Wirbel um Stephen Miller: Trumps Stabschef verspottet – alter Weltkriegs-Post holt ihn brutal ein
Seit Januar 2025 ist Stephen Miller stellvertretender Stabschef im Weißen Haus. Bild: picture alliance / Evan Vucci/AP/dpa | Evan Vucci
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster
10.04.2026 11.12
- Alter Post von Stephen Miller über angeblichen "3. Weltkrieg" geht erneut viral
- Netz reagiert mit Spott, Häme und scharfer Kritik
- Diskussion trifft auf neue Debatte über mögliche Militärregistrierung in den USA
Ein alter X-Post von Trump-Berater Stephen Miller sorgt erneut für Aufsehen im Netz – und vor allem für jede Menge Spott. In sozialen Medien wird der Beitrag wieder verbreitet und von Nutzern mit bissigen Kommentaren versehen. Besonders eine drastische Warnung vor einem angeblich bevorstehenden "3. Weltkrieg" wird heute als überzogen und politisch zugespitzt bewertet – und entwickelt sich im Netz zum viralen Meme.
Trump-Berater Stephen Miller im Fokus: Alter "3. Weltkrieg"-Post sorgt für neuen Shitstorm
Auslöser für den Spott ist ein Screenshot von Millers altem Post, der nun erneut für Aufsehen sorgt. Stephen Miller, heute stellvertretender Stabschef im Weißen Haus, veröffentlichte im April 2024 tatsächlich eine Warnung an junge amerikanische Männer. In seinem Tweet forderte er sie auf, für Donald Trump zu stimmen, wenn sie nicht für einen "Dritten Weltkrieg" unter Kamala Harris und Cheney eingezogen werden wollten. Wörtlich erklärte Miller damals:"Wenn junge Männer nicht eingezogen werden wollen, um in Kamalas und Cheneys Drittem Weltkrieg zu kämpfen, sollten sie besser rausgehen und für Trump stimmen."
"So schlecht gealtert wie er selbst" – Netz-User rechnen gnadenlos mit Miller ab
Der Post wird im Netz nun in einen völlig neuen Kontext gestellt – und als Beispiel für politische Zuspitzung und Übertreibung diskutiert. Viele Nutzer kommentieren den wieder aufgetauchten Post mit Spott und Ironie. Besonders häufig taucht dabei der Vorwurf auf, der Beitrag habe sich im Nachhinein selbst widerlegt oder wirke heute grotesk überzeichnet. Andere Netz-User werden noch deutlicher und greifen Miller direkt an:
- Ein Netz-User erklärte spöttisch: "Dieser Stephen-Miller-Tweet ist gealtert wie Stephen Miller".
- In einem anderen Post heißt es: "Diese Republikaner – Lügen und Korruption sind ihre Spezialität."
- Ein anderer Kritiker wird noch deutlicher: "Miller ist so böse, dass selbst Satan ihn nicht haben will."
- Ein anderer poltert: "Stephen Miller ist ein rassistisches Schwein"
Darum erhält der alte Miller-Post unerwartet Aktualität
Der damalige Wahlkampf-Post erhält nun unerwartete Aktualität. Inmitten des Iran-Konflikts plant die US-Regierung offenbar eine automatische Registrierung wehrfähiger Männer für den Militärdienst ab Dezember dieses Jahres. Demnach sollen wehrfähige Männer automatisch in die Einberufungsdatenbank aufgenommen werden.
Seit 1973 basiert der Militärdienst in den Vereinigten Staaten auf Freiwilligkeit. Eine tatsächliche Einberufung hat die Regierung seit dem Vietnamkrieg nicht mehr durchgeführt. Das sogenannte Selective Service System verwaltet jedoch weiterhin eine Datenbank aller potenziell wehrpflichtigen Amerikaner – und diese soll nun erweitert werden.
Weißes Haus schließt Einberufung nicht aus
Auf Nachfragen zu möglichen Einberufungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt äußerte sich Pressesprecherin Karoline Leavitt im März. Eine Wehrpflicht gehöre derzeit nicht zu den Plänen, erklärte sie. Allerdings halte Präsident Trump "weise alle Optionen offen".
Das Selective Service System könnte im Ernstfall reaktiviert werden. Bereits 1980 legte der damalige Präsident Jimmy Carter fest, dass die Behörde bei einem "nationalen Notfall" Personal für das Verteidigungsministerium bereitstellen könnte. Voraussetzung dafür wäre die Genehmigung durch Präsident und Kongress.
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