Karoline Leavitt: Trump-Sprecherin stürzt sich auf Trump-Berater
Karoline Leavitt weicht Reporterfragen aus. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Anika Bube
28.01.2026 09.12
- Trump-Sprecherin Leavitt distanziert sich von Aussagen des Beraters Stephen Miller
- Miller hatte den erschossenen Krankenpfleger Alex Pretti als "Attentäter" bezeichnet
- Das Weiße Haus verweist auf laufende Ermittlungen und weicht Entschuldigungsfragen aus
Der einflussreiche Trump-Berater Stephen Miller hatte am Samstag schwere Vorwürfe erhoben. In einem Beitrag bezeichnete er den von Grenzpolizisten erschossenen 37-jährigen Krankenpfleger Alex Pretti als "Attentäter", der versucht habe, Bundesbeamte zu ermorden. Auch das Heimatschutzministerium erklärte, Pretti habe "maximalen Schaden" anrichten und "Strafverfolgungsbeamte massakrieren" wollen. Heimatschutzministerin Kristi Noem sprach sogar von einem "Akt des inländischen Terrorismus". Miller selbst nannte Pretti einen "Terroristen".
Weißes Haus distanziert sich von Trump-Berater
Bei einer Pressekonferenz am Montag bemühte sich Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses, um klare Abgrenzung. Sie stellte deutlich klar, dass Donald Trump eine andere Haltung vertrete als sein Berater. "Was Präsident Trump betrifft, für den ich spreche, hat er gesagt, dass er die Ermittlungen fortsetzen lassen und die Fakten in diesem Fall für sich sprechen lassen will", erklärte Leavitt. Die Situation habe sich über das Wochenende "sehr schnell und dynamisch" entwickelt. Journalisten konfrontierten Leavitt mit der Frage, warum hochrangige Regierungsvertreter bereits harte Urteile gefällt hätten, noch bevor Ermittlungen abgeschlossen seien. Die Sprecherin betonte mehrfach, dass sie den US-Präsidenten nicht dabei gehört habe, Pretti in dieser Weise zu charakterisieren. "Ich habe jedoch gehört, dass der Präsident sagt, er wolle die Fakten und die Ermittlungen für sich selbst sprechen lassen", so Leavitt.
Keine Entschuldigung – Karoline Leavitt weicht aus
Besonders brisant: Auf die Frage, ob Stephen Miller sich bei der Familie des Verstorbenen für seine Wortwahl entschuldigen werde, wich Leavitt aus. Stattdessen verwies sie erneut auf die laufenden Untersuchungen. "Niemand hier im Weißen Haus, einschließlich des Präsidenten der Vereinigten Staaten, will sehen, dass Amerikaner verletzt oder getötet werden und ihr Leben auf amerikanischen Straßen verlieren", erklärte die Sprecherin.
Weitere Meldungen rund um die Trump-Regierung finden Sie hier:
- Spott über "Michael-Jackson-Nase" - wie die Trump-Sprecherin früher aussah
- "Trump gehört wieder uns!" Putin-Propagandist spotten über US-Präsidenten
- US-Präsident rastet wegen "gefälschte Umfragen" aus
- "So beginnen Weltkriege!" Trump entfacht mit Landkarte Sturm der Empörung
- "Es wird das Ende der Welt sein!" US-Präsident schürt Angst vor Drittem Weltkrieg