Donald Trump: "Verräter!" Trump-Aktivistin wittert Sabotage-Versuch
Donald Trump kassierte nach einem rassistischen Post reichlich Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Anika Bube
08.02.2026 11.49
- Heftige Attacke: Laura Loomer nennt Senator Tim Scott einen "Verräter"
- Auslöser: Gelöschtes Trump-Video mit rassistischer Darstellung
- Trump greift ein: US-Präsident stellt sich nach Gespräch hinter Scott
Die rechtsextreme Aktivistin Laura Loomer attackiert den republikanischen Senator Tim Scott aus South Carolina heftig. Sie beschuldigt ihn, Donald Trump gezielt zu untergraben und fordert seinen sofortigen Rücktritt als Vorsitzender des National Republican Senatorial Committee (NRSC). Der Konflikt entzündete sich an Scotts Reaktion auf ein mittlerweile gelöschtes Video von Trumps Truth-Social-Account. Scott hatte den Beitrag als "das Rassistischste, was ich aus diesem Weißen Haus gesehen habe" bezeichnet. Loomer wies diese Kritik scharf zurück. "Es sollte jedem klar sein, dass Tim Scott jetzt absichtlich versucht, die GOP den Senat 2026 verlieren zu lassen", schrieb sie auf der Plattform X. Sie bezeichnete den Senator als "Verräter" und warf ihm vor, für die Demokraten zu arbeiten.
Zoff bei den Republikanern nach rassistischem Obama-Video
Der Auslöser des Streits war ein Video, das am Freitag auf Trumps Truth-Social-Account erschien und kurz darauf wieder entfernt wurde. Der knapp einminütige Clip behandelte größtenteils angeblichen Wahlbetrug bei der Präsidentschaftswahl 2020. Am Ende des Videos waren jedoch die lächelnden Gesichter des ehemaligen Präsidenten Barack Obama und seiner Frau Michelle auf Affenkörper montiert. Darstellungen schwarzer Menschen als Primaten haben eine lange Geschichte rassistischer Karikaturen. Barack Obama war der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten. Trump erklärte später an Bord der Air Force One, er habe nur den ersten Teil des Videos gesehen. "Ich habe es den Leuten gegeben, normalerweise schauen sie sich das Ganze an, aber ich schätze, jemand hat das nicht getan", sagte er. Einen Fehler räumte er nicht ein.
Laura Loomer wirft einem republikanischem Senator vor, den US-Präsidenten zu sabotieren. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Laura Loomer spricht von Trump-Sabotage
Die Trump-Unterstützerin verschärfte ihre Attacke. "Ich habe Präsident Trump gestern Abend diesen Tweet von Tim Scott gezeigt. 14 Millionen Aufrufe für eine Lüge, weil er die GOP die Midterms kosten und Präsident Trump verleumden will", schrieb Loomer in einem Tweet. Sie kritisierte, dass Scott seinen Beitrag nicht gelöscht habe, obwohl das ursprüngliche Video bereits entfernt worden sei. "Er versucht absichtlich, Präsident Trump zu sabotieren", lautete ihr Vorwurf. Bereits am Freitag hatte Loomer Scotts Rücktritt als NRSC-Vorsitzender gefordert, weil er "Präsident Trump wegen eines Memes, das er nicht einmal selbst gepostet hat, als Rassisten angegriffen" habe. Sie bezeichnete ihn als "Verräter" und erklärte, sie habe Trump vor dessen Ernennung gewarnt.
Trump verteidigt Scott nach persönlichem Gespräch
Trotz Loomers anhaltender Angriffe stellte sich Trump selbst hinter den Senator. "Ich habe mit Tim Scott gesprochen, und er war großartig. Tim ist ein toller Typ. Er hat das zu 100 Prozent verstanden", erklärte der Präsident gegenüber Reportern am Freitag. Das Weiße Haus versuchte die Kritik zunächst als "vorgetäuschte Empörung" abzutun. Pressesprecherin Karoline Leavitt erklärte, ein Mitarbeiter habe das Video gepostet und der Präsident habe es nicht vollständig gesehen. Scott war nicht der einzige Republikaner, der das Video kritisierte. Der New Yorker Abgeordnete Mike Lawler bezeichnete den Beitrag als "falsch und unglaublich beleidigend" und forderte eine Entschuldigung. Loomer hingegen verteidigte Trump weiterhin und behauptete, "niemand hat mehr für schwarze Menschen getan als Präsident Trump".
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