Jared Kushner: Trump-Schwiegersohn unter Beschuss - bereichert er sich an den Ukraine-Gesprächen?
Steve Witkoff (r), Sondergesandter der Vereinigten Staaten, und Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Erstellt von Franziska Kais
22.03.2026 13.40
- Jared Kushner soll sich an Ukraine-Friedensgesprächen bereichern
- Trump-Schwiegersohn unter Beschuss
- Kushner soll mindestens 5 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital gesammelt haben
- Kushner bricht Versprechen aus dem Jahr 2024
Jared Kushner steht im Zentrum einer neuen Kongressuntersuchung. Demokraten werfen dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump vor, seine Rolle als Sondergesandter für Friedensverhandlungen im Nahen Osten sowie zwischen Russland und der Ukraine auszunutzen, um gleichzeitig Milliarden für seine private Investmentfirma einzusammeln. Darüber berichtet aktuell das US-Portal "The Daily Beast".
Weitere aktuelle Meldungen zu Donald Trump und der US-Politik finden Sie am Ende dieses Textes.
Jared Kushner soll sich an Ukraine-Friedensgesprächen bereichern
Die führenden Demokraten im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses und im Finanzausschuss des Senats haben diese Woche eine Untersuchung eingeleitet. In einem Schreiben an Kushners Firma Affinity Partners erheben sie schwere Vorwürfe: "Präsident Trump hat seinem Schwiegersohn ein beispielloses Maß an Kontrolle über die US-Außenpolitik gegeben, während dieser weiterhin von zahlreichen ausländischen Regierungen bezahlt wird."
Kassierte Kushner Milliarden von Saudi-Arabien und Golfstaaten?
Jared Kushner, Ehemann von Trumps Tochter Ivanka, bekleidet keinen offiziellen Regierungsposten, führt jedoch diplomatische Gespräche mit ausländischen Staatschefs und leitet parallel seine Investmentfirma weiter. Kushner wird vorgeworfen, mindestens fünf Milliarden Dollar an zusätzlichem ausländischem Kapital für seine Firma einwerben zu wollen – und das während er die US-Regierung bei Verhandlungen im Nahen Osten vertritt. Diese Konstellation sei "nicht nur kriminell, sondern gefährdet das Leben von Amerikanern und bedroht unsere nationale Sicherheit".
Jared Kushner bricht Versprechen aus dem Jahr 2024
Affinity Partners soll zu Beginn des Wahljahres 2024 rund drei Milliarden Dollar an ausländischen Geldern verwaltet haben. Bis Ende des Jahres stieg diese Summe auf 4,8 Milliarden Dollar an. Dabei hatte Kushner noch im Dezember 2024 öffentlich versichert, Interessenkonflikte vermeiden zu wollen. In einem Podcast-Interview erklärte er damals: "Wir müssen in den nächsten vier Jahren kein Kapital aufnehmen", um mögliche Konflikte auszuschließen.
Trump-Schwiegersohn Jared Kushner unter Beschuss
Die Demokraten sehen dieses Versprechen als gebrochen an. Laut öffentlichen Berichten und Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC habe Kushner die Gebühren, die er von ausländischen Regierungen kassiert, seit dem Amtsantritt seines Schwiegervaters im Januar 2025 sogar erhöht. Weshalb Kushner nun vorgeworfen wird, seine ausländischen Geschäftsbeziehungen während der zweiten Amtszeit Trumps nicht etwa beendet, sondern im Gegenteil ausgeweitet zu haben. Abgeordnete stellen die Frage, ob die Trump-Regierung Kushner erlaube, seinen Einfluss für persönlichen finanziellen Gewinn zu nutzen.
Auch diese Meldungen zu Donald Trump und der US-Politik könnten Sie interessieren:
- US-Präsident stellt Iran 48-Stunden-Ultimatum - sonst Zerstörung aller Kraftwerke
- Trump entsetzt mit abscheulichem "Nachruf" nach Tod von Ex-FBI-Chef
- Trump komplett von der Rolle - Reporter wegen grüner Krawatte angepöbelt
- "Dieser dreckige Trump-Abschaum" - First Lady nach harmloser Ankündigung zerrissen
- Donald Trump verstrickt sich mit Aussage in Widersprüche