Donald Trump: FBI-Dokumente zeigen, wie früh der US-Präsident in Epstein-Fall involviert war
Donald Trump: US-Präsident war schon früh am Epstein-Fall beteiligt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Mia Lada-Klein
10.02.2026 18.03
- FBI-Protokoll legt frühe Kontaktaufnahme Trumps mit der Polizei offen
- Trump soll Epstein aus Mar-a-Lago ausgeschlossen haben
- Frühere positive Aussagen zu Epstein stehen im Widerspruch zu neuen Enthüllungen
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Die Beziehung zwischen Donald Trump und dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Nun sorgen neu veröffentlichte FBI-Unterlagen für frische Brisanz. Ein internes Aussageprotokoll deutet darauf hin, dass Trump Epstein bereits 2006 gegenüber der Polizei belastet haben soll.
Donald Trump soll Ermittlungen ausdrücklich begrüßt haben
Aus dem Dokument geht laut "Bild" hervor, dass Trump damals persönlich Kontakt mit dem Polizeichef von Palm Beach aufnahm, als erste Ermittlungen gegen Epstein liefen. Hintergrund waren Vorwürfe, Epstein habe eine Minderjährige zur Prostitution gezwungen. Laut Protokoll erklärte Trump, er habe Epstein zuvor aus seinem Anwesen Mar-a-Lago ausgeschlossen und begrüße das Vorgehen der Behörden ausdrücklich. Der Polizeichef schilderte später gegenüber dem FBI, Trump habe sinngemäß gesagt, es sei längst bekannt, was Epstein getan habe, und es sei gut, dass dem nun Einhalt geboten werde.
Donald Trump distanziert sich deutlich von Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
In dem Gespräch äußerte sich Trump demnach auch abfällig über Ghislaine Maxwell, die spätere Vertraute Epsteins. Er habe sie als "böse" bezeichnet und angeregt, die Ermittlungen besonders auf sie zu konzentrieren. Maxwell sei nach seiner Einschätzung maßgeblich in Epsteins Machenschaften eingebunden gewesen.
Polizei bestätigt frühe Kontaktaufnahme von Donald Trump
Der damalige Polizeichef von Palm Beach hielt in seiner Aussage fest, dass Trump zu den ersten Personen gehörte, die sich meldeten, nachdem die Ermittlungen gegen Epstein öffentlich wurden. Der Beamte bestätigte später gegenüber US-Medien die Echtheit des Telefonats und seine Aussage gegenüber dem FBI. Sein Name wurde in den Akten geschwärzt.
Frühere Aussagen werfen neues Licht auf Donald Trumps Rolle
Die neuen Enthüllungen stehen im Kontrast zu älteren öffentlichen Äußerungen Trumps. Anfang der 2000er-Jahre hatte er Epstein noch in einem Interview als unterhaltsamen Zeitgenossen beschrieben und dabei auch auf dessen Vorliebe für sehr junge Frauen angespielt.
Die nun bekannt gewordenen FBI-Protokolle fügen dem Epstein-Komplex ein weiteres Puzzlestück hinzu. Sie zeigen, dass Trumps Verhältnis zu Epstein offenbar komplexer war, als lange angenommen. Wie belastbar die Aussagen letztlich sind und welche politischen Folgen sie haben könnten, bleibt offen.
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