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Donald Trump: Schwachstelle entlarvt - es könnte Trump zum Verhängnis werden

Ein Experte will Donald Trumps Schwachstelle erkannt haben. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

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  • Trump-Strategie geht nach hinten los
  • Donald Trumps Zustimmungswerte brechen dramatisch ein
  • Donald Trump längst nicht abgeschrieben

Ein Experte warnt, dass eine jahrelang erprobte Taktik von Donald Trump zunehmend nach hinten losgeht. Der Journalist Michael Wolff, der bereits vier Bücher über den Präsidenten verfasste, erklärte im "Inside Trump's Head"-Podcast von "The Daily Beast", den er gemeinsam mit Joana Coles moderiert, dass Trump sich regelmäßig auf sein Image als harter Mann verlasse, um schwierige Phasen zu überstehen.

Diese Methode habe er schon während seiner Zeit im Reality-Fernsehen perfektioniert, als er erkannte, wie sehr eine autoritäre Ausstrahlung das Publikum in seinen Bann zieht. Doch mittlerweile gibt es laut Wolff deutliche Anzeichen dafür, dass diese Vorgehensweise nicht mehr die gewohnte Wirkung erzielt.

Donald Trumps Zustimmungswerte brechen dramatisch ein

Die nachlassende Wirksamkeit zeige sich konkret in den Umfragewerten: Trumps Zustimmung beim Thema Einwanderung ist deutlich gesunken. Wolff führt dies teilweise darauf zurück, dass die Immigrations-Razzien im ganzen Land auf besonders autoritäre Weise durchgeführt wurden.

Zugleich zeigt sich, dass die zur Schau gestellte Härte und Stärke des Präsidenten für die durchschnittlichen Amerikaner keine spürbaren Verbesserungen gebracht hat. Viele Bürger fordern weiterhin von Trump, die Lebenshaltungskosten zu senken - doch er konnte dieses zentrale Versprechen bisher nicht einlösen. Die einstige Stärke erweist sich damit zunehmend als hohle Fassade ohne praktische Ergebnisse.

Donald Trump: Wirtschaft als größte Schwachstelle identifiziert

Als wichtigste Schwachstelle des Präsidenten identifiziert Wolff eindeutig die wirtschaftliche Lage. "Die größte Achillesferse ist die Wirtschaft", erklärte der Buchautor im Podcast. Die ökonomischen Probleme stellen Trump vor die größten Herausforderungen.

Um von diesem zentralen Problem abzulenken, greife der Präsident zu immer neuen Themenwechseln, analysiert Wolff. Die Grönland-Diskussion sei vermutlich ein Versuch, von den Razzien abzulenken. DieRazzienwiederum dienten dazu, von der Epstein-Thematik wegzukommen. Diese Kette von Ablenkungsmanövern offenbare eine durchschaubare Strategie, so der Journalist.

Donald Trump längst nicht abgeschrieben: Warnung vor vorschnellen Schlüssen

Trotz dieser Analyse warnt Wolff davor, Trump voreilig abzuschreiben. Der Journalist räumt ein, dass Trump in allem, was er tue, auf tiefgreifende Weise kontraproduktiv agiere. Dennoch mahnt der Buchautor zur Vorsicht: Die autoritäre Fassade funktioniere weiterhin als Rettungsanker, auch wenn jede vernünftige Betrachtung einen Zusammenbruch nahelegen würde. Die Widersprüchlichkeit zwischen offensichtlichem Versagen und anhaltendem Durchhaltevermögen bleibt bestehen.

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