Donald Trump: Trump in der Krise - Noch nie waren so viele Amerikaner gegen ihn
Donald Trumps Zustimmungswerte sind auf einen neuen Tiefstand gefallen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
04.03.2026 10.49
- Rekord-Missbilligung: Trumps Ablehnungsrate erreicht 59 Prozent
- Zunehmender Unmut: Nur 38 Prozent der Befragten befürworten weiterhin Trumps Leistung
- Politische Folgen: Experten sehen ernste Gefahr für Trumps Republikaner bei den bevorstehenden Midterm-Wahlen
Die Zustimmungswerte für Donald Trump sind auf einen neuen Tiefstand in seiner zweiten Amtszeit gefallen. Eine aktuelle Erhebung von "The Economist" und YouGov zeigt: Nur noch 38 Prozent der US-Amerikaner bewerten die Arbeit des Präsidenten positiv. Gleichzeitig stieg die Ablehnung auf 59 Prozent – ein bisheriger Höchstwert seit seinem erneuten Amtsantritt.
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Donald Trump unter Beschuss – Rekord-Ablehnung in Umfrage
Die Befragung wurde zwischen dem 27. Februar und dem 2. März unter 1.515 US-Bürgern durchgeführt. Die Fehlertoleranz liegt bei 3,4 Prozentpunkten. Noch in der Vorwoche hatte Trump einen Prozentpunkt mehr Zustimmung erhalten. Der negative Trend setzt sich damit fort und könnte die Wahlkampfplanungen der Republikaner für die Zwischenwahlen erheblich belasten.
Über 50 Prozent der Amerikaner lehnen Trump ab
Besonders alarmierend für das Weiße Haus: 51 Prozent der Befragten gaben an, Trumps Amtsführung "stark" abzulehnen. Laut YouGov-Analyst Allen Houston ist dies ein Rekordwert für beide Amtszeiten des Präsidenten. "Das ist das erste Mal in beiden Amtszeiten, dass mehr als 50 Prozent der Amerikaner dies gesagt haben", erklärte Houston gegenüber "Newsweek".
Der Netto-Zustimmungswert von minus 21 Punkten erreicht damit fast das schlechteste Ergebnis, das Trump jemals in einer Economist/YouGov-Umfrage erhielt. Sollten die Werte auf diesem Niveau verharren, wären sie vergleichbar mit Joe Bidens negativen Umfragewerten im Frühjahr und Sommer 2024 – kurz bevor dieser aus dem Präsidentschaftsrennen ausstieg.
Kumulative Faktoren belasten Trumps Ansehen
Der Politikwissenschaftler Grant Davis Reeher von der Syracuse University sieht in den sinkenden Werten das Ergebnis mehrerer zusammenwirkender Faktoren. "Ich betrachte diese Zahlen als kumulativen Effekt einer Vielzahl von Faktoren", erklärte er gegenüber "Newsweek". Dazu zählten die wirtschaftliche Alltagserfahrung der Bürger, die Wahrnehmung verschiedener politischer Maßnahmen sowie insbesondere das Vorgehen der Einwanderungsbehörden ICE und CBP.
Auch Sorgen über Zölle und andere außenpolitische Entscheidungen spielten eine Rolle. Der Iran-Konflikt sei dabei "der jüngste und komplizierteste" Faktor, dessen Auswirkungen noch schwer einzuschätzen seien.
Midterm-Wahlen könnten für Republikaner zur Herausforderung werden
Die anhaltend schlechten Umfragewerte könnten die Strategie der Republikanischen Partei für die Zwischenwahlen erheblich erschweren. Mehrere Erhebungen zeigen Trump derzeit deutlich im negativen Bereich. Politikwissenschaftler Reeher warnt jedoch davor, aus allgemeinen Zustimmungswerten direkte Rückschlüsse auf einzelne Vorwahlergebnisse zu ziehen.
Trump selbst gibt sich unbeeindruckt von den Umfragewerten. Im Februar schrieb er auf Truth Social: "Rekord-Aktienmarkt und nationale Sicherheit, angetrieben durch unsere großartigen Zölle." Er prognostizierte einen Dow Jones von 100.000 Punkten bis zum Ende seiner Amtszeit und fügte hinzu: "Denkt daran, Trump hatte mit allem recht!"
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