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Donald Trump: "Er ist das Problem" - rechtsextremer Podcaster rechnet mit "The Don" ab

Ein rechtsextremer Trump-Unterstützer wendet sich gegen den US-Präsidenten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Trumps ehemaliger rechtsextremer Unterstützer Nick Fuentes giftet gegen den US-Präsidenten
  • Trump drohte dem Iran: Fuentes bezeichnet den Republikaner als "verdorben"

Der selbsternannte weiße Nationalist Nick Fuentes hat sich in einer bemerkenswerten Kehrtwende gegen US-Präsident Donald Trump gewandt. In der jüngsten Ausgabe seines Podcasts "America First" (7. April) rechnete der rechtsextreme Podcaster mit dem US-Präsidenten ab.

"Ein völlig hohler und verdorbener Mensch": Fuentes giftet gegen Trump

"Und dann erkennst du, dass Trump böse ist", erklärte Fuentes in der neuen Folge. Der Präsident sei nicht etwa schlecht beraten oder von illoyalen Mitarbeitern umgeben. "Er ist das Problem. Er war schon immer das Problem", so der rechtsextreme Kommentator weiter. Trump sei "ein völlig hohler und verdorbener Mensch" in seinem Kern.

Kriegsdrohungen an Ostern: rechtsextremer Ex-Unterstützer fassungslos

Auslöser für Fuentes' Wutausbruch war eine Nachricht, die Trump am Ostersonntag auf seiner Plattform Truth Social veröffentlicht hatte. Darin drohte der Präsident dem Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken. "Dienstag wird der Tag der Kraftwerke und Brücken sein, alles zusammen im Iran", zitierte Fuentes den Präsidenten. Trump habe den Iran aufgefordert, die Straße von Hormus zu öffnen, andernfalls werde das Land "in der Hölle leben". Für Fuentes war besonders der Zeitpunkt der Drohung inakzeptabel. "Es ist Ostersonntag. Es ist buchstäblich der heiligste Tag des Jahres, und das ist es, was du postest?", empörte er sich.

Fuentes kritisiert Trumps Iran-Krieg ohne Plan

Fuentes' Kritik geht jedoch weit über den unpassenden Zeitpunkt hinaus. Der rechtsextreme Podcaster warf Trump vor, einen Krieg ohne jegliche Rechtfertigung zu führen. "Es ist schlimm genug, dass wir uns in einem Krieg im Iran befinden, ohne einen Grund, ohne einen Plan B, ohne Ausstiegsstrategie, ohne Plan", kritisierte er.

Fuentes wütete weiter. Er behauptete, der Konflikt werde im Interesse Israels geführt und die amerikanische Öffentlichkeit werde darüber belogen. Während Amerikaner sterben würden, zeige sich Trump völlig gleichgültig. Fuentes ist nicht der Einzige, der sich gegen ihn wendet. Republikaner und Demokraten kritisieren ihn für seine Drohungen.

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/ife/news.de/stg

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