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Donald Trump: "Blutrünstig und verdorben" - verstörender Trump-Post sorgt für Entsetzen 

Donald Trump teilt ein verstörendes Video und löst damit eine Debatte über politische Instrumentalisierung aus. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump verbreitet schockierendes Gewaltvideo – und nutzt es für politische Angriffe
  • Heftige Attacken auf Joe Biden, Demokraten und Richter wegen Einwanderungspolitik
  • Kritiker werfen Trump gezielte Eskalation und rassistische Rhetorik vor

Ein Video, das viele nicht sehen wollen – und ein Präsident, der es trotzdem teilt: Donald Trump sorgt mit einem brutalen Clip aus Florida für Entsetzen. Während er selbst vor den Bildern warnt, nutzt er sie gleichzeitig für eine gnadenlose Abrechnung mit politischen Gegnern. Die Reaktionen: heftig, wütend, alarmiert.

Weitere Nachrichten zu Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.

Trump verbreitet Gewaltvideo – und warnt gleichzeitig davor

US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social ein verstörendes Video veröffentlicht, das offenbar eine tödliche Attacke auf eine Frau an einer Tankstelle in Florida zeigt. Nach Darstellung Trumps soll der mutmaßliche Täter ein Haitianer mit sogenanntem Temporary Protected Status sein.

Der Präsident selbst bezeichnete die Aufnahmen als "eines der grausamsten Dinge, die man je sehen wird" und warnte ausdrücklich davor, sie anzuschauen. Dennoch habe er sich verpflichtet gefühlt, das Video öffentlich zu machen.

Scharfe Attacken auf Biden und Demokraten

Parallel nutzte Trump den Vorfall für massive politische Angriffe. Seinen Vorgänger Joe Biden bezeichnete er als "schlechtesten Präsidenten der Geschichte". Den Demokraten im Kongress gab er eine Mitschuld an der Tat, da sie für die Einreise des mutmaßlichen Täters verantwortlich seien. Trump schrieb, die "brutale Tötung" sei ein Beispiel für das Versagen der aktuellen und früheren Einwanderungspolitik.

Kritik am Einwanderungsprogramm und Justiz

Im Zentrum seiner Kritik steht dasTemporary-Protected-Status-Programm. Trump sprach von einem System, das "massiv missbraucht und betrügerisch" sei, und kündigte an, es beenden zu wollen.

Zugleich griff er Bundesrichter frontal an. Diese "verwirrten liberalen Bezirksrichter" würden seine politischen Maßnahmen blockieren. Der Mordfall müsse ausreichen, damit diese "radikalen Richter" ihre Haltung überdenken, forderte Trump.

Harte Worte und drastische "Dritte Welt"-Rhetorik

In seinem Beitrag verschärfte Trump den Ton weiter. Er erklärte, die USA seien unter Biden zu einer "Müllhalde" geworden, in die Millionen von "Kriminellen, Verrückten und Geisteskranken" eingereist seien.

Besonders umstritten ist seine Aussage: "Wenn man die Dritte Welt importiert, wird man zur Dritten Welt." Gleichzeitig versprach er verstärkte Abschiebungen und warnte davor, dass Demokraten im Falle eines Wahlsiegs die Grenzen erneut öffnen würden. Am Ende seines Posts rief Trump zu Gebeten für die Familie des Opfers auf und kündigte "schnelle und strenge Justiz" an.

Trump in der Kritik: Vorwürfe von Rassismus und Eskalation

Die Veröffentlichung des Videos und die begleitende Rhetorik lösten sofort massive Kritik aus. Der Migrationsexperte Aaron Reichlin-Melnick sprach davon, dass dies "im Grunde Breitbarts alte 'Black Crime'-Rubrik als offizielle Regierungspolitik" sei. Er zog einen drastischen historischen Vergleich und erklärte, seit der Präsidentschaft von Woodrow Wilson habe es keine derart offen rassistische Regierung gegeben.

Auch andere Stimmen wurden deutlich: Die politische Kommentatorin Polly Sigh bezeichnete Trump als "enthemmt, blutrünstig und verdorben".Der Autor Mike Rothschild kommentierte sarkastisch und spielte auf frühere politische Skandale an. In einem X-Post merkte er an, dass Jimmy Carters Präsidentschaft einst durch das Tragen eines Pullovers im Fernsehen ruiniert worden sei.

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/fka/news.de

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