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Alex Jones: Er spricht von geistigem Verfall - Trump-Verbündeter lässt "The Don" fallen 

Der rechte Verschwörungstheoretiker Alex Jones wendet sich von Donald Trump ab. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Briana Sanchez/American-Statesma

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  • Donald Trump abserviert: Verbündeter wendet sich von ihm ab
  • Rechter Verschwörungstheoretiker spekuliert über Trump-Gesundheit
  • Trump-Verbündeter mit Milliardenklagen nach Sandy Hook-Kontroverse
  • Alex Jones: Vom glühenden Trump-Unterstützer zum scharfen Kritiker

Der rechtsextreme Verschwörungstheoretiker Alex Jones hat seine Anhänger in drastischen Worten dazu aufgerufen, US-Präsident Donald Trump fallen zu lassen. In einer Videobotschaft argumentiert der kontroverse Webcaster, dass der Präsident eindeutige Symptome einer mentalen und physischen Verschlechterung aufweise.

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Donald Trump abserviert: Verbündeter wendet sich von ihm ab

Der Aufruf des InfoWars-Kopfes markiert einen bemerkenswerten Bruch mit seinem ehemaligen Verbündeten. Statt weiter an Trump festzuhalten, fordert Jones seine Gefolgschaft nun auf, den politischen Kampf gegen die Demokraten ohne den US-Präsidenten fortzuführen. Das entsprechende Videomaterial wurde zunächst vom liberalen "Meidas Touch"-Netzwerk veröffentlicht.

Rechter Verschwörungstheoretiker spekuliert über Trump-Gesundheit und geistigen Verfall

Die Aussagen des ehemaligen Trump-Verfechters im Überblick:

  • "Wenn Ihre Knöchel auf die dreifache Größe anschwellen, bedeutet das Herzversagen", mutmaßte Jones in dem Clip über Donald Trumps Gesundheitszustand.
  • "Und er sieht krank aus. Und er faselt, und es klingt, als würde es dem Gehirn nicht besonders gut gehen. Also lassen wir Trump einfach fallen und mobilisieren gegen die Demokraten", erklärte er weiter.

Beweise für seine Beobachtungen legte Jones nicht vor. Mehr als persönliche Mutmaßungen sind es nicht.

Trump-Verbündeter bekommt Milliardenklagen nach Sandy Hook-Kontroverse

Alex Jones hat sich über Jahre hinweg als polarisierende Gestalt der extremen Rechten etabliert. Mit seinem InfoWars-Netzwerk verbreitet er seit Langem die Vorstellung eines Kampfes gegen eine "satanische neue Weltordnung", die angeblich "globale Kontrolle" ausübe.

  • Seine Aktivitäten führten zu schwerwiegenden rechtlichen Konsequenzen. Jahrelang befand sich Jones in einem Rechtsstreit im Milliarden-Dollar-Bereich. Die Klagen stammten von Familien der Opfer des Amoklaufs an der Sandy Hook Elementary School.
  • Jones hatte öffentlich behauptet, die Schultragödie sei nur inszeniert gewesen.

Alex Jones: Vom glühenden Trump-Unterstützer zum scharfen Kritiker

Obwohl Jones über lange Zeit ein entschiedener Befürworter Trumps war, hat sich seine Haltung in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt. Auf verschiedenen Ebenen ist der Webcaster mittlerweile ernüchtert von der MAGA-Bewegung. Die einstige Begeisterung für Trump ist einer fundamentalen Kritik gewichen.

  • Als Hauptgrund für seinen Sinneswandel führt Jones den Vorwurf an, dass sich das engere Umfeld des Präsidenten verraten habe.
  • Nach seiner Darstellung hätten sich die Berater und Vertrauten Trumps an konventionelle Republikaner mit kriegsbefürwortender Haltung verkauft.
  • Diese angebliche Annäherung an etablierte politische Kreise widerspreche den ursprünglichen Zielen der Bewegung.

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