Steve Witkoff: Trump-Gesandter ausgelacht - und das kurz vor Rede des US-Präsidenten
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos sorgte Trumps Sondergesandter Steve Witkoff für einen denkwürdigen Moment – allerdings nicht im positiven Sinne. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gian Ehrenzeller
Erstellt von Claudia Löwe
21.01.2026 12.54
- Donald Trump reist zum Weltwirtschaftsforum nach Davos in die Schweiz
- Trumps Sondergesandter vor Rede des US-Präsidenten ausgelacht
- Steve Witkoff auf offener Bühne verspottet - das war der Auslöser
Ende Januar sind alle Augen auf Davos in der Schweiz gerichtet, wo dieser Tage das Weltwirtschaftsforum (WEF) stattfindet. Bevor am Mittwoch, dem 21. Januar 2025, eine Rede von Donald Trump erwartet wird, erlebte ein Mitglied der Delegation des US-Präsidenten eine handfeste Demütigung: Der Sondergesandte Steve Witkoff, der neben Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, US-Außenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent und Handelsminister Howard Lutnick nach Davos gereist ist, wurde während eines Podiumsgespräches zum Gespött gemacht.
Trump-Gesandter blamiert sich in Davos: Steve Witkoff mit Grönland-Frage in die Ecke manövriert
Steve Witkoff sorgte, so ist es bei "Raw Story" zu lesen, am Dienstag für einen denkwürdigen Moment – allerdings nicht im positiven Sinne. Als der Historiker Adam Tooze ihn während einer Podiumsdiskussion nach den US-Ambitionen auf Grönland befragte, verweigerte Witkoff schlichtweg eine Antwort und erntete dafür Gelächter aus dem Publikum. Anstatt auf die konkrete Frage einzugehen, wie andere Länder die amerikanischen Bestrebungen zur Übernahme Grönlands von Dänemark bewerten sollten, schwenkte Witkoff auf ein völlig anderes Thema um. "Die Globalisierung hat dem Westen und den Vereinigten Staaten von Amerika geschadet", erklärte er. "America First" sei ein alternatives Modell, bei dem die eigenen Arbeitnehmer Priorität hätten.
Verbale Demütigung beim Weltwirtschaftsforum: Steve Witkoff auf offener Bühne ausgelacht
Als Tooze hartnäckig nachsetzte und fragte, ob man zur Grönland-Thematik zurückkehren könne, kam die schnippische Antwort: "Nein." Das Podium quittierte dies mit hörbarem Gelächter. Die westliche Hemisphäre sei für die nationale Sicherheit der USA von entscheidender Bedeutung, fügte Witkoff lediglich hinzu. Die Zuständigkeit für das Grönland-Thema schob Witkoff kurzerhand ab. Die Experten für nationale Sicherheit würden sich darum kümmern und mit Verbündeten sowie Freunden eine Lösung erarbeiten, so seine ausweichende Erklärung.
Historiker Tooze zeigte sich von dieser Argumentation wenig überzeugt. "Der Rest von uns findet es schwieriger, diese Art von Trennung so klar vorzunehmen", entgegnete er ungläubig. Die Kluft zwischen Witkoffs Versuch, das brisante Thema als reine Sicherheitsfrage abzutun, und der internationalen Wahrnehmung der amerikanischen Territorialansprüche wurde in diesem Moment deutlich sichtbar.
Donald Trump mit großer US-Delegation in Davos: Das steht auf der Agenda des US-Präsidenten
Die US-Präsenz in Davos beschränkt sich jedoch nicht auf unangenehme Grönland-Fragen. Trump hat für das Forum ein beeindruckendes Aufgebot zusammengestellt: Neben den bereits genannten Ministern zählt auch sein Schwiegersohn Jared Kushner zur Delegation, der als erfahrener Verhandlungsführer gilt.
Im Zentrum der amerikanischen Agenda stehen die Friedensgespräche zum Ukraine-Krieg. Washington und Kiew wollen das Treffen nutzen, um ihre Verhandlungen voranzutreiben. Erwartet wird ein Spitzentreffen zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Auch europäische Führungspersönlichkeiten wie Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sollen an den Gesprächen teilnehmen.
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