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"Luaniao": Mit Hyperschallraketen in den Weltraum - Chinas neue Superwaffe präsentiert

China will mit der neuen Superwaffe "Luaniao" in den Weltraum. Bild: picture alliance/dpa/XinHua | Xie Huanchi

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  • Staatsmedien bestätigen: China will"Luaniao" ins All schicken.
  • Die neue Superwaffe ist Teil des Verteidigungsprojektes"Nantianmen".
  • Flugzeugträger kann Hyperschallraketen transportieren.

China macht Ernst mit seinen Plänen für eine beispiellose Weltraum-Superwaffe. Der staatliche Fernsehsender CCTV hat nach Medienangaben bestätigt, dass das Land tatsächlich einen fliegenden Flugzeugträger namens "Luaniao" konstruieren will. Das ambitionierte Vorhaben ist Teil des Verteidigungsprojekts "Nantianmen", was übersetzt "südliches Himmelstor" bedeutet.

Chinas neue Weltraumwaffe kann mit Hyperschallraketen ins All fliegen

Die technischen Spezifikationen des "Luaniao" sprengen alle bisherigen Maßstäbe. Das Mutterschiff soll eine Länge von 242 Metern und eine beeindruckende Breite von 684 Metern erreichen. Mit einem Gesamtgewicht von 120.000 Tonnen würde der fliegende Flugzeugträger zu den schwersten jemals konzipierten Flugobjekten gehören. Der Flugzeugträger soll in der Lage sein, Raketen mit sich zu tragen. Bis zu 88 Weltraumjäger vom Typ "Xuan Nü", auch als "White Emperor" bezeichnet, sollen an Bord transportiert werden können. Bei diesen Hyperschallraketen handelt es sich um Waffen, die selbst im All zum Einsatz kommen können.

Erste Nation mit Flugzeugträger im Weltraum

Der strategische Nutzen eines solchen orbitalen Waffensystems wäre enorm. Wie die südkoreanische Zeitung "The Chosun Daily" berichtet, könnten die vom Mutterschiff gestarteten Drohnen von herkömmlichen Radar- und Luftabwehrsystemen nicht erfasst werden. Eine Abwehr würde dadurch erheblich erschwert.

China strebt an, das Mutterschiff innerhalb der nächsten anderthalb Jahrzehnte einsatzbereit zu haben. Gelingt die Umsetzung wie geplant bis 2040, wäre das Land die erste Nation weltweit, die ein derartiges Waffensystem im Weltraum stationiert.

China will ins All: Video zeigt erste Eindrücke von "Luaniao"

Einen ersten visuellen Eindruck vom "Luaniao" liefert bereits ein knapp fünfminütiges Video, das derzeit in sozialen Netzwerken die Runde macht. Die Aufnahmen zeigen den Orbitalangriffsträger allerdings nur als computergenerierte Animation. Dennoch vermitteln sie einen Vorgeschmack auf das, was China in den kommenden Jahren realisieren möchte. Damit schickt China ein weiteres Flugobjekt in den Weltraum. Bereits 2024 wurde ein Modell des Stealth-Jets Baidi ("Weißer Kaiser") präsentiert.

Chinas Weltraumprojekt verbindet Spitzentechnologien

Militärexperte Wang Mingzhi ordnete das Vorhaben in der singapurischen Tageszeitung "Lianhe Zaobao" ein. Die Umsetzung des "Nantianmen"-Projekts ändert für Chinas Weltraumaktivitäten künftig vieles. Es verbinde "einzelne Spitzentechnologien in einem System". Er fügte hinzu: "Die Frage ist nicht mehr, ob er realisiert werden kann, sondern was zuerst realisiert werden soll."

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