J.D. Vance: Vance stürzt ab - Trump-Vize bangt plötzlich um seine Karriere
J.D. Vance immer unbeliebter: Ist seine politische Karriere in Gefahr? Bild: picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
14.04.2026 12.52
- Zustimmungswerte von J.D. Vance brechen laut Datenanalyse um 21 Prozentpunkte ein
- Streit über Iran-Politik und gescheiterte Auslandseinsätze setzen den US-Vizepräsidenten unter Druck
- Auch im Trump-Lager wachsen laut Berichten die Zweifel an seiner politischen Zukunft
Die politische Zukunft von J.D. Vance verdüstert sich zusehends. Wie CNN-Datenanalyst Harry Enten am Montag gegenüber "Daily Beast" berichtete, sind die Zustimmungswerte des US-Vizepräsidenten seit Januar 2025 um 21 Prozentpunkte eingebrochen. Damit zählt der 41-Jährige zu den unbeliebtesten Vizepräsidenten in der modernen Geschichte der USA zu diesem Zeitpunkt einer Amtszeit.
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J.D. Vance im Sinkflug: Trump-Vize bangt plötzlich um seine politische Zukunft
"Für JD Vance läuft es gerade überhaupt nicht gut", kommentierte Enten die Entwicklung. Der Vizepräsident werde gemeinsam mit dem Präsidenten nach unten gezogen. Laut einem Bericht von "Zeteo" wächst im engsten Umfeld Trumps die Sorge, dass dessen sinkende Beliebtheitswerte auch Vances Karriere gefährden könnten. "Trump bricht ein und er wird JD wahrscheinlich mit sich in den Abgrund reißen, sofern es nicht zu einer Kurskorrektur kommt", erklärt ein Trump-Insider gegenüber dem Medium.
Streit im Weißen Haus: Vance gegen Iran-Kurs
Schuld an Vances jüngstem Umfrage-Absturz sei vor allem der Iran-Konflikt, heißt es. Wie die "New York Times" berichtet, war Vance im Weißen Haus offenbar die einzige Stimme, die sich gegen einen umfassenden Militärschlag aussprach.
Der Angriff, der Ende Februar gemeinsam mit Israel gestartet wurde – ohne Zustimmung des US-Kongresses –, sorgte intern für heftige Spannungen. Vance soll die Operation als "massive Ressourcenverschwendung" und "enorm teuer" bezeichnet haben. Damit stellte er sich offen gegen den Kurs seines eigenen Präsidenten.
Gescheiterte Friedensmission in Pakistan
Die Rolle des öffentlichen Verteidigers einer Politik, die er intern ablehnte, wurde für Vance zur Belastungsprobe. Während die Opferzahlen im Ausland stiegen und die Benzinpreise in den USA in die Höhe schossen, musste er den Kurs der Regierung rechtfertigen.
Zusätzlich scheiterte eine diplomatische Mission: Vance reiste nach Pakistan, um dort Friedensverhandlungen mit dem Iran zu führen. "Wir freuen uns auf die Verhandlungen. Ich denke, es wird positiv verlaufen", hatte er vor dem Gipfel erklärt. Die Gespräche brachen jedoch ergebnislos zusammen.
Orbáns Niederlage als weiterer Rückschlag
Auch eine andere Mission endete für Vance unglücklich: Trump hatte ihn vergangene Woche nach Europa entsandt, um Ungarns Regierungschef Viktor Orbán den Rücken zu stärken. Am Sonntag verlor der langjährige Machthaber nach 16 Jahren an der Spitze die Wahl – sein Herausforderer Péter Magyar errang einen deutlichen Sieg.
Auch Trump soll unzufrieden mit Vance sein
Als der frühere Senator aus Ohio im vergangenen Jahr das Amt des Vizepräsidenten übernahm, gehörte er zu den jüngsten und unerfahrensten Amtsinhabern in dieser Position. Mittlerweile soll auch Trump selbst zunehmend unzufrieden mit seinem Stellvertreter sein. Das Weiße Haus und Vances Büro reagierten nicht auf Anfragen zu den Berichten.
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