Donald Trump: "Vollkommen realitätsfern" - wieder Wirbel um mögliche Amtsenthebung
Donald Trump (Foto) sieht sich einmal mehr mit scharfer Kritik von Jimmy Kimmel konfrontiert. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gian Ehrenzeller
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
27.01.2026 12.24
- Donald Trump: Amtsenthebung im TV gefordert
- Spott über Donald Trumps "Wahnvorstellung"
- Dieser Verfassungszusatz könnte Donald Trump absetzen
Talkshow-Moderator Jimmy Kimmel startete die jüngste Ausgabe seiner Show mit einer provokanten Frage an die Republikanische Partei: Bis zu welchem Punkt müsse Donald Trump noch gehen, bis der 25. Verfassungszusatz aktiviert werde?
Donald Trump: Amtsenthebung im TV gefordert
Anlass für Kimmels deutliche Worte waren eine Reihe von Ereignissen in den vergangenen Wochen. Die Kombination dieser Vorfälle ließ den Late-Night-Star die Frage aufwerfen, welche Schwelle überschritten werden müsse, damit verfassungsrechtliche Konsequenzen folgen. Für Kimmel steht fest: Der US-Präsident ist vollkommen realitätsfern.
In seinem Show-Monolog präsentierte Kimmel eine bemerkenswerte Aufzählung dessen, was seiner Ansicht nach in weniger als einem Monat des neuen Jahres geschehen ist.
- Trump habe es geschafft, einen Krieg in Minnesota zu beginnen, Venezuela zu überfallen und mit einer Invasion Grönlands zu drohen, provozierte der Moderator.
- Weiter führte er aus, dass die Regierung die US-Notenbank angegriffen, die Impfwissenschaft aufgegeben und die Masern zurückgebracht habe.
- Zudem seien die Krankenversicherungsprämien durch die Decke geschossen.
- Den Höhepunkt bildete Kimmels Vorwurf, dass im Zuge von Einsätzen der Einwanderungsbehörden zwei US-Bürger getötet wurden.
Spott über Donald Trumps "Wahnvorstellung"
Trotz dieser Bilanz sei Trump weiterhin überzeugt, dass ihm der Friedensnobelpreis unrechtmäßig vorenthalten worden sei, bemerkte Kimmel. Die Diskrepanz zwischen den aufgezählten Handlungen und dem Anspruch auf eine Friedensauszeichnung bildete für den Talkshow-Gastgeber den Kern seiner Argumentation. Er sah darin einen Beleg für eine fundamental gestörte Realitätswahrnehmung. Der Moderator stellte rhetorisch fest:
- "Wenn diese Wahnvorstellung nicht den 25. Verfassungszusatz auslöst, was dann überhaupt?"
Dieser Verfassungszusatz könnte Donald Trump absetzen
Der 25. Verfassungszusatz wurde ursprünglich geschaffen, um eine geregelte Nachfolge zu gewährleisten, falls ein Präsident stirbt, zurücktritt oder durch ein Amtsenthebungsverfahren abgesetzt wird. Es dient als institutionelle Absicherung für die Kontinuität der Regierungsführung.
- Darüber hinaus ermöglicht er einen vorübergehenden Übergang der präsidialen Befugnisse auf den Vizepräsidenten.
- Dieser Prozess kann auf zwei Wegen initiiert werden: entweder durch den Präsidenten selbst oder durch den Vizepräsidenten.
- Im zweiten Fall ist die Zustimmung der Mehrheit des Kabinetts erforderlich. Nur wenn diese Mehrheit dem Machtwechsel zustimmt, kann der Vizepräsident als amtierender Präsident eingesetzt werden.
- Dazu braucht es außerdem eine Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses.
Diese Bestimmung wurde als Schutzmechanismus konzipiert, falls ein Präsident aus gesundheitlichen oder anderen Gründen vorübergehend amtsunfähig sein sollte. Die Hürden für eine solche Maßnahme sind bewusst hoch angesetzt, um Missbrauch zu verhindern.
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