen

Donald Trump sieht den "amerikanischen Traum des Hausbesitzes" in Gefahr. In einem Beitrag auf Truth Social erinnert er an seine Rede an die Nation vom 25. Februar. Er habe eine Verfügung unterschrieben, die es Investmentfirmen an der Wall Street verbieten soll, Einfamilienhäuser zu kaufen. Das soll dauerhaft vom Kongress durchgesetzt werden. Seine Nachricht ist ein Appell, den er mit der Geschichte einer betroffenen Frau untermalt. Dieses Gesetz (21st Century Road to Housing Act), wenn es durchgebracht wird, würde sicherstellen, dass Häuser "für Menschen" sind und nicht für "Unternehmen".

Vance für Trump-Lob scharf kritisiert

Das Thema bietet viel Gesprächspotenzial. Zwar wird unter Vances Beitrag in den Kommentaren darüber geschrieben, viel mehr hat er sein Ziel verfehlt. Auf ihn und seine Partei prasseln Vorwürfe ein. Andere erklären, was das eigentliche Problem am Hausmarkt sein soll:

  • "Genau deshalb ist Korruption in Ihrer Regierung so verwerflich."
  • "Die Republikaner SIND DER GRUND, WARUM DAS EIN PROBLEM IST. Das Gaslighting geht durch die Decke."
  • "Die Wohnungsnot begann nicht, als man an der Wall Street anfing, Häuser zu kaufen. Sie begann, als jahrelange Nullzinsen, QE und Vermögenspreisinflation Häuser in Renditeinstrumente statt in Wohnorte verwandelten. Nun tut das gleiche System, das die Immobilienpreise über das Lohnwachstum hinaus aufgebläht hat, so, als ob das Problem plötzlich 'Unternehmen' wären. Das ist keine Reform. Das ist politisches Gesichtswahren für eine Generation, die vom Eigentum ausgeschlossen ist!"

Die Stimmen fallen nicht nur negativ aus. Dennoch schwingt ab und zu Frust zwischen den Zeilen mit. Besonders die aktuellen Lebenshaltungskosten setzen vielen zu, worauf sie aufmerksam machen. "Mir gefällt die Idee dieses Gesetzentwurfs, aber seien wir ehrlich, wozu soll das alles gut sein, wenn du dir kein Haus leisten kannst, weil die Wirtschaft am A**** ist, Benzin 10 Dollar pro Gallone kostet und die Stromkosten sich verdreifacht haben wegen all der Rechenzentren. Niemand wird sich mehr ein Eigenheim leisten können", lässt ein Nutzer Vance wissen.

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/loc/news.de

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