Donald Trump: US-Einwanderungsbehörde in der Kritik – ICE versinkt im Pannenchaos
Donald Trump: Taser-Pannen mehren sich in ICE-Büro Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
Erstellt von Mia Lada-Klein
19.02.2026 15.28
- Drei versehentliche Schüsse binnen zwei Tagen
- Taser-Panne in ICE-Büro ohne Verletzte
- Kritik an Sicherheitsstandards nach Personalboom
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Mehrere Zwischenfälle innerhalb weniger Tage sorgen bei der US-Einwanderungsbehörde für Aufregung. Interne Unterlagen, die über eine Informationsanfrage öffentlich wurden, dokumentieren gleich mehrere unbeabsichtigte Schussabgaben bei Trainingsmaßnahmen. Innerhalb von zwei Tagen verletzten sich drei Beamte bei Routineübungen selbst. In einem weiteren Fall wurde in einem Büro versehentlich ein Taser ausgelöst. Todesopfer gab es laut "Newsweek" nicht, alle Betroffenen konnten nach medizinischer Versorgung wieder entlassen werden.
Schüsse beim Zurückstecken der Waffe
Auffällig ist der ähnliche Ablauf der Vorfälle: Die Schüsse lösten sich jeweils in dem Moment, als die Einsatzkräfte ihre Dienstwaffen wieder ins Holster steckten. Was als Standardablauf gilt, birgt offenbar Risiken. Betroffen waren sowohl Mitarbeiter der Abteilung Homeland Security Investigations als auch der Einheit Enforcement and Removal Operations. Die Trainings fanden unter Aufsicht statt, Alkohol oder andere Beeinträchtigungen wurden laut Berichten ausgeschlossen.
Expansion unter politischem Druck von Donald Trump
Die Zwischenfälle fallen in eine Phase massiver Personalaufstockung. Unter Präsident Donald Trump wurde die Behörde deutlich ausgebaut. Ziel ist eine konsequentere Durchsetzung der Einwanderungspolitik. Mit zusätzlichen Milliardenmitteln soll ICE künftig noch stärker auftreten. Kritiker warnen jedoch, dass schnelles Wachstum die Fehleranfälligkeit erhöhen könne. Die jüngsten Vorfälle heizen diese Debatte weiter an.
Experten mahnen zur Einordnung
Ehemalige Führungskräfte betonen, dass unbeabsichtigte Schussabgaben in Sicherheitsbehörden kein neues Phänomen seien. Studien und Untersuchungen des US-Justizministeriums zeigen, dass ein erheblicher Anteil solcher Vorfälle auf Bedienfehler zurückzuführen ist. Auch Fachleute aus der Kriminologie verweisen auf Stress, Zeitdruck und mentale Ermüdung als Risikofaktoren. Gerade bei intensiven Trainings oder langen Einsätzen könne die Feinmotorik leiden.
Gleichzeitig bleibt die Frage, ob angesichts der personellen Expansion die bestehenden Sicherheitsstandards dauerhaft aufrechterhalten werden können. Die Behörde selbst hat sich bislang nicht umfassend zu den konkreten Vorfällen geäußert.
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