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Donald Trump: Anzeichen für mögliche Depression - Professor mit brisanter Diagnose

Der Zustand von Donald Trump beschäftigt Beobachter weiter. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

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  • Donald Trump: Arzt sieht Anzeichen für mögliche Depression nach Schlaganfall
  • Seine nächtlichen Tiraden können gefährlich sein
  • Appell an Trumps Ärzte: Sie müssen sich einschalten

Ein Medizinprofessor hat sich besorgt über die nächtlichen Aktivitäten des US-Präsidenten auf Social Media geäußert. Dr. Bruce Davidson, der an der Washington State University lehrt, interpretiert die Verhaltensweise von Donald Trump als besorgniserregendes Zeichen.

Donald Trump: Arzt sieht Anzeichen für mögliche Depression nach Schlaganfall

In der vergangenen Woche hatte Trump bis tief in die Nacht hinein eine Flut von Beiträgen veröffentlicht. Die Inhalte reichten von Angriffen auf seine politischen Widersacher bis hin zu Klagen darüber, dass ihm der Nobelpreis verwehrt geblieben sei und Äußerungen zu seinem Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Davidson bezeichnete dieses Muster gegenüber Joanna Coles in ihrem "The Daily Beast Podcast" als charakteristisch für eine agitierte Depression, die bei Schlaganfall-Patienten häufig auftrete. Das Weiße Haus hat gesundheitliche Bedenken bei Donald Trump bislang stets energisch zurückgewiesen.

Donald Trump: Seine nächtlichen Tiraden können gefährlich sein

Der Mediziner verwies auf die nächtliche Aktivität als besonders bedenkliches Zeichen.

  • "Er ist nachts wach, was Depression verschlimmern kann. Es ist üblich, eine Depression zu entwickeln", erklärte Davidson. Die späten Stunden würden die Symptomatik zusätzlich verstärken.

Besonders auffällig sei die emotionale Reaktion auf scheinbar geringfügige Dinge. Der Ärger über den nicht erhaltenen Nobelpreis irritiere den Mediziner stark.

  • "Hier haben wir einen Mann, der zweimal zum Präsidenten gewählt wurde, und ihm liegt an einem Nobelpreis. Bob Dylan bekam einen Nobelpreis. Was soll's?", sagte Davidson.

Weitere Themen würden Trump ebenfalls stark beschäftigen und unter die Haut gehen. Diese Kombination aus nächtlicher Aktivität, Reizbarkeit und unverhältnismäßigen Reaktionen beunruhige ihn als Mediziner, so der Professor.

Appell an Trumps Ärzte: Sie müssen sich einschalten

Davidson forderte die medizinischen Berater des Präsidenten zum Handeln auf. Der Mediziner verwies auf die grundlegenden Pflichten eines Arztes, die aus drei Kernaufgaben bestehen.

  • "Ein Arzt hat drei Hauptverantwortlichkeiten. Die erste ist Linderung von Leiden. Zweitens, Behinderung verhindern, und die dritte Priorität ist, den Tod hinauszuzögern. Das ist es, was wir tun sollen", führte Davidson aus.
  • "Wenn ich sehe, dass der Präsident wie ein Patient aussieht, der Schwierigkeiten hat, möchte ich, dass seine Ärzte sich einschalten", sagte er weiter.
  • Dies illustriere "bedauerlicherweise eine schreckliche, zunehmende Schwäche in der amerikanischen medizinischen Führung", erklärte der Professor zudem.

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