Donald Trump schwänzt Trauerzeremonie: "The Don" im Golfclub, während gefallener Soldat nach Hause kommt
Vizepräsident JD Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth bei der Überführung der sterblichen Überreste von Benjamin N. Pennington. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Von news.de Redakteurin Anika Bube
10.03.2026 08.42
- Sergeant Benjamin Pennington (26) starb nach einem iranischen Angriff auf eine US-Basis in Saudi-Arabien.
- Vizepräsident JD Vance nahm an feierlicher Zeremonie teil, US-Präsident Donald Trump blieb fern.
- Trumps Gegner werfen ihm vor, einer Veranstaltung in seinem Golfclub den Vorzug gegeben zu haben.
Die Rückkehr eines gefallenen Soldaten wird in den USA traditionell mit militärischen Ehren begleitet. Als am Montagabend der Sarg von Sergeant Benjamin Pennington auf der Dover Air Force Base in Delaware eintraf, standen Soldaten Spalier. Auch Vizepräsident JD Vance erwies dem 26-Jährigen die letzte Ehre. Doch ein Mann fehlte: Präsident Donald Trump.
Angriff auf US-Basis: Sergeant Pennington stirbt an seinen Verletzungen
Der Tod des jungen Soldaten aus Kentucky ist bereits der siebte bestätigte Verlust der USA im aktuellen Iran-Konflikt. Der 26-jährige Sergeant Benjamin Pennington aus dem Bundesstaat Kentucky war nach einem iranischen Angriff auf die Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien schwer verletzt worden. Nun erlag er seinen Verletzungen. Pennington diente im 1. Space Battalion der Army Space and Missile Defense Command. Bei der feierlichen Überführung auf der Dover Air Force Base begleiteten hochrangige Militärvertreter die Zeremonie gemeinsam mit Vizepräsident JD Vance.
Kritik an Trump: Golfclub statt Ehrenzeremonie?
Präsident Donald Trump nahm an der Zeremonie nicht teil. Zum Zeitpunkt der Überführung befand sich der Präsident auf dem Rückflug von Florida nach Washington. Dort hatte er zuvor bei einem Treffen republikanischer Kongressabgeordneter gesprochen und eine Pressekonferenz zum Iran-Konflikt abgehalten. Die Gruppe "Republicans against Trump" kritisierte die Abwesenheit scharf. Auf Instagram schrieben sie: "Donald Trump konnte nicht teilnehmen, da er an der jährlichen Klausurtagung der Republikaner im Repräsentantenhaus in seinem Golfclub in Doral teilnahm." Der Vorwurf: Der Präsident habe einer Veranstaltung in seinem eigenen Resort den Vorzug vor der Ehrung des gefallenen Soldaten gegeben. Auch andere Instagram-Nutzer zeigten sich erzürnt über das Fernbleiben von Trump:
- "Der Präsident sollte verpflichtet werden, bei jedem Transfer von US-Soldaten anwesend zu sein, um die wahren Kosten des Krieges zu sehen", schreibt ein Nutzer.
- "Das ist das Mindeste, was sie tun können, wenn man bedenkt, dass sie ihn umgebracht haben", heißt es in einem Kommentar.
- "Trump war nach dem ersten Transfer gelangweilt? Hatte er keine Lust mehr?", meint ein anderer Nutzer.
- "Zumindest haben sie es ohne Merchandise-Kleidung gemacht", ist in einem weiteren Kommentar zu lesen.
Iran-Konflikt fordert weitere Opfer
Die Zeremonie für Pennington fand nur zwei Tage nach einer weiteren Trauerveranstaltung auf der Dover Air Force Base statt. Am Samstag waren bereits sechs Soldaten einer Reserveeinheit aus Iowa empfangen worden. Sie waren bei einem Drohnenangriff auf ihr Einsatzzentrum in Kuwait ums Leben gekommen. Bei dieser Zeremonie war Präsident Trump persönlich erschienen. Der Präsident erklärte danach, die Gespräche mit den Angehörigen hätten ihn nicht an der militärischen Strategie zweifeln lassen. Die Eltern hätten ihn gebeten: "Bitte, Sir, gewinnen Sie das für meinen Jungen." Trump räumte zugleich ein, dass weitere Verluste möglich seien: "Das gehört zum Krieg."
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