Donald Trump: Iran lockt Trump in Militärfalle? Sicherheitsexperte schlägt Alarm
Ist Donald Trump in eine Falle des Iran getappt? Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Anika Bube
11.03.2026 08.15
- Trump erklärt Konflikt mit dem Iran für "sehr abgeschlossen"
- Pentagon kündigt dennoch "intensivsten Angriffstag" an
- Experte sieht Parallelen zur US-Niederlage im Vietnamkrieg
Donald Trump erklärte den Iran-Krieg am Montag (09.03.2026) für "sehr abgeschlossen". Nur einen Tag später kündigte Verteidigungsminister Pete Hegseth den "intensivsten Tag der Angriffe bisher" an. Diese widersprüchlichen Botschaften aus Washington könnten mehr als bloße Verwirrung sein. Professor Robert Pape, Leiter des Projekts für Sicherheit und Bedrohungen an der Universität Chicago, schlägt daher Alarm. Der renommierte Sicherheitsexperte und Autor des Buches "Bombing to Win: Air Power and Coercion in War" warnt in einem Essay für "Foreign Affairs", dass die USA und Israel möglicherweise in eine militärische Falle getappt sind. Iran habe beide Länder gezielt in genau jene Art von Konflikt hineingezogen, die einst Amerikas Ambitionen in Vietnam zerstörte.
Donald Trump in Militärfalle getappt? Die unbequeme Parallele zum Vietnamkrieg
Der Vergleich, den Pape zieht, ist beunruhigend. Während des Vietnamkriegs behielten die USA über elf blutige Jahre hinweg in jeder Schlacht die Oberhand. Die amerikanische Luftwaffe blieb durchgehend überlegen. Die militärische und industrielle Infrastruktur des Feindes wurde rasch zerschlagen. Dennoch verloren die Vereinigten Staaten den Krieg. Nordvietnamesische Truppen und der Vietcong besiegten Washington nicht durch gleichwertige Feuerkraft. Stattdessen setzten sie auf eine Strategie der "horizontalen Eskalation" – sie weiteten den Konflikt in die Städte und Gemeinden Südvietnams aus, und zwar nach ihren eigenen Regeln.
Irans Kalkül: Konflikt nach eigenen Spielregeln
Professor Pape zufolge wendet Iran gegenwärtig exakt dieselbe Methode an. Der Sicherheitsexperte argumentiert, dass Teheran die Auseinandersetzung bewusst horizontal ausweitet. Anstatt die amerikanische Militärmacht direkt herauszufordern, zieht Iran die USA und Israel in einen Konflikt, dessen Bedingungen es selbst bestimmt. Die widersprüchlichen Signale aus dem Weißen Haus – Trumps Siegeserklärung einerseits, Hegseths Ankündigung weiterer Angriffe andererseits – könnten laut dieser Analyse ein Symptom dieser Falle sein. Washington reagiert möglicherweise bereits auf eine Dynamik, die nicht mehr vollständig unter amerikanischer Kontrolle steht.
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