Donald Trump: Iran-Krieg dauerte nur "sechs Tage" - neue Trump-Lüge sorgt für Empörung
Donald Trump behauptet, der Iran-Krieg hätte nur "sechs Tage" gedauert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster
07.05.2026 09.51
- Donald Trump verteidigt den Iran-Krieg auf Truth Social mit einem provokanten Vergleich
- US-Präsident behauptet, der Konflikt habe "nur sechs Tage" gedauert
- Besonders sein Vergleich mit Vietnam und dem Zweiten Weltkrieg sorgt für Empörung
Donald Trump hat mit einem neuen Beitrag auf seiner Plattform Truth Social erneut massive Reaktionen ausgelöst. Der frühere US-Präsident behauptete dort, der Krieg gegen den Iran habe bislang lediglich "sechs Tage" gedauert und könne deshalb nicht mit langjährigen Konflikten wie dem Vietnamkrieg oder dem Zweiten Weltkrieg verglichen werden.
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Donald Trump verteidigt Iran-Krieg mit provokanter Aussage
Mit seiner Aussage reagierte Trump offenbar auf Kritik am militärischen Vorgehen der USA im Nahen Osten. Gleichzeitig nutzte er den Beitrag, um politische Gegner und insbesondere "die Linken" scharf anzugreifen.
Der Journalist Aaron Rupar kommentierte den umstrittenen Beitrag mit den Worten: "Trump stellt auf Truth Social die Linken bloß, indem er darauf hinweist, dass sein Krieg im Iran bisher nicht so lange gedauert hat wie der Vietnam-Krieg oder der Zweite Weltkrieg."
Iran-Konflikt dauert bereits seit Monaten an
Trumps Darstellung stößt jedoch auf deutliche Kritik. Von einem Konflikt, der erst "sechs Tage" andauere, kann kaum die Rede sein. Die aktuelle Eskalation zwischen Iran, den USA und Israel schwelt bereits seit Ende Februar 2026 und beschäftigt die internationale Politik damit seit Monaten.
Darüber hinaus reichen die Spannungen zwischen den beteiligten Staaten historisch deutlich weiter zurück. Beobachter werfen Trump deshalb vor, die tatsächliche Dimension des Konflikts bewusst zu verkürzen und geopolitische Risiken herunterzuspielen.
Historische Vergleiche lösen Empörung aus
Besonders die Vergleiche mit dem Vietnamkrieg und dem Zweiten Weltkrieg sorgen nun für heftige Diskussionen in sozialen Netzwerken und politischen Kreisen. Kritiker halten die Wortwahl des Republikaners für unangemessen und werfen ihm vor, historische Ereignisse für politische Zwecke zu instrumentalisieren.
Gerade der Bezug zum Zweiten Weltkrieg gilt vielen Beobachtern als Grenzüberschreitung. Gegner Trumps sprechen von einer kalkulierten Provokation, mit der der US-Präsident gezielt Aufmerksamkeit erzeugen wolle.
Trump setzt weiter auf maximale Provokation
Der Truth-Social-Beitrag reiht sich in eine Serie aggressiver und polarisierender Aussagen Trumps ein. Seit Monaten präsentiert sich der Republikaner als kompromissloser Krisenmanager, der militärische Stärke offen demonstriert und Kritik offensiv kontert.
Unterstützer feiern seine direkte Kommunikation als Zeichen von Entschlossenheit. Kritiker hingegen sehen darin eine bewusste Strategie der Eskalation, mit der Trump den politischen Diskurs immer weiter zuspitzt. Mit dem Satz über den angeblich nur "sechs Tage" dauernden Iran-Krieg ist dem US-Präsidenten erneut gelungen, die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen – und eine neue hitzige Debatte auszulösen.
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