Politik

Donald Trump hüllt sich in Schweigen: US-Präsident ignoriert Reporter-Fragen

Donald Trump verweigert sich Reportern. Bild: picture alliance/dpa/AP | Allison Robbert

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  • Donald Trump verweigert an einem Tag gleich zweimal Fragen der Presse – ein ungewöhnlicher Vorgang.
  • Reporter und Journalisten reagieren irritiert, im Netz brodelt die Spekulation.
  • Erst am Abend bricht Trump sein Schweigen – bei einer Filmvorführung mit Melania.

Donald Trump verhielt sich am Donnerstag (29.01.2026) ungewöhnlich zurückhaltend gegenüber der Presse. Bei gleich zwei Terminen im Weißen Haus – einer Kabinettssitzung am Morgen und der Vorstellung einer neuen Initiative gegen Drogensucht – ließ der US-Präsident keine Fragen von Journalisten zu. Dieses Schweigen fiel auf, da Trump normalerweise als äußerst mitteilsam gegenüber Medienvertretern gilt. Reporter im Weißen Haus zeigten sich überrascht.

Video-Aufnahmen zeigen, wie Donald Trump die Veranstaltung beendet und schweigend vor den Pressevertretern sitzt. Während Reporter versuchen, Fragen zu stellen, werden sie von Mitarbeitern des Weißen Hauses aufgefordert zu gehen.

Seltenes Schweigen von Donald Trump sorgt für Verwunderung

CNN-Journalistin Kaitlan Collins reagierte auf der Social-Media-Plattform X mit Erstaunen auf Trumps Verhalten. "Zum zweiten Mal heute lehnt Trump es ab, Fragen von Reportern zu beantworten. Es fällt schwer, sich an einen Moment in Trumps Präsidentschaft zu erinnern, in dem das zuvor passiert ist", schrieb sie.

Das ungewöhnliche Schweigen kam ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem die Regierung mit mehreren brisanten Themen gleichzeitig jongliert. Dazu zählen die Durchsetzung der Einwanderungspolitik in Minnesota, Verhandlungen rund um den russischen Angriffskrieg in der Ukraine sowie anhaltende Spannungen im Nahen Osten. Hinzu kommt ein drohender Government Shutdown, der die Finanzierung des Heimatschutzministeriums betrifft.

Weißes Haus verteidigt Kommunikationsstil von Donald Trump

Auf Nachfrage von "Newsweek" wies Sprecherin Liz Huston die Kritik zurück. "Präsident Trump ist der transparenteste und zugänglichste Präsident in der amerikanischen Geschichte", erklärte sie per E-Mail. Der Präsident beantworte täglich uneingeschränkt Fragen der etablierten Medien und kommuniziere über seinen Truth-Social-Account zu den wichtigsten Themen des Landes. Huston betonte zudem, dass die amerikanische Bevölkerung noch nie eine direktere und authentischere Beziehung zu einem Staatsoberhaupt gehabt habe als zu Trump.

Im Netz sorgt der schweigende Präsident für reichlich Gesprächsstoff:

  • "Was versuchen sie zu verbergen?!", fragt sich ein X-Nutzer.
  • "Er hat offensichtlich Angst, Fragen zu beantworten", heißt es in einem Tweet.
  • "Wenn Sie keine Fragen beantworten, wird Ihnen auch niemand welche stellen", meint ein anderer X-Nutzer.
  • "'Der KÖNIG wird heute keine Fragen beantworten. Geht weiter, ihr Untergebenen...' Oh Mann, diese Bande", ist in einem weiteren Tweet zu lesen.

Trump bricht bei Filmvorführung sein Schweigen

Am Abend verließ der Präsident das Weiße Haus für eine Vorführung des Films "Melania" im Trump-Kennedy Center. Dort beantwortete er an der Seite seiner Frau dann doch einige Fragen. Zur Einwanderungspolitik in Minnesota sagte er: "Wir müssen die Kriminellen loswerden, also wird sich aus dieser Sicht nichts ändern." Seine Regierung werde bei der Durchsetzung keinesfalls zurückweichen.

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/bos/news.de

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