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Donald Trump vs. Sadiq Khan: "Geradezu grotesk" - Politiker unterstellt US-Präsident absurde Besessenheit

Sadiq Khan glaubt, dass Donald Trump von ihm besessen ist. Bild: picture alliance:dpa:AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump "besessen" von Londons Bürgermeister
  • Sadiq Khan kontert Trump-Attacken mit beißendem Spott
  • Politiker nennt Aufmerksamkeit aus dem Weißen Haus "geradezu grotesk"

Londons Bürgermeister Sadiq Khan hat in einem Beitrag im Magazin "Big Issue"die anhaltenden Angriffe von US-Präsident Donald Trump thematisiert und die Aufmerksamkeit, die er aus dem aus dem Weißen Haus erhält, als geradezu grotesk bezeichnet. Khan glaubt, dass Donald Trump in gewisser Weise von ihm "besessen" ist.

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Donald Trump "besessen" von Londons Bürgermeister

"Es ist absurd, dass Präsident Trump von mir besessen ist. Es ist, als würde ich seit zehn Jahren mietfrei in seinem Kopf wohnen", erklärte Sadiq Khan. Der Londoner Bürgermeister macht damit deutlich, dass er Donald Trumps wiederholte Attacken nicht sonderlich ernst nimmt und sich von dem transatlantischen Dauerzoff offenbar bestens unterhalten fühlt.

Sadiq Kahn sieht London als Gegenentwurf zu Donald Trumps Weltbild

In seiner Charakterisierung des US-Präsidenten wurde Sadiq Khan deutlich: Trump sei "objektiv gesprochen ein Nativist", ein Verfechter von Protektionismus und Unilateralismus. Der amerikanische Staatschef glaube an ethnische Homogenität und die Überlegenheit seiner Religion sowie seines Landes. London hingegen verkörpere das genaue Gegenteil dieser Haltung. "Wir sind eine Stadt, die progressiv, liberal, vielfältig und multikulturell ist – die großartigste Stadt der Welt", betonte Khan. Die britische Metropole stelle damit den vollständigen Gegenpol zu allem dar, woran Donald Trump glaube.

Donald Trump beschimpft Sadiq Khan - "schrecklicher, bösartiger, widerlicher Bürgermeister"

Die jüngsten Äußerungen Khans sind eine Reaktion auf heftige Verbalattacken aus Washington. Im Dezember hatte Donald Trump den Londoner Bürgermeister als "schrecklichen, bösartigen, widerlichen Bürgermeister" bezeichnet und ihn als "Desaster" abgestempelt. Der US-Präsident hatte seine Kritik damals mit der britischen Einwanderungspolitik verknüpft. Khan, der erste muslimische Bürgermeister der Stadt und Sohn pakistanischer Einwanderer, werde nur gewählt, weil "so viele Menschen ins Land gekommen sind" und nun für ihn stimmten, behauptete Trump.

Ein Jahrzehnt Dauerfehde zwischen Donald Trump und Sadiq Khan

Die Wurzeln des Konflikts zwischen Donald Trump und dem Londoner Bürgermeister reichen bis ins Jahr 2015 zurück. Damals kritisierte Khan als Labour-Politiker den damaligen Präsidentschaftskandidaten Trump scharf für dessen Vorschlag eines Einreiseverbots für Muslime in die USA. Seitdem attackiert Trump den Londoner Bürgermeister immer wieder öffentlich.

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/sfx/news.de/stg

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