Donald Trump: Neue Trump-Fotos heizen Gerüchte an - was verschweigt das Weiße Haus?
US-Präsident Donald Trump erreicht das Weiße Haus nach einem Besuch im Trump National Golf Club. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Erstellt von Anika Bube
06.04.2026 09.57
- Donald Trump war tagelang verschwunden: Keine öffentlichen Auftritte nach seiner Iran-Ansprache
- US-Präsident auf dem Weg zum Golfplatz fotografiert
- Pflaster an der Hand und Gerüchte um seine Gesundheit sorgen weiter für Wirbel
Nachdem Donald Trump tagelang von der Bildfläche verschwunden war, zeigte sich der US-Präsident am Ostersonntag (05.04.2026) erstmals wieder in der Öffentlichkeit - und löste sofort neue Spekulationen aus. Der 79-Jährige wurde bei seiner Rückkehr von seinem Golfclub in Sterling im Bundesstaat Virginia fotografiert. Brisant daran: Seit seiner Fernsehansprache zum Iran-Konflikt am vergangenen Mittwoch hatte Trump keinen öffentlichen Auftritt mehr absolviert. In Washington ist das selbst für einen Präsidenten mit unberechenbarem Kommunikationsstil ungewöhnlich.
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Gesundheitsgerüchte um Donald Trump: Warum seine Abwesenheit so viele Fragen aufwarf
Vor allem ein auffällig leerer Terminkalender am Samstag hatte die Spekulationen um seine Gesundheit weiter angeheizt. In sozialen Netzwerken machten schnell unbelegte Behauptungen über eine schwere Erkrankung die Runde. Besonders heftig diskutiert wurde die Frage, warum der Präsident nach seiner Iran-Ansprache plötzlich komplett aus der Öffentlichkeit verschwunden war. Öl ins Feuer goss dabei ein weiterer Umstand: Trump ließ sich auch am Osterwochenende nicht bei klassischen öffentlichen Pflichtterminen blicken, obwohl genau das politisch normalerweise erwartet worden wäre. Gerade an einem Feiertag wie Ostern, an dem US-Präsidenten traditionell Nähe, Glauben und Stabilität demonstrieren, wirkte Trumps Abtauchen für viele Beobachter umso auffälliger.
Golf statt Gottesdienst: Trumps Oster-Entscheidung sorgt für Stirnrunzeln
Besonders bemerkenswert war deshalb nicht nur, dass Trump wieder auftauchte, sondern wo. Statt einen der Ostergottesdienste in der St. John's Episcopal Church in Washington zu besuchen, entschied sich der US-Präsident für einen ganz anderen Feiertagsplan: eine ausgedehnte Fahrt durch Washington und anschließend ein Besuch auf seinem Golfplatz. Das Gotteshaus gilt als die berühmte "Kirche der Präsidenten" und wird von Trump eigentlich regelmäßig besucht. Umso auffälliger wirkte sein Fernbleiben am wichtigsten christlichen Feiertag des Jahres. Während in der Kirche Ostergottesdienste stattfanden, zog es den Präsidenten also lieber aufs Grün. Und das blieb nicht unbemerkt.
Im Weißen Haus war die Nervosität über die Gerüchteküche offenbar deutlich spürbar. Nachdem Spekulationen über einen angeblichen Krankenhausaufenthalt im Walter Reed Medical Center kursierten, reagierte die Trump-Regierung am Wochenende mit ungewöhnlich scharfen Worten. Der unabhängige Journalist Aaron Rupar hatte auf X darauf hingewiesen, dass Trump seit Mittwoch nicht mehr öffentlich gesehen worden sei. Die Reaktion des offiziellen Rapid-Response-Accounts fiel daraufhin erstaunlich aggressiv aus: "Nein, du bist einfach ein kranker Freak, Aaron." Eine Wortwahl, die selbst für das politisch aufgeheizte Klima in Washington bemerkenswert war. Kommunikationsdirektor Steven Cheung versuchte anschließend, die Situation wieder einzufangen – allerdings ohne direkt auf die Gerüchte einzugehen. Stattdessen erklärte er: "Es hat nie einen Präsidenten gegeben, der härter für das amerikanische Volk gearbeitet hat als Präsident Trump." Auch Sprecher Davis Ingle legte gegenüber "The Daily Beast" nach und bezeichnete Trump als "den schärfsten, zugänglichsten und energischsten Präsidenten der amerikanischen Geschichte". Kurz gesagt: Statt medizinischer Klarheit gab es aus dem Weißen Haus vor allem verbale Gegenoffensiven.
Pflaster an der Hand: Neue Bilder von Trump sorgen für Spekulationen
Als Trump am Ostersonntag wieder fotografiert wurde, fiel Beobachtern sofort ein Detail auf: zwei Pflaster an seiner rechten Hand. Eines saß am Daumen, eines am Zeigefinger. Zudem wirkte der Handrücken leicht verfärbt. Beobachter gehen davon aus, dass dort Make-up verwendet wurde, um einen bereits bekannten Bluterguss optisch abzudecken. Und genau das ließ im Netz sofort die nächste Debatte losgehen. Denn es ist nicht das erste Mal, dass Trump mit auffälligen Pflastern an der rechten Hand auftaucht. Bereits im Dezember hatte er über mehrere Tage Pflaster an derselben Hand getragen. Auch während eines Golfaufenthalts in Schottland im vergangenen Juli waren sogar vier Pflaster an verschiedenen Fingern zu sehen.
Chronischer Bluterguss bei Trump? Das steckt laut Bericht hinter den Handverletzungen
Für das Weiße Haus ist das Thema nicht neu. Pressesprecherin Karoline Leavitt hatte in der Vergangenheit erklärt, der Präsident schüttle "ständig Hände". Ein ärztlicher Bericht aus dem Juli führte die wiederkehrenden Blutergüsse außerdem auf eine chronische venöse Insuffizienz sowie auf Trumps Aspirin-Konsum zurück. Besonders bemerkenswert: Gegenüber dem "Wall Street Journal" hatte Trump angegeben, seit rund 25 Jahren täglich 325 Milligramm Aspirin einzunehmen – also deutlich mehr als die übliche Dosis zur Herzprävention. Allein dadurch erklärt sich zwar nicht jede Spekulation im Netz. Es zeigt aber, warum neue Bilder seiner Hände jedes Mal sofort politische Wellen schlagen.
Donald Trumps erster öffentlicher Auftritt seit seiner Iran-Ansprache sollte wohl vor allem eines zeigen – dass er da ist. Doch genau dieser Auftritt hat nicht für Beruhigung gesorgt, sondern für neue Diskussionen. Warum verschwand Trump so lange? Warum ausgerechnet Golf statt Gottesdienst? Und warum bleibt das Weiße Haus bei heiklen Fragen so aggressiv ausweichend? Sicher ist nur: Mit seinem Oster-Comeback hat Trump die Gerüchte nicht beendet, sondern eher auf die nächste Stufe gehoben.
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