Donald Trump: US-Präsident blamiert mit Pinguin-Panne im Weißen Haus
Donald Trump sieht sich durch einen Post seines Teams blamiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
25.01.2026 09.36
- Donald Trump blamiert von seinem eigenen Team
- Komplette Fassungslosigkeit nach Post: Biologie-Grundkurs für das Weiße Haus
- Trump-Spott ohne Ende: "Clown-Show" und "kompletter Idiot"
- Trump hat weiter Grönland-Ambitionen trotz diplomatischer Eiszeit
Ein vom Weißen Haus verbreitetes Bildmotiv hat im Netz für Gelächter und Kritik gesorgt. Die Grafik zeigt Präsident Donald Trump, wie er durch verschneite Eislandschaften schreitet, die angeblich Grönland darstellen sollen - begleitet von einem Pinguin mit amerikanischer Flagge.
Donald Trump blamiert von seinem eigenen Team
Der Haken an der Sache: Pinguine kommen in Grönland überhaupt nicht vor. Die Vögel leben ausschließlich auf der südlichen Erdhalbkugel, während Grönland zur Arktis und damit zur Nordhalbkugel gehört.
Das Weiße Haus postete das Bild auf X mit der Aufforderung "Embrace the penguin" - zu Deutsch: "Umarmt den Pinguin". Was möglicherweise als humorvolle Botschaft gedacht war, entwickelte sich rasch zu einem viralen Moment, der den geografischen Fauxpas ins Zentrum rückte. Keine Frage: Donald Trump wurde von seinem eigenen Team im Weißen Haus blamiert.
Komplette Fassungslosigkeit nach Post: Biologie-Grundkurs für das Weiße Haus
Die Reaktionen im Netz zeigen, wie schnell der vermeintliche Lapsus zum Sinnbild für mangelnde Aufmerksamkeit oder Bildung wurde. Der X-Account "Patriot Takes" mit mehr als 460.000 Followern nahm den Fehler zum Anlass für einen Seitenhieb:
- "Es gibt keine Pinguine in Grönland. Alle Pinguine leben auf der südlichen Hemisphäre, außer einer Art von den Galapagos-Inseln. Vielleicht hätten Sie das Bildungsministerium nicht so schnell auflösen sollen."
Auch "Larry the Cat", ein Account mit 875.000 Anhängern, meldete sich zu Wort:
- "Katzen-Check: Pinguine leben auf der Südhalbkugel."
Trump-Spott ohne Ende: "Clown-Show" und "kompletter Idiot"
Die Kritik fiel teilweise vernichtend aus. Jason Kenney, ehemaliger kanadischer Verteidigungsminister und Premier von Alberta, kommentierte auf X, dass Trump in derselben Woche mehrfach Island und Grönland verwechselt habe. Nun würden seine Mitarbeiter die Antarktis mit Grönland durcheinanderbringen.
- "Die mächtigste Nation der Erde wird wie eine Clown-Show geführt", erklärte Kenney.
Der schwedische Ökonom Anders Åslund ging noch weiter:
- "Trump will noch einmal bestätigen, dass er ein kompletter Idiot ist. Grönland beherbergt keine Pinguine und Trump hat kein Recht auf Grönland oder Pinguine."
- Er stellte die Frage, ob dies wirklich vom Weißen Haus komme, und bezeichnete es als "ignoranten Witz".
Trump hat weiter Grönland-Ambitionen trotz diplomatischer Eiszeit
Das umstrittene Meme erschien zu einem Zeitpunkt, an dem Trump seinen Druck auf Dänemark bezüglich Grönlands fortsetzt. Der Präsident kündigte an, innerhalb von rund zwei Wochen Details zu einem geplanten Rahmenabkommen für die arktische Insel vorzulegen. Dabei geht es um Fragen der Souveränität, militärischer Präsenz und des Zugangs zu Bodenschätzen.
- Nato-Vertreter und dänische Offizielle stellten jedoch unmissverständlich klar, dass die Souveränität nicht verhandelbar sei. Kopenhagen betonte, jegliche Gespräche über Sicherheit oder Wirtschaft müssten die territoriale Integrität respektieren und Grönlands eigene Mitspracherechte berücksichtigen.
Trump verband seine Pläne mit amerikanischen Sicherheitsinteressen und Mineralvorkommen. Er sprach von einer Vereinbarung "ohne Zeitlimit" und behauptete, die USA könnten militärisch "alles tun, was wir wollen" - ohne allerdings rechtliche Grundlagen oder konkrete Bedingungen zu nennen.
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