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Donald Trump: Muttertags-Wut bei Trump - US-Präsident attackiert Fox-Journalistin öffentlich

Am Muttertag fand Donald Trump Zeit für einen wütenden Rundumschlag gegen eine Journalistin seines Lieblingssenders – weil sie einem Demokraten nicht energisch genug widersprach. Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke

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  • Donald Trump greift Fox-News-Moderatorin Jacqui Heinrich nach einem Interview öffentlich an
  • Streitpunkt sind Aussagen des Demokraten Ro Khanna zu den Epstein-Akten und chinesischem Stahl
  • Trump behauptet sogar, "MAGA-Republikaner" würden Fox News inzwischen hassen

Donald Trump verbrachte den Muttertag mit wütenden Tiraden auf seiner Plattform Truth Social – und nahm dabei eine Journalistin seines Lieblingssenders ins Visier. Der US-Präsident attackierte Fox-News-Moderatorin Jacqui Heinrich namentlich, weil sie dem demokratischen Abgeordneten Ro Khanna in einem Interview nicht energisch genug widersprochen habe.

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Trump-Tirade am Muttertag: Jetzt attackiert er sogar Fox News

Rund sieben Stunden nach der Ausstrahlung der Sendung "The Sunday Briefing" holte der 79-Jährige zum verbalen Rundumschlag aus. Khanna habe "gelogen, gelogen, gelogen und wieder gelogen", ohne dass Heinrich einen "kompetenten Widerspruch" geliefert habe, schrieb Trump. Damit sei der gesamte "gesunde Menschenverstand-Dialog" bei Fox zunichtegemacht worden.

Epstein-Akten und China-Stahl bringen Trump in Rage

Der Auslöser für Trumps Wutausbruch war laut "Daily Beast" ein Interview, in dem Khanna gleich mehrere wunde Punkte ansprach. Der Demokrat erklärte die sinkende Beliebtheit seiner Partei mit gestiegenen Benzin- und Lebensmittelpreisen, dem Iran-Konflikt – und der Tatsache, dass die Trump-Regierung die Epstein-Akten nicht freigegeben habe. Khanna war federführend beim "Epstein Files Transparency Act", der schließlich Millionen Seiten der brisanten Dokumente öffentlich machte.

Besonders brisant: Der Abgeordnete berichtete von einem Besuch im Hafen von Cleveland, wo er chinesischen Stahl entdeckt habe. "Ich war entsetzt", sagte Khanna und fragte, warum dieser nicht von amerikanischen Unternehmen stamme.

Trump beschimpft Demokrat Khanna als "Abschaum"

In seinem Posting bezeichnete Trump den Demokraten als "Abschaum" und "Wolf im Schafspelz". Der Präsident wetterte, dass Fox News' Anspruch auf ausgewogene Berichterstattung durch "professionelle Lügner, Betrüger und liberale, korrupte Politiker" zerstört werde.

Dann folgte eine bemerkenswerte Behauptung: "MAGA-Republikaner, die tatsächlich fast 100 Prozent der Partei ausmachen, hassen Fox" – trotz der Beiträge vieler großartiger Moderatoren und Kommentatoren. Trump beklagte, unter diesen Umständen sei es "schwer, Wahlen zu gewinnen".

Bereits zwei Stunden zuvor hatte er erstmals über das Interview gepostet, Heinrich dabei aber noch nicht namentlich erwähnt.

Ro Khanna reagiert gelassen auf Trumps Angriff

Der Demokrat reagierte gelassen auf die Attacken. "Deshalb gehe ich zu Fox", erklärte Khanna auf X. Er wolle über eine Wirtschaftsagenda sprechen, die Stahl-, Schiffs- und Batteriefabriken in ausgehöhlten Gemeinden aufbaue – und dabei auch Trump-Wähler erreichen, ohne Beleidigungen auszuteilen. "So werden Demokraten gewinnen und das Land einen."

Spöttisch merkte er an: "Der Mann, der einen Ballsaal mit ausländischem Stahl baut, sollte sich wohl nicht als Champion amerikanischen Stahls bezeichnen."

Trump attackiert immer häufiger Journalistinnen

Trumps Angriffe auf Journalistinnen sind kein Einzelfall: Erst im vergangenen Monat hatte er Fox-Moderatorin Jessica Tarlov als "eine der am wenigsten attraktiven und talentierten Personen im Fernsehen" beschimpft.

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