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Donald Trump und der Epstein-Skandal: Iran-Angriff ein Ablenkungsmanöver? Demokrat Newsom erhebt schwere Vorwürfe

Will Donald Trump mit den Angriffen im Iran lediglich von den Epstein-Akten ablenken? Das zumindest vermutet der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein

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  • Ölpreise steigen nach US-Militärschlägen gegen Iran
  • Steuersenkungen begünstigen Ölkonzerne, nicht Verbraucher
  • US-Verbraucher zahlen wöchentlich rund 1,5 Milliarden Dollar mehr
  • Demokrat Newsom kritisiert fehlende Planung und mögliche Trump-Ablenkung

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom geht scharf mit Präsident Donald Trump ins Gericht, wie aktuell beim Onlineportal "rawstory.com" zu lesen ist. Nach den US-Militärschlägen gegen den Iran sind die Ölpreise in die Höhe geschossen und die amerikanischen Verbraucher spüren die Folgen an der Zapfsäule. DerDemokrat Newsom kritisiert außerdem die fehlende Planung der US-Regierung und spekuliert über eine mögliche Trump-Ablenkung. Es steht die Frage im Raum: Ist Trumps tödlicher Kriegsplan etwa nur eine Show für die Öffentlichkeit?

Weitere aktuelle Meldungen zu Donald Trump finden Sie am Ende dieses Artikels.

Newsom attackiert Donald Trump wegen Benzinpreisen

Newsoms Pressebüro veröffentlichte auf X eine deutliche Kritik: "Trump hat Militärschläge gegen den Iran gestartet, ohne einen Plan für die Konsequenzen zu haben, und die Amerikaner zahlen durchschnittlich 0,56 Dollar pro Gallone mehr an der Tankstelle." Das Team des Gouverneurs kündigte an, Fakten zu präsentieren, "die Trump hofft, dass Sie sie nie sehen werden."

Experten und Ökonomen zeigen sich besorgt über den Konflikt mit dem Iran und können nicht absehen, wann sich die Preise wieder normalisieren werden.

Steuersenkungen als Geschenk an Ölkonzerne

Newsoms Presseteam veröffentlichte vier Grafiken, um verbreitete Irrtümer rund um die Preissteigerungen zu entkräften. Ein zentraler Mythos: dass die Abschaffung von Benzinsteuern den Verbrauchern Entlastung bringt.

Die Realität sieht laut dem Team des Gouverneurs anders aus. Steuerpausen bei Kraftstoffen würden häufig zu Zusatzgewinnen für Mineralölunternehmen, nicht zu Ersparnissen für Autofahrer führen. Als Beleg verweist Newsoms Büro auf Florida, wo Konzerne einen Großteil der Vorteile eingestrichen hätten.

Kalifornien setze dagegen auf Schutzmaßnahmen für Verbraucher. Der Gouverneur habe mit den Regelungen SBX1-2 und ABX1-2 Transparenz- und Aufsichtsvorschriften für Ölunternehmen eingeführt.

Trumps Iran-Angriff sorgt für 1,5 Milliarden Dollar Mehrkosten pro Woche

Die Kriegsrhetorik der Trump-Regierung stößt bei Newsom auf scharfe Kritik. Nachdem ein offizieller Regierungsaccount auf X ein Foto einer Rakete mit der Aufschrift "No Mercy" (Keine Gnade) veröffentlichte, reagierte Newsoms Team umgehend. Dazu der Kommentar: "Zur Info: Das kostet die Amerikaner diese Woche zusätzlich 1,5 Milliarden Dollar an der Zapfsäule."

Der Regierungsaccount hatte zudem erklärt: "Wir haben gerade erst angefangen zu kämpfen." Newsoms Presseteam bezeichnete die Preissteigerungen beim Öl als unverzeihliche Folge von Trumps Krieg mit dem Iran.

Will Trump mit dem Iran-Angriff lediglich von den Epstein-Akten ablenken?

Newsoms Presseteam geht noch weiter und stellt die Motive des Präsidenten offen infrage. In Beiträgen auf X deutete das Team an, Trump habe den Angriff auf den Iran möglicherweise gestartet, um von Kontroversen innerhalb seiner Regierung abzulenken.

Als Beleg teilte Newsoms Pressebüro eine Grafik mit Suchanfragen zu den Jeffrey-Epstein-Akten. Der Kommentar dazu: "Trumps Motive für seine Entscheidungen der letzten zwei Wochen in einem Diagramm." Die Andeutung ist klar – der Militärschlag könnte demnach dazu dienen, die öffentliche Aufmerksamkeit von brisanten Themen wegzulenken.

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/fka/news.de/stg

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