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Donald Trump: Amtsenthebung plötzlich "so wahrscheinlich" wie noch nie

Die Wettquoten für eine Amtsenthebung von Donald Trump steigen weiter. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Donald Trumps Amtsenthebung "so wahrscheinlich" wie noch nie
  • Vorwürfe wegen Machtmissbrauchs und drastischer Drohungen
  • Republikanische Mehrheit blockiert Amtsenthebungs-Pläne
  • November-Wahlen könnten Machtverhältnisse kippen

Die Vorzeichen für "The Don" haben sich verschlechtert. Die Wahrscheinlichkeit einer Amtsenthebung von US-Präsident Donald Trump während seiner zweiten Amtszeit hat auf der Wettplattform Kalshi einen historischen Höchststand erreicht.

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Donald Trumps Amtsenthebung "so wahrscheinlich" wie noch nie

Zuletzt kletterten die Quoten auf 59 Prozent, wie die Plattform in einem Beitrag auf X mitteilte. Dieser Wert markiert den bisher höchsten Stand für Wetten auf ein mögliches Amtsenthebung-Verfahren gegen Trump.

  • Die Wettquoten spiegeln die Einschätzungen der Händler zur aktuellen politischen Lage wider.
  • Allerdings lassen sich daraus nicht zwangsläufig zuverlässige Vorhersagen ableiten.

Die gestiegenen Werte auf Kalshi stehen in deutlichem Kontrast zu anderen Wettplattformen.

  • Bei Polymarket schätzten Händler die Wahrscheinlichkeit einer Trump-Amtsenthebung im Jahr 2026 auf lediglich 14 Prozent ein.
  • Dieser Wert liegt deutlich unter dem Höchststand von 24 Prozent, der im vergangenen November erreicht worden war.

Donald Trump: Vorwürfe wegen Machtmissbrauchs und drastischer Drohungen

Kritiker des Präsidenten führen mehrere Gründe für eine mögliche Amtsenthebung an.

  • Im Zentrum der Vorwürfe steht Trumps Außenpolitik,darunter ein international heftig kritisierter US-Militäreinsatz, bei dem Venezuelas Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde.
  • Besondere Empörung lösten Trumps Äußerungen gegenüber Mitgliedern des Kongresses aus. Er hatte Parlamentariern "aufrührerisches Verhalten, das mit dem Tod bestraft werden kann" vorgeworfen.

Die demokratischen Kritiker sehen in diesen Vorfällen einen klaren Amtsmissbrauch. Sie hatten bereits vor Beginn von Trumps zweiter Amtszeit eine Amtsenthebung gefordert. Allerdings konnten diese Bestrebungen bislang im von den Republikanern kontrollierten Kongress nicht vorangebracht werden.

Republikanische Mehrheit blockiert Amtsenthebungs-Pläne

Für ein erfolgreiches Amtsenthebungsverfahren ist die Zustimmung einer Mehrheit im Repräsentantenhaus erforderlich. Die derzeitigen Machtverhältnisse im Kongress stellen für solche Bestrebungen jedoch ein erhebliches Hindernis dar. Da die Republikaner die Kontrolle über das Repräsentantenhaus innehaben, müssten einige Abgeordnete der Partei zustimmen - was bislang nicht der Fall ist.

  • Bereits im Dezember 2025 scheiterte eine entsprechende Resolution im Repräsentantenhaus. Der Vorstoß bezog sich auf Trumps Behauptung, demokratische Abgeordnete hätten Angehörige des Militärs zum Ungehorsam gegenüber rechtswidrigen Befehlen aufgerufen und damit Aufruhr begangen.
  • Bemerkenswert war, dass nahezu zwei Dutzend Demokraten gegen den eigenen Amtsenthebungs-Antrag stimmten.

Selbst bei einem erfolgreichen Votum im Repräsentantenhaus würde im Senat eine noch größere Hürde warten. Für eine Verurteilung wäre dort die Unterstützung von zwei Dritteln aller Senatoren notwendig. Diese Mehrheit erscheint angesichts der politischen Kräfteverhältnisse nahezu unerreichbar.

November-Wahlen könnten Machtverhältnisse kippen

Die im November anstehenden Zwischenwahlen könnten die politische Landschaft grundlegend verändern. Die Kontrolle über das Repräsentantenhaus steht auf dem Spiel. Sollten die Demokraten im November die Mehrheit zurückerobern, könnte Trumps zweite Amtszeit schneller enden, als ihm lieb ist.

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