Donald Trump: Verheerender Realitätsverlust - "Ihm gelingt einfach nichts"
Autor Michael Wolff sorgte mit seinem Enthüllungsbuch "Fury and Fire" weltweit für Aufsehen. Bild: Carolyn Kaster/AP/dpa/Carolyn Kaster
Erstellt von Ines Fedder
27.02.2026 11.21
- Michael Wolff zieht bitteres Fazit nach Trumps Rede zur Lage der Nation
- US-Präsident soll an "verheerenden" Realitätsverlust leiden - woran sich das zeigt
- Trump-Sprecher bezieht Stellung - knallharte Aussagen zu Michael Wolff
Im Podcast mit "The Daily Beast"sprach der Bestseller-Autor und Trump-Biograf Michael Wolff (72) über die derzeitige US-Regierung und über den Zustand des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump. Der Experte, der mit seinem Bestseller "Fire and Fury" (2018) weltweit für Aufsehen sorgte, hat jahrelang im Umfeld des Weißen Hauses recherchiert. Er kennt laut eigenen Angaben Donald Trump so gut wie kaum jemand. Und glaubt man Wolff habe der US-Präsident derzeit den Bezug zur Realität verloren.
Trumps Rede zur Lage der Nation weist Realitätsverlust auf
Bei seinem bitteren Fazit bezieht sich Wolff auf Trumps Rede zur "Lage der Nation", die er vergangenen Dienstag im Repräsentantenhaus hielt. Dabei sprach Donald Trump (79) vom "Goldenen Zeitalter Amerikas". Man gewinne derzeit so viel, dass man gar nicht wisse, was man damit anfangen solle, erklärte Trump stolz.
Michael Wolff sieht in den Aussagen des amerikanischen Staatsoberhauptes hingegen einen "verheerenden" Realitätsverlust, wie er im Podcast "Inside Trump's Head" erklärte.
"Der Zustand der Nation entsprach Trumps Realität, die im Übrigen größtenteils lautete: 'Der Zustand der Nation ist absolut perfekt'", so Wolff.
60 Prozent der Amerikaner:innen geht es unter Donald Trump schlechter als vor einem Jahr
Ein Parameter, an dem man Trumps wachsenden Realitätsverlust unweigerlich zeigen könne, seien die seit Monaten sinkenden Umfragewerte des Präsidenten. Laut einer aktuellen Umfrage von NPR/PBS News und Marist gaben rund 60 Prozent der Amerikaner:innen an, dass es dem Land schlechter gehe als noch vor einem Jahr. Weitere Umfragen bestätigen die wachsende Unzufriedenheit mit der Trump-Administration.
Michael Wolff: "Ihm gelingt einfach nichts"
Michael Wolff sieht Donald Trump an einem Scheideweg, der eine harte Konsequenz nach sich ziehen wird: "Ihm gelingt einfach nichts. Er findet nicht einmal mehr die richtigen Worte, um eine Art konsequenten Widerstand gegen all die Dinge zu schaffen, die für die meisten Amerikaner ganz spürbar schiefgehen." Für die Zwischenwahlen sähe es daher düster aus für die Republikaner.
Trump-Autor vom Sprecher des Weißen Hauses hart angegangen
Das Weiße Haus reagierte auf die Aussagen Wolffs laut "Daily Beast" wie gewohnt spitzzüngig. Bereits mehrmals zuvor hatten Regierungsvertreter den Trump-Biografen seine Glaubwürdigkeit abgesprochen: "Michael Wolff ist ein verlogener Mistkerl und hat sich als Betrüger erwiesen. Er erfindet regelmäßig Geschichten, die seiner kranken und verdrehten Fantasie entspringen, was nur möglich ist, weil er an einem schweren und lähmenden Fall des Trump-Wahns leidet, der sein erdnussgroßes Gehirn verrotten ließ", reagierteSteven Cheung, Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses auf Nachfrage von "Daily Beast".
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