Donald Trump: Peinlicher Moment im Oval Office - Trump blamiert sich bei Fruchtbarkeits-Frage
Donald Trump nennt sich selbst "Vater der Fruchtbarkeit" – und scheitert dann an einer simplen Frage. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Suzanne Plunkett
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster
12.05.2026 15.14
- Donald Trump präsentiert neue Maßnahmen zur Unterstützung von IVF-Behandlungen
- Trump nennt sich selbst überraschend "Vater der Fruchtbarkeit" – und sorgt damit für Irritationen
- Bei einer simplen Kostenfrage bleibt der Präsident plötzlich eine klare Antwort schuldig
Bei einer Veranstaltung im Oval Office am Montag (11. Mai) hat sich US-Präsident Donald Trump selbst zum "Vater der Fruchtbarkeit" erklärt. Der Anlass: neue Maßnahmen seiner Regierung zur Unterstützung von In-vitro-Fertilisation. Dabei handelt es sich um eine Methode der künstlichen Befruchtung, bei der Eizellen außerhalb des Körpers in einem Labor befruchtet und später in die Gebärmutter eingesetzt werden.
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Donald Trump diskutiert im Oval Office über künstliche Befruchtung
Gemeinsam mit Regierungsvertretern, republikanischen Kongressmitgliedern und IVF-Befürwortern verkündete Trump eine Bundesrichtlinie, die es Arbeitgebern ermöglichen soll, zusätzliche Versicherungspakete für Fruchtbarkeitsbehandlungen anzubieten. Gleichzeitig verwies er auf Kostensenkungen bei IVF-Medikamenten durch sein TrumpRX-Programm. Ein häufig verwendetes Präparat sei von 966 auf 168 Dollar gefallen – "ein Unterschied von 500 Prozent", so der Präsident.
Trump nennt sich selbst "Vater der Fruchtbarkeit"
Wie Trump bei der Veranstaltung erklärte, war es die republikanische Senatorin Katie Britt aus Alabama, die ihn erstmals auf das Thema aufmerksam machte. Der Auslöser: Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von Alabama im Jahr 2024, das Embryonen Personenrechte zusprach und landesweit für Aufsehen sorgte.
"Sie sagte: 'Sir, wir müssen etwas tun'", berichtete Trump. "Und ich lerne schnell. Also habe ich alles, was es zu lernen gibt, in etwa drei bis vier Minuten gelernt, und ich wurde der Vater der Fruchtbarkeit." Nach dem umstrittenen Gerichtsurteil hatten Kliniken in Alabama ihre IVF-Behandlungen vorübergehend eingestellt, bis der Bundesstaat ein neues Gesetz verabschiedete.
"Ich weiß es nicht" – Trump blamiert sich bei IVF-Frage
Doch bei einer konkreten Nachfrage geriet der selbsternannte Fruchtbarkeitsexperte ins Stocken, wie ein vonFactPost beim Kurznachrichtendienst X veröffentlichter Clip deutlich macht. Eine Journalistin wollte wissen, ob es günstigere IVF-Optionen für Frauen gebe, die ihre Krankenversicherung selbst bezahlen. Trump fragte zunächst zurück: "Und was möchten Sie wissen?" Als die Reporterin ihre Frage nach niedrigeren Kosten präzisierte, antwortete der Präsident schlicht: "Ich weiß es nicht."
Netz-User spotten über Trumps Ahnungslosigkeit
Ein bemerkenswerter Moment für jemanden, der Minuten zuvor noch großspurig Preissenkungen verkündet und sich als Retter der Fruchtbarkeitsmedizin inszeniert hatte. Für Trumps peinlichen Patzer hagelt es prompt Spott und Häme beim Kurznachrichtendienst X sowie auf der Videoplattform YouTube:
- Trump ist zusammenhangslos und von Demenz gezeichnet", lautet das niederschmetternde Fazit eines Kritikers.
- "Vater der Fruchtbarkeit" klingt nach einem Beinamen, den ein Sektenführer verwenden würde", spottet ein anderer.
- "Warum sollte irgendjemand ein Kind in diese verdrehte Welt setzen wollen, die dieser Mann und natürlich seine Freunde geschaffen haben?!", wird eine andere Kritikerin noch deutlicher.
Große Worte, wenig Substanz
Der Auftritt im Weißen Haus offenbarte eine auffällige Diskrepanz. Einerseits präsentierte sich Trump als entschlossener Kämpfer für bezahlbare Fruchtbarkeitsbehandlungen, der in Rekordzeit zum Experten wurde. Andererseits konnte er auf eine simple Frage nach konkreten Hilfen für Selbstzahlerinnen keine Antwort liefern.
Während die Ankündigung sinkender Medikamentenpreise und neuer Versicherungsoptionen für Arbeitnehmer durchaus greifbar klingt, bleibt für Frauen ohne entsprechenden Arbeitgeberschutz die entscheidende Frage offen: Was genau plant die Regierung für sie?Der "Vater der Fruchtbarkeit" schuldet hier noch eine Antwort.
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