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Julia Klöckner: Bundestagspräsidentin wettert gegen ARD und ZDF - das stört die CDU-Politikerin

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner wünscht sich von ARD und ZDF Programmänderungen.  Bild: picture alliance/dpa | Elisa Schu

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  • Julia Klöckner kritisiert ARD und ZDF.
  • Bundestagspräsidentin für mehr Live-Berichte aus dem Bundestag und eine reflektiertere Haltung der öffentlich-rechtlichen Sender.
  • CDU-Politikerin warnt vor Realitätsverlust.

Die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner übt Kritik an den öffentlich-rechtlichen Sendern hart an. In einem Interview mit "Bild am Sonntag" verlangt die CDU-Politikerin von ARD und ZDF deutlich mehr Engagement bei der Ausstrahlung von politischern Debatten und mehr Reflexion.

Julia Klöckner fordert von ARD und ZDF mehr Live-Berichte aus dem Bundestag

Statt zum wiederholten Mal alte Formate wie Krimis zu zeigen, sollten die Sender mutig auf politische Live-Berichterstattung setzen. "Manchmal sind Bundestagsdebatten von der Relevanz her für die Bevölkerung wichtiger als manche Sendung aus der Konserve", betont Klöckner. Die Parlamentschefin kritisiert, dass Debatten aus dem Bundestag bisher oft nur in Randzeiten gesendet werden, um Programmlücken zu füllen."Ich freue mich, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk es sehr ernst nimmt, auch Bundestagsdebatten zu übertragen", sagte Klöckner.

Bundestagspräsidentin kritisiert öffentlich-rechtliche Sender

Schwierig werde es, "wenn die veröffentlichte Meinung sich immer mehr von der öffentlichen Meinung verabschiedet". Klöckner forderte, dass sich ARD und ZDF regelmäßig selbst hinterfragen müssten. "Da muss es dann auch eine selbstreflektierende Korrektur geben", sagte die 53-Jährige und fügte hinzu:"Ich verteidige den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber er muss sich auch Fragen stellen lassen. Nach der Effizienz, der Neutralität, der Ausgewogenheit", sagte sie der "Bild am Sonntag".

Klöckner sieht bei ARD und ZDF einen Realitätsverlust

Klöckner spricht von einem Realitätsverlust der öffentlich-rechtlichen Sender. Wenn sich die "veröffentlichte Meinung immer mehr von der öffentlichen Meinung verabschiedet", werde es gefährlich, so Klöckner. Die CDU-Politikerin sieht die Gefahr, dass ARD und ZDF den Bezug zum Alltag der Menschen verlieren könnten. Ihre unmissverständliche Ansage: "Es gibt keine Institution in einer Demokratie, die frei sein kann von Kritik und von Reformbemühungen." 

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/news.de/dpa/stg

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