Donald Trump: Nächste US-Ministerin gefeuert - hat "The Don" ein Frauenproblem?
Hat Donald Trump ein Problem mit Frauen in Führungspositionen? Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Anika Bube
24.04.2026 08.23
- Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer gefeuert – schwere Vorwürfe zu Verhalten und Amtsführung
- Dritte Ministerin in kurzer Zeit – auch Kristi Noem und Pam Bondi mussten gehen
- Unruhe im Kabinett wächst – selbst Top-Leute fürchten um ihre Posten
Erneut erschüttert eine Entlassung in der Trump-Regierung die USA: Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer muss ihren Posten räumen. Die Vorwürfe wiegen schwer. Sie soll eine Beziehung zu einem Mitarbeiter unterhalten, während der Arbeit Alkohol konsumiert und dienstliche Reisen mit privaten Angelegenheiten verknüpft haben. Bereits vor ihr mussten mehrere hochrangige Mitarbeiter des Ministeriums gehen, darunter der Stabschef und Sicherheitspersonal.
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Chavez-DeRemer, Noem, Bondi: Donald Trump feuert mehrere US-Ministerinnen
In Washington D.C. sorgt der Fall für Aufruhr. Denn Chavez-DeRemer ist bereits die dritte Ministerin, die Trump innerhalb kurzer Zeit vor die Tür setzt. Zuvor traf es Heimatschutzchefin Kristi Noem und Justizministerin Pam Bondi. Die Häufung wirft eine brisante Frage auf: Hat der Präsident ein Problem mit Frauen in Führungspositionen?
US-Präsident Donald Trump hat Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer gefeuert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Die frühere Gouverneurin von South Dakota galt als Aushängeschild für Trumps harte Einwanderungspolitik. Doch dann geriet sie massiv unter Druck: Bei Abschiebeaktionen in Minneapolis kamen zwei Menschen durch Schüsse von Beamten ums Leben. Parallel dazu sorgte Noem mit einer 220 Millionen Dollar teuren Werbekampagne für Empörung – in der sie sich selbst in Szene setzte, etwa hoch zu Ross vor dem Mount Rushmore.
Zusätzlich kursierten Gerüchte über eine Affäre mit ihrem inoffiziellen Stabschef Corey Lewandowski. Ein pikantes Detail machte die Runde: In ihrem Regierungsflugzeug soll ein Doppelbett installiert gewesen sein. Die Kombination aus politischem Versagen und persönlichen Skandalen besiegelte schließlich ihr Aus.
Kündigung kurz vor geplantem Auftritt
Noch dramatischer verlief das Ende von Justizministerin Pam Bondi (60). Der berüchtigte "Du bist gefeuert!"-Anruf erreichte sie nur wenige Minuten, bevor sie eine Rede halten sollte. Ihr Scheitern hatte einen konkreten Auslöser: das Durcheinander bei der Veröffentlichung der Unterlagen zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.
Doch auch Trumps wachsende Unzufriedenheit spielte eine Rolle. Mehrere Gerichtsverfahren gegen politische Widersacher des Präsidenten waren gescheitert – darunter Prozesse gegen den ehemaligen FBI-Direktor James Comey (65) und New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James (67). Diese Niederlagen lastete Trump offenbar seiner Justizministerin an. Für Bondi kam das abrupte Ende ihrer Amtszeit völlig überraschend.
Gabbard widersprach Trump öffentlich – jetzt wackelt ihr Posten
Nach dem Abgang des Frauen-Trios richtet sich der Blick auf weitere Kabinettsmitglieder. Besonders gefährdet erscheint Tulsi Gabbard, die als Direktorin der nationalen Geheimdienste fungiert. Sie hatte dem Präsidenten öffentlich widersprochen, als es um die Einschätzung ging, ob der Iran eine unmittelbare Gefahr darstelle. Selbst im engsten Kreis herrscht Nervosität. Als Trump einmal die negative Medienberichterstattung kritisierte, fragte er scherzhaft, ob Pressesprecherin Karoline Leavitt gehen müsse. Diese reagierte mit verlegenem Lächeln.
Die aktuelle Entlassungswelle erinnert an Trumps erste Amtszeit. Damals wechselte er innerhalb von 15 Monaten rund ein Dutzend Spitzenkräfte aus. Kommunikationschef Anthony Scaramucci hielt sich legendäre zehn Tage. In Washington sprach man vom "Drehtür-Effekt".
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