Donald Trump: US-Präsident hielt sein Wahlversprechen nicht - jetzt hagelt es Kritik
Donald Trump versprach im Wahlkampf, die Energiepreise zu senken. Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke
Von news.de Redakteurin Sabrina Böhme
04.05.2026 12.06
- Donald Trump wollte Benzinpreise im ersten Amtsjahr senken
- US-Präsident bricht mit Wahlversprechen
- Nicht nur der Iran-Krieg lässt die Energiepreise in den USA steigen
Donald Trump versprach im Wahlkampf, die Energiepreise innerhalb des ersten Jahres 2025 zu senken. Ein zentrales Versprechen, was er aber nicht halten konnte. Daran wird der US-Präsident jetzt erinnert.
Weitere News aus dem Politik-Ressort finden Sie am Ende des Artikels.
Benzinpreise in zwölf Monaten senken - Donald Trump bricht Wahlversprechen
Es sind Worte, die gerade in der derzeitigen Lage, von Kritikern wieder herangezogen werden. Der Trump-kritische Account "Republicans Aainst Trump" teilte auf der Plattform X eine frühere Rede des US-Präsidenten. Im The Economic Club of New York verkündete Trump vor der Wahl seinen Plan, "die Energiepreise innerhalb von zwölf Monaten nach Amtsantritt halbieren" zu wollen. Er sprach von einem "ökonomischen Revival" in den USA. Das hätte noch niemand zuvor gesehen. Danach sagte er: "Energie war es, was unsere Probleme anfänglich verursachte. Energie bringt uns zurück." Sie werden runtergehen, prognostizierte er auf der Bühne. Das Benzin sollte unter 2 Dollar pro Gallone fallen. Auch andere Problemzonen wie Lebensmittelkosten sollten sinken.
Zahlen zeigen Benzinpreis-Anstieg
Der Beitrag verweist darauf, dass die Benzinpreise über dem versprochenen Wert liegen. "Der AAA-Nationale Durchschnittspreis für normales Benzin beträgt heute 4,44 Dollar, der höchste seit vier Jahren", schreibt der Kanal. Am Montag (04.05.2026) meldet die AAA einen durchschnittlichen Benzinpreis von 4,45 Dollar.
Lügen-Vorwurf gegen Trump
Die aus den Archiven geholte Rede sorgt auf der Plattform für Diskussionen und Vorwürfe. Viele Nutzer bezichtigen Trump der Lüge. Andere reagieren ähnlich scharf in ihrer Wortwahl und mit spöttischen Bildmontagen:
- "Wähle einen Clown, erwarte einen Zirkus"
- "Erinnert ihr euch noch daran, als sie sagten, ein Regimewechsel würde die Preise senken? Das war im Irak. Dann in Libyen. Und jetzt war das Versprechen, 'die Energiepreise zu halbieren', nur eine weitere Lüge. Wer mich viermal täuscht..."
- "Die Frage ist ... Wird dies irgendjemanden aus seiner MAGA-Anhängerschaft dazu bringen, zu erkennen, dass sie einen riesigen Fehler begangen haben?"
- "Man musste schon ein völliger Dummkopf sein, um auch nur eines seiner Versprechen bezüglich der Energiepreise oder anderer Senkungen der Lebenshaltungskosten zu glauben. Er lügt in jeder Hinsicht."
Denkfabrik prognostiziert steigende Energiepreise nicht nur wegen des Iran-Kriegs
Der Iran-Krieg hat die Energiekrise noch begünstigt. Die Haushalte in den USA bekommen die Auswirkungen an der Zapfsäule zu spüren. Nicht nur der Krieg sorgte für den Anstieg. "Der langfristige Trend deutet jedoch darauf hin, dass die Energiepreise in den USA weiter steigen werden. Dies war bereits vor dem aktuellen Krieg der Fall", schrieb die private Denkfabrik Clatham House im März 2026. Sie bemerken aber, dass die Benzinpreise unter Trump um fünf Prozent gesunken sind. Dennoch stiegen Gas- und Strompreise an. Alleine für Strompreise mussten Haushalte 6,7 Prozent im Jahr 2025 mehr zahlen, berichtete "The Guardian" und berief sich dabei auf Zahlen der Energy Information Administration (EIA). Die Denkfabrik rechnet damit, dass US-Amerikaner künftig noch mehr für Energiekosten zahlen müssen. Der Grund: die Folgen des Klimas.
Die anhaltend hohen Benzinpreise haben Auswirkungen auf Donald Trump. Seine Zustimmungswerte sind zuletzt weiter gefallen. Was macht die US-Regierung? Viele Monate gab es weitere Versprechen oder Vorwürfe gegen die Regierung von Ex-US-Präsident Joe Biden, der unter anderem von US-Vizepräsident J.D. Vance dafür verantwortlich gemacht wurde.
Die US-Regierung reagierte auf den Preisanstieg. Am 28. April 2026 trafen sich Trump und Regierungsmitglieder nach Angaben von "ABC" mit Führungskräften der Ölindustrie im Weißen Haus, um Maßnahmen gegen hohe Benzinpreise zu besprechen.
Diese News über Donald Trump und die US-Außenpolitik könnten Sie interessieren:
- Experte warnt vor sicherheitsrelevanter Abwehrlücke gegen Putin
- Amtsenthebung von Trump gefordert - Minister spricht plötzlich über Biden
- Er denkt über Rauswurf nach - Analyst sieht nach Minister-Chaos keinen Weg zurück