Donald Trump: Trump will "Medien neu gestalten" - Kritiker schlagen Alarm
US-Präsident will eigenen Aussagen zufolge die US-Medien neu gestalten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
16.03.2026 10.38
- Donald Trump Medienlandschaft neu zu formen
- US-Präsident sorgt mit Social-Media-Post für Entsetzen
- Politische Beobachter reagieren alarmiert
Trump-Grafik zeigt angebliche Veränderungen in der Medienwelt
Die veröffentlichte Darstellung soll zeigen, welche Medienunternehmen und prominenten Journalisten nach Darstellung des Präsidenten bereits "verschwunden" seien oder ihren Einfluss verloren hätten, wie unter anderem das Onlineportal "Raw Story" berichtet.
Das Bild stellt die Entwicklung der Medienlandschaft aus Sicht Trumps als Erfolg seiner Politik dar. Es suggeriert, dass traditionelle Medien zunehmend an Bedeutung verlieren, während neue Plattformen und alternative Informationskanäle an Einfluss gewinnen. Solche Darstellungen sind Teil einer langjährigen Strategie Trumps, etablierte Medien als Gegner darzustellen und deren Glaubwürdigkeit infrage zu stellen.
Kritiker reagieren mit scharfer Kritik - Politikwissenschaftler zieht Putin-Vergleich
Der Beitrag löste bei zahlreichen politischen Beobachtern Entsetzen aus. Der Politikwissenschaftler Michael McFaulkommentierte die Grafik mit den Worten: "Wow. Beängstigend. Erinnert mich an Putins frühe Jahre der Umgestaltung russischer Medien."
Auch der Gründer der Organisation Renew Democracy äußerte sich besorgt. "Faschismus schleicht sich nicht an. Er prahlt dir ins Gesicht mit Krieg, Angriffen auf 'innere Feinde' und die freie Presse", schrieb er. Die Konsolidierung und Säuberung der Medien zugunsten loyaler Kräfte entspreche "Putins Spielbuch". Mehrere Nutzer auf der Plattform X teilten diese Einschätzung.
Experten warnen vor "Media Capture"
Ein bekannter Nachrichtenkurator, @SkylineReport, fasste die Bedenken zusammen: Trump feiere offen "den Einsatz politischer Macht, um Kritiker zu bestrafen und die Presse unter Druck zu setzen". Die Grafik liste konkret hinausgedrängte Journalisten, defundierte öffentliche Sender, Entlassungen bei großen Medien und regulatorischen Druck als "Siege" auf.
Dies sei keine Medienkritik, sondern "Media Capture" – die Strategie autoritärer Anführer, das Informationssystem auf sich selbst auszurichten. Der gefährlichste Aspekt dabei: "Er versteckt es nicht mehr", so die Warnung. Trump präsentiere seine Medienpolitik völlig unverblümt als Erfolgsgeschichte.
Dauerstreit zwischen Trump und traditionellen Medien
Der Konflikt zwischen Donald Trump und großen Medienhäusern prägt seit Jahren die politische Debatte in den USA. Immer wieder bezeichnete der Präsident kritische Berichte als "Fake News" und warf Journalisten politische Voreingenommenheit vor.
Auch die aktuelle Grafik fügt sich in diese Kommunikationsstrategie ein: Sie stellt den Wandel der Medien als direkten Erfolg seiner politischen Agenda dar.
Neue Debatte über Rolle der Medien in den USA
Der Vorfall entfacht erneut eine Diskussion über den Umgang politischer Spitzenvertreter mit Journalismus und Pressefreiheit. Beobachter warnen, dass solche Darstellungen den ohnehin angespannten Konflikt zwischen Politik und Medien weiter verschärfen könnten.
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