Donald Trump: Albtraum für Republikaner - US-Präsident kracht ein
Donald Trump stürzt mit seiner Wirtschaftspolitik bei Wählern ab. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Anika Bube
10.02.2026 10.48
- Trumps Wirtschaftsbewertung stürzt auf minus 18 Punkte ab
- Demokraten wittern plötzlich echte Chancen bei den Midterms 2026
- Hohe Preise und teure Kredite drücken die Stimmung der Wähler massiv
Nächstes Umfrage-Debakel für Donald Trump: Die Zustimmungswerte für die Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten sind dramatisch eingebrochen und könnten den Demokraten bei den Senatswahlen 2026 unerwartete Chancen eröffnen. CNN-Datenanalyst Harry Enten beziffert die Netto-Zustimmung zur Wirtschaft aktuell auf minus 18 Punkte. "Die Wirtschaft war früher der Wind unter den Flügeln von Donald Trumps Präsidentschaft, und jetzt ist sie seine Titanic", erklärte Enten am Montag auf der Plattform X. Die aktuellen Zahlen seien "der Stoff, aus dem demokratische Midterm-Träume gemacht sind, und auch republikanische Albträume". Obwohl die Republikaner laut Wettanbieter Kalshi mit 63 Prozent Wahrscheinlichkeit weiterhin als Favoriten für die Senatskontrolle gelten, ist dieser Wert deutlich gesunken. Im Februar 2025 lag er noch bei 81 Prozent.
"Weit, weit unten im Keller!" Donald Trump massiv abgestürzt
Der Kontrast zu Trumps erster Amtszeit könnte kaum deutlicher sein. Damals verzeichnete der Präsident bei der Wirtschaft noch positive Netto-Zustimmungswerte – es war sein stärkstes Thema. Heute liegt dieser Wert laut Enten "weit, weit unten im Keller". Die Wirtschaftsbewertung habe "mehr als alles andere" zum Rückgang von Trumps allgemeiner Zustimmung beigetragen, so der CNN-Analyst. Historisch betrachtet verloren Parteien von Präsidenten mit negativen Wirtschaftswerten bei Zwischenwahlen regelmäßig Sitze. "Die Republikaner sind immer noch Favoriten für den Senat, aber selbst Dinge, die für Republikaner sicher aussahen, tun das nicht mehr", warnte Enten. Die Wettquoten bei Kalshi spiegeln diese Entwicklung wider: Der Vorsprung der Republikaner schmolz innerhalb eines Jahres um 18 Prozentpunkte.
Zahlen und Gefühl klaffen auseinander
Die offiziellen Wirtschaftsdaten zeichnen ein gemischtes Bild. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2025 bei 4,4 Prozent, die Inflation sank auf 2,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal 2025 um 4,4 Prozent. Doch die Stimmung der Wähler bleibt düster. Eine aktuelle YouGov-Umfrage für "The Economist" zeigt: 53 Prozent der Befragten lehnen Trumps Wirtschaftspolitik ab, nur 39 Prozent stimmen ihr zu. Beim Thema Inflation fallen die Werte noch schlechter aus – 58 Prozent Ablehnung stehen 35 Prozent Zustimmung gegenüber. Ein wesentlicher Faktor für die Unzufriedenheit: Die durchschnittlichen Hauspreise stiegen auf 410.800 Dollar im zweiten Quartal 2025 – ein Anstieg von rund 317.100 Dollar im Jahr 2020. Hohe Zinsen verschärfen die Lage für potenzielle Erstkäufer zusätzlich.
Weißes Haus weist Kritik zurück
Die Trump-Administration verteidigt ihre Wirtschaftsbilanz entschieden. "In nur einem Jahr haben Präsident Trumps Maßnahmen die Inflation abgekühlt, die Reallöhne erhöht, das BIP-Wachstum beschleunigt und die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente und Benzin gesenkt", erklärte Sprecher Kush Desai gegenüber "Newsweek". Trump selbst verwies in einem NBC-Interview am Sonntag auf ein BIP-Wachstum von 5,6 Prozent. Ohne den 42-tägigen Regierungsstillstand hätte der Wert sogar bei 7 Prozent gelegen, behauptete er.
Demokraten widersprechen dieser Darstellung. Die Senatorin Catherine Cortez Masto aus Nevada schrieb in einem Tweet: "Donald Trump und seine Kumpane behaupten, er habe die Inflation beendet. Die Wahrheit ist genau das Gegenteil." Familien in Nevada kämpften weiterhin mit steigenden Kosten.
Die Republikaner verteidigen derzeit eine 53-47-Mehrheit im Senat. Für die Demokraten gestaltet sich die Ausgangslage strukturell schwierig: Selbst wenn sie Maine und North Carolina gewinnen würden, kämen sie nur auf 49 Sitze. Um eine Mehrheit zu erreichen, müssen die Demokraten mindestens zwei Staaten erobern, die Trump mit zweistelligem Vorsprung gewann. Deshalb führen sie trotz konservativer Tendenz Wahlkämpfe in Alaska, Iowa, Ohio und Texas. Die Partei setzt dabei auf das Thema Bezahlbarkeit als zentrale Wahlkampfstrategie. Sollte die negative Wirtschaftsstimmung bis zum Höhepunkt des Wahlkampfs 2026 anhalten, könnten selbst traditionell republikanische Hochburgen zu umkämpften Schlachtfeldern werden.
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