Donald Trump: Außenminister könnte übernehmen - Expertin hält Trump für gescheitert
Donald Trump ist einer Analystin zufolge "gescheitert". Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
24.04.2026 09.57
- Donald Trump gescheitert bei der Kommunikation
- Deshalb schwindet die Zustimmung für Donald Trump
- Donald Trump sollte sich JFK und Reagan als Vorbild nehmen
- Außenminister könnte für Donald Trump übernehmen
Die konservative Kolumnistin Peggy Noonan übt in einer Kolumne im "Wall Street Journal" scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump. Die ehemalige Redenschreiberin von Ronald Reagan wirft "The Don" vor, militärische Schritte gegen den Iran eingeleitet zu haben, ohne der Öffentlichkeit jemals eine nachvollziehbare Erklärung dafür zu liefern.
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Donald Trump gescheitert bei der Kommunikation im Iran-Krieg laut Analystin
Noonan bemängelt, dass Trump keine ernsthafte und durchdachte Rechtfertigung für sein Vorgehen vorgelegt habe. Die langjährige konservative Stimme kritisiert dabei nicht nur den US-Präsidenten selbst, sondern auch seinen Vizepräsidenten JD Vance für das Versagen in der Kommunikation.
- "Wir wissen nicht einmal, einen Monat später, warum jetzt", schreibt Noonan. Der Iran sei seit fast 50 Jahren eine Bedrohung gewesen.
- Was ist der Plan?", fragt die Kolumnistin. Trump habe die notwendige rhetorische Grundlage nicht geschaffen, die für eine solche Entscheidung erforderlich sei.
Die Kolumnistin betont, dass eine Nation nicht in einen Krieg geführt werden könne, ohne zuvor eine fundierte rhetorische Grundlage zu schaffen. Genau daran sei Trump gescheitert.
Deshalb schwindet die Zustimmung für Donald Trump
Die konservative Kommentatorin sieht in Trumps Unfähigkeit, seine Politik angemessen zu erklären, einen wesentlichen Grund für seine schwindende Zustimmung in der Bevölkerung.
- Statt einer durchdachten Argumentation gebe es lediglich gelegentliche Ankündigungen hinter einem Rednerpult und spontane Reaktionen bei Pressegesprächen, bei denen der Präsident unvorbereitet antworte.
- Noonan kritisiert das Fehlen eines ernsthaften Dokuments, das die Notwendigkeit der Militäraktion darlegt.
- Die improvisierte Kommunikation führe dazu, dass die Bevölkerung niemals beruhigt werde.
Donald Trump sollte sich JFK und Reagan als Vorbild nehmen
Noonan zieht zur Veranschaulichung zwei historische Beispiele heran: John F. Kennedys Ansprache während der Kubakrise 1962 und Ronald Reagans Erklärung zur Grenada-Intervention 1983. Beide Präsidenten hätten eine Eigenschaft gezeigt, die bei Trump vollständig fehle: eine disziplinierte, auf Fakten basierende und moralisch ernsthafte Rhetorik, die die Bevölkerung überzeugt habe. Diese Form der Kommunikation sei unverzichtbar, betont die Kolumnistin.
Außenminister könnte für Donald Trump übernehmen
Sie schlägt vor, dass andere Mitglieder der Regierung die Aufgabe übernehmen sollten, wenn Trump dazu nicht in der Lage sei. Falls weder der Präsident noch sein Stellvertreter eine aufrichtige und überzeugende Begründung liefern könnten, solle vielleicht der Außenminister (in diesem Fall Marco Rubio) diese Rolle übernehmen, so Noonans Vorschlag.
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