Kristi Noem: Trump-Liebling blamiert sich mit peinlichem Wut-Eklat
Kristi Noem hat sich mit einem regelrechten Wut-Post blamiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Yuki Iwamura
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
20.01.2026 13.08
- Kristi Noem blamiert sich mit peinlichem Fehler in Wut-Post
- Tödlicher ICE-Einsatz löst Proteste aus
- Rechtschreibschwäche wird zum Markenzeichen bei Trump
- Ministerin widerspricht den Daten ihrer eigenen Behörde
Die Heimatschutz-Ministerin der Vereinigten Staaten hat sich einen bemerkenswerten sprachlichen Ausrutscher geleistet. Kristi Noem attackierte auf Social Media Migranten in Minneapolis mit scharfen Worten - doch dabei unterlief ihr ein peinlicher Tippfehler.
Kristi Noem blamiert sich mit peinlichem Fehler in Wut-Post
In ihrem Beitrag, der mit der Großbuchstaben-Überschrift "FRIEDEN UND ÖFFENTLICHE SICHERHEIT IN MINNEAPOLIS!" begann, behauptete Noem, dass "kriminelle illegale Ausländer" in der Stadt "reigning terror" verbreiten würden. Die Ministerin verwechselte dabei das Wort "reigning" (deutsch: herrschen) mit dem eigentlich gemeinten Ausdruck "raining terror" (Chaos entfesseln).
Noem beschuldigte in demselben Post Minnesotas Gouverneur Tim Walz und Minneapolis Bürgermeister Jacob Frey, ihre eigenen Bürger nicht zu schützen. Sie behauptete, über 10.000 "kriminelle illegale Ausländer" verhaftet zu haben, die Amerikaner getötet, Kinder verletzt und eben jenen Terror über die Stadt gebracht hätten.
Tödlicher ICE-Einsatz löst Proteste aus
Der sprachliche Fehltritt der Ministerin ereignete sich vor dem Hintergrund heftiger Demonstrationen in Minneapolis. Auslöser der Proteste war der tödliche Schusswaffeneinsatz durch ICE-Beamten Jonathan Ross gegen die 37-jährige Mutter Renee Nicole Good.
Rechtschreibschwäche wird zum Markenzeichen bei Trump
Noems sprachlicher Patzer reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Fehler innerhalb der Trump-Administration.
- Ihr Chef selbst hat sich wiederholt durch Rechtschreibfehler in nächtlichen Truth-Social-Beiträgen und sogar in offiziellen Schreiben an Staatsoberhäupter hervorgetan.
- Der 79-jährige Präsident verwechselte beispielsweise in einem inzwischen gelöschten Dezember-Post die englischen Wörter "effect" und "affect".
- In einem Brief vom Juli an Željka Cvijanović, die Vorsitzende der Präsidentschaft von Bosnien und Herzegowina, sprach er sie fälschlicherweise mit "Mr. President" an.
Auch Trumps ehemalige Anwältin und frühere US-Staatsanwältin Alina Habba geriet unlängst wegen eines Tippfehlers in die Kritik.
- In einem Beitrag auf X über die Situation in Minnesota schrieb sie "law endorcement" statt "law enforcement" (Strafverfolgung).
- Der Post bezog sich auf Anti-ICE-Demonstranten, die einen Gottesdienst in Minneapolis störten, um gegen einen Pastor zu protestieren, der angeblich mit ICE kooperiert haben soll.
Ministerin widerspricht den Daten ihrer eigenen Behörde
Der Rechtschreibfehler kam nicht von ungefähr: Noem hatte zuletzt in der CBS-Sendung "Face the Nation" Probleme mit Fakten ihrer eigenen Behörde demonstriert. In der Diskussion mit Moderatorin Margaret Brennan geriet die Homeland-Security-Ministerin in einen Statistik-Streit.
Noem behauptete vehement, 70 Prozent der von ICE festgenommenen Migranten hätten kriminelle Straftaten begangen. Brennan konfrontierte sie jedoch mit offiziellen Zahlen des Department of Homeland Security, die lediglich etwa 47 Prozent ausweisen. Diese Zahl unterscheidet zwischen tatsächlichen Straftaten und zivilrechtlichen Verstößen.
Die Ministerin tat die Statistik ihrer eigenen Behörde als "falsch" ab. Der Vorfall weckte Bedenken, dass Noem entweder die Daten ihres Ministeriums nicht kennt oder bewusst ignoriert. Die Diskrepanz zwischen ihrer öffentlichen Darstellung und den tatsächlichen Zahlen wirft Fragen zur Faktentreue der Regierungskommunikation auf.
Lesen Sie außerdem noch:
- Streng geheime Bunker-Pläne fliegen auf - unter dem Weißen Haus
- "The Don" ist in seine eigene Falle getappt
- Experte schlägt Alarm - Trumps Plan könnte katastrophal enden
- "Wird erledigt werden" - US-Präsident eskaliert wegen Grönland-Übernahme
- "The Don" bloßgestellt - Experten sprechen von Täuschung