Donald Trump: Er wird sie alle zerstören - Insider warnt vor Trumps Machtplan
Verfolgt Donald Trump einen düsteren Machtplan? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Von news.de-Redakteurin Anika Bube
22.04.2026 09.40
- Journalist Michael Wolff glaubt: Trump will Macht über Republikaner behalten
- Er könnte eigene Kandidaten gezielt scheitern lassen
- Selbst Sohn Donald Trump Jr. wird als möglicher Erbe diskutiert
Der Journalist Michael Wolff, bekannt für sein Trump-Enthüllungsbuch "Fire and Fury", hat eine provokante These zur politischen Zukunft des US-Präsidenten aufgestellt. Im Podcast "Inside Trump's Head" argumentiert Wolff, dass Trump nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit keineswegs bereit sei, seine Macht abzugeben.
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Machtplan enthüllt: Donald Trump würde eigene Partei opfern
Laut Wolff würde Trump eher einen Sieg der Demokraten in Kauf nehmen, als seine Vormachtsstellung an einen republikanischen Nachfolger zu verlieren. "Er wird jeden, der versucht, die Nominierung zu bekommen, behindern", erklärte Wolff im Gespräch mit Co-Moderatorin Joanna Coles. Der jeweilige Kandidat werde dann untergraben, verliere und Trump könne sich erneut als Retter der Partei inszenieren. Als möglichen Erben seiner politischen Dynastie bringt Wolff ausgerechnet Donald Trump Jr. ins Spiel – trotz erheblicher Vorbehalte gegenüber dessen Fähigkeiten.
"Gibt mir Schauer!" Vernichtendes Urteil über möglichen Trump-Nachfolger
Über Trumps ältesten Sohn fällt Wolff ein denkbar hartes Urteil. "Er hat sein Leben als Lakai seines Vaters verbracht", sagte der Journalist im Podcast. Don Jr. habe in einem Geschäft gearbeitet, das "von sehr geringer Bedeutung" sei – außer um seinen Vater zu unterstützen. "Gibt mir Schauer", fügte Wolff hinzu. Dennoch könnte Don Jr. allein durch seinen Bekanntheitsgrad an die Spitze des Kandidatenfeldes gelangen, räumt Wolff ein. Die anderen Trump-Kinder hätten sich bereits aus dem Rennen genommen: Ivanka habe sich zurückgezogen und Tiffany sei vor allem darauf bedacht, auf möglichst vielen Fotos zu erscheinen. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn beschreibt Wolff als zutiefst gestört. Trump spreche regelmäßig abfällig über seine Kinder – auch über Don Jr. Eine seiner wiederkehrenden Bemerkungen laut Wolff: "Ich bereue wirklich, dass ich ihm meinen Namen gegeben habe."
Mar-a-Lago als Machtzentrale für Donald Trump ohne Amt
Wolffs Analyse zufolge hat Trump bereits einen klaren Plan für die Zeit nach dem Weißen Haus. Der US-Präsident wolle nach Mar-a-Lago zurückkehren. Aber nicht als Ruheständler, sondern als unangefochtener Kopf der Republikaner. "Er hat das in seinem Mar-a-Lago-Interregnum wirklich genossen", erklärte Wolff mit Blick auf die Jahre zwischen Trumps erster und zweiter Amtszeit. Das ideale Szenario aus Trumps Sicht: Republikaner pilgern weiterhin zu ihm, um ihm zu huldigen. Seine Aussagen bleiben die maßgeblichen Stimmen der Partei. Und er kann jeden demokratischen US-Präsidenten nach Belieben attackieren. "Irgendwann stirbt er als glücklicher Mann", so Wolff.
Doch dieses Arrangement funktioniere nur unter einer Bedingung: Kein Republikaner darf ins Weiße Haus einziehen. Ein republikanischer Präsident würde Trump automatisch als Parteichef ablösen. Ein Szenario, das der 79-Jährige laut Wolff unter allen Umständen verhindern will.
Kandidatenkarussell der Trump-Abhängigen
Die Liste potenzieller Trump-Nachfolger liest sich laut Wolff und Coles wie ein Verzeichnis der Unselbstständigkeit. JD Vance, mit 41 Jahren eigentlich als Kronprinz positioniert, wirke "tragisch", denn Trump werde höchstwahrscheinlich niemandem erlauben, sein Erbe anzutreten. Der Vizepräsident erscheine bei öffentlichen Auftritten oft hilflos und durchschaubar in seinem Bemühen, es allen recht zu machen.
Marco Rubio fehle die MAGA-Basis, die für republikanische Vorwahlen unverzichtbar sei. Selbst wenn Trump ihn unterstützen würde, "würde er ihm trotzdem ins Herz stechen", mutmaßt Coles. Tucker Carlson wiederum bringe zwar Medienpräsenz mit, habe aber keinerlei Regierungserfahrung. Das verbindende Element aller Kandidaten: Sie sind auf Trumps Segen angewiesen. Einen Segen, den er strategisch verweigern dürfte. Trump spiele die Anwärter bereits gegeneinander aus, etwa indem er Rubio Aufgaben übertrage, an denen Vance gescheitert sei.
Republikaner zwischen Loyalität und Selbsterhaltung
Wolffs Gesamtbild zeigt eine Republikanische Partei in einem fundamentalen Dilemma. Der Kampf um die Nachfolge werde sich ausschließlich um die MAGA-Basis drehen. Eine Wählerschaft, die möglicherweise nicht mehr groß genug sei, um nationale Wahlen zu gewinnen. Gleichzeitig bleibe Trumps Segen unverzichtbar, könne sich aber jederzeit als vergiftetes Geschenk erweisen. Die Logik hinter Trumps Strategie sei dabei erschreckend einfach, so Wolff: Jeden Nominierungskandidaten behindern, dann untergraben, bis dieser verliert. Ein Demokrat zieht ins Weiße Haus ein und Trump bleibt der "künftige Präsident" im Wartestand. "Es wird nicht schön werden", prognostiziert Wolff für die kommenden Jahre. Die Partei schwanke zwischen persönlicher Treue zu Trump und dem eigenen politischen Überleben. Beides gleichzeitig zu erreichen, erscheint nach Wolffs Analyse nahezu unmöglich.
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