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Donald Trump: Lage immer dramatischer - US-Präsident droht "historischer Kollaps"

Donald Trump verliert weiter in der Wählergunst. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump kann dramatischen Absturz nicht stoppen
  • Politische Beobachter sprechen von "historischem Kollaps" bei Donald Trump
  • Donald Trump: Mehrheit sieht Iran-Krieg als Desaster ohne Strategie
  • Wirtschaftsfrust und steigende Benzinpreise belasten Donald Trump

Es sind alarmierende Zahlen. US-Präsident Donald Trump erlebt einen beispiellosen Absturz in der Wählergunst seiner treuesten Anhängerschaft. Eine aktuelle Erhebung von CBS News und YouGov offenbart einen dramatischen Stimmungswandel bei weißen Amerikanern ohne Hochschulabschluss - jener Gruppe, die traditionell den Kern seiner politischen Basis bildete.

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Donald Trump kann dramatischen Absturz nicht stoppen

Die zwischen dem 8. und 10. April durchgeführte Befragung dokumentiert einen Einbruch von historischem Ausmaß. An der repräsentativen Erhebung nahmen 2.387 erwachsene Amerikaner teil. Während Trump bei dieser für ihn wichtigen Wählergruppe im Februar 2025 noch einen Vorsprung von 36 Prozentpunkten verzeichnete, rutschte dieser Wert auf minus 4 Punkte ab. Der Verlust von 40 Punkten innerhalb weniger Wochen entsetzt politische Beobachter.

Politische Beobachter sprechen von "historischem Kollaps" bei Donald Trump

Die Umfrageergebnisse lösten in sozialen Medien heftige Reaktionen aus.

  • Robert Barnes, ein Anwalt für Verfassungsrecht, konstatierte auf der Plattform X vor seinen knapp 370.000 Followern einen "historischen Kollaps bei seiner ursprünglichen Basis: den Arbeiterwählern".
  • Neera Tanden, Strategin der Demokraten und frühere Regierungsbeamtin unter Biden, sieht in den Zahlen weitreichendere Konsequenzen. "Das ist der Beginn einer Partei-Neuausrichtung", schrieb sie an ihre über 330.000 Follower.
  • Die politische Aktivistin Amy Siskind betonte gegenüber ihren mehr als 445.000 Followern schlicht die Dimension: "40 PUNKTE SCHWANKUNG!"

Donald Trump: Mehrheit sieht Iran-Krieg als Desaster ohne Strategie

Der militärische Konflikt mit dem Iran entwickelt sich zum massiven Belastungsfaktor für Trumps Popularität. Die Umfrage zeigt, dass 64 Prozent der Befragten mit seinem Krisenmanagement unzufrieden sind. Noch gravierender: 62 Prozent attestieren dem Präsidenten das Fehlen einer klaren Strategie für die militärische Auseinandersetzung.

Die Amerikaner vermissen konkrete Erfolge bei den erklärten Kriegszielen. 57 Prozent gaben an, die Straße von Hormus sei noch nicht wieder geöffnet worden, lediglich neun Prozent sahen dieses Ziel als erreicht an. 58 Prozent verneinten eine Befreiung der iranischen Bevölkerung, 49 Prozent bezweifelten einen dauerhaften Stopp des Atomprogramms.

Besonders alarmierend aus Sicht des Weißen Hauses: 59 Prozent der Befragten bewerten den Kriegsverlauf als sehr oder eher schlecht für die Vereinigten Staaten. Zwei Drittel kritisieren zudem, die Regierung habe die amerikanischen Ziele im Konflikt nicht wirksam kommuniziert.

Wirtschaftsfrust und steigende Benzinpreise belasten Donald Trump

Die wirtschaftliche Lage unter Trumps zweiter Amtszeit verschärft die Unzufriedenheit der Bevölkerung zusätzlich. 63 Prozent der Befragten beschreiben den Zustand der amerikanischen Wirtschaft als schlecht. Die durch den Iran-Konflikt ausgelösten steigenden Treibstoffpreise belasten nach eigenen Angaben 51 Prozent der Amerikaner finanziell erheblich.

In der Gesamtbewertung seiner Präsidentschaft zeigt sich Trump mit verheerenden Zahlen konfrontiert. 61 Prozent der Befragten missbilligen seine Amtsführung, während lediglich 39 Prozent zustimmen.

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