Donald Trump und Jeffrey Epstein: "The Don" der Lüge überführt - diese Zeilen enthüllen die Wahrheit
Donald Trump wird die Schatten seiner Vergangenheit nicht los - immer wieder stolpert der US-Präsident über Enthüllungen aus den Jeffrey-Epstein-Akten. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Jane Barlow
Erstellt von Claudia Löwe
19.03.2026 08.51
- Donald Trump als dreister Lügner überführt
- Ungeschwärztes Dokument aus den Epstein-Akten lässt Lüge des US-Präsidenten auffliegen
- Donald Trump und Jeffrey Epstein: was vertuscht US-Justizministerin Pam Bondi?
In Donald Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident jagt eine Herausforderung die nächste: Als hätte "The Don" mit seinem Strafzoll-Chaos, dem zum handfesten Iran-Krieg eskalierten Nahost-Konflikt oder den nicht enden wollenden Gerüchten um seinen Gesundheitszustand nicht schon genug zu tun, wirft der Epstein-Skandal dem US-Präsidenten immer wieder Knüppel zwischen die Füße. Sukzessive gelangen neue Dokumente im Zusammenhang mit den 2019 im Gefängnis verstorbenen Sexualstraftäter ans Tageslicht - ein Umstand, der Donald Trump nicht in den Kram passen dürfte.
Donald Trump steckt im Epstein-Sumpf - jetzt fliegen seine Lügen auf
Denn obwohl es zahlreiche Fotos und Videoaufnahmen gibt, die Donald Trump und Jeffrey Epstein in vertrauter Zweisamkeit bei Partys und Events zeigen, behauptet der US-Republikaner weiter steif und fest, den pädophil veranlagten Multimillionär und Finanzier nur flüchtig gekannt und einst aus seinem Club Mar-a-Lago geworfen zu haben.
Von Epsteins Machenschaften - der US-Multimillionär hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem viele junge Frauen und auch Minderjährige zum Opfer fielen - will Donald Trump erst recht nichts gewusst haben. Nun steht Trump jedoch plötzlich als enttarnter Lügner da: Eine brisante E-Mail aus den Epstein-Akten belegt Trumps Lüge schwarz auf weiß.
Donald Trumps Epstein-Lüge in ungeschwärzten Dokumenten enthüllt
Das Dokument aus dem Jahr 2009 wurde, so berichtet es "The Daily Beast", vom US-Justizministerium bei der Veröffentlichung der Epstein-Unterlagen größtenteils geschwärzt. Dank dem demokratischen Abgeordneten Dan Goldman aus New York, der das Schriftstück am 18. März im Repräsentantenhaus präsentierte, ist nun die ungeschwärzte Fassung der E-Mail bekannt. Auf einer großen Tafel zeigte Goldman den vollständigen Inhalt des Schreibens - und der überführt Donald Trump der Lüge.
"The Don" behauptet, Epstein rausgeworfen zu haben - Trump-Anwalt legt die Wahrheit offen
Die E-Mail stammt von Epsteins Anwalt Jack Goldberger und fasst eine 20-minütige Telefonkonferenz zusammen. An dem Gespräch nahmen Trump, dessen Anwalt Alan Garten sowie eine Person namens "Brad" teil – vermutlich Brad Edwards, der Opfer Epsteins vertrat. Die Konferenz fand anstelle einer förmlichen Aussage statt. Auf die Frage, ob Jeffrey Epstein jemals aus Mar-a-Lago geworfen wurde, antwortete Garten laut dem Dokument: "Nein, er war kein Mitglied. Möglicherweise war er sein Gast. Wurde nie gebeten zu gehen." Ein Manager des Clubs bestätigte diese Darstellung gegenüber "Brad".
Konfrontiert mit der Behauptung von Epsteins Bruder Mark, Trump sei in dessen berüchtigtem Flugzeug geflogen, erklärte der heutige Präsident: "Ich war in vielen Flugzeugen. Könnte in seinem gewesen sein." Auch einen Besuch in Epsteins Haus schloss er nicht aus.
Donald Trump als Lügner bloßgestellt - Weißes Haus hält an falscher Schilderung fest
Die nun aufgetauchte E-Mail steht im direkten Widerspruch zu den offiziellen Stellungnahmen der Trump-Administration zur Beziehung zwischen Donald Trump und dem verstorbenen Pädophilen. Pressesprecherin Karoline Leavitt hatte wiederholt erklärt: "Präsident Trump hat nichts falsch gemacht und er hat Jeffrey Epstein aus Mar-a-Lago geworfen, weil er ein Widerling war."
Trump selbst behauptete noch im vergangenen Juli gegenüber Reportern, er habe die Verbindung zu Epstein gekappt, nachdem dieser weibliche Angestellte aus seinem exklusiven Florida-Club abgeworben habe. Der 79-jährige Präsident betonte zudem, er sei "nie" in Epsteins Flugzeug gewesen. Mitgliedschaftsunterlagen von Mar-a-Lago zeichnen jedoch ein anderes Bild. Laut den Autoren des Buches "The Grifter's Club" war Epstein bis Oktober 2007 Mitglied des Clubs – mehr als ein Jahr nach seiner Anklage wegen Prostitutionsanbahnung.
Abgeordneter attackiert US-Justizministerin: Was vertuscht Pam Bondi im Epstein-Skandal?
Der demokratische Abgeordnete Goldman erhob in seiner Rede im Repräsentantenhaus schwere Vorwürfe gegen Justizministerin Pam Bondi. Er kritisierte die Schwärzungen des Ministeriums an der E-Mail scharf und beschuldigte Trump, "seit einem Vierteljahrhundert falsche Aussagen über Jeffrey Epstein" gemacht zu haben. Goldman verwies auf den Umfang der noch unveröffentlichten Dokumente. Das Justizministerium habe sechs Millionen Epstein-Akten für eine mögliche Freigabe identifiziert, bislang jedoch nur etwa 3,5 Millionen davon offengelegt. "Wenn die Justizministerin diese Informationen vertuscht, die sie dann dem Kongress offenbart, was vertuscht sie sonst noch über Donald Trumps Verwicklung in die Epstein-Akten?", fragte Goldman. Das Justizministerium und das Weiße Haus haben sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.
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