Donald Trump: US-Präsident schon wieder völlig ahnungslos nach Frage von Reporter
Von einer Millionen-Zahlung seiner Regierung hatte Donald Trump keine Ahnung. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
15.01.2026 11.23
- Donald Trump ahnungslos nach Frage von Reporter: "Davon habe ich nichts gehört"
- Trump-Ministerium stoppt Zahlungen: Rechtliche Auseinandersetzung um eingefrorene Fördergelder
- Hunderttausende Patienten von Trumps Zahlungsstopp betroffen
Die Trump-Regierung hat stillschweigend eingefrorene Bundesmittel in Höhe von 27,5 Millionen Dollar an Familienplanungsorganisationen freigegeben. Offenbar so stillschweigend, dass US-Präsident Donald Trump davon nichts wusste. Er hatte einmal mehr offenbar gar keine Ahnung von den Vorgängen um sich herum.
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Donald Trump ahnungslos nach Frage von Reporter: "Davon habe ich nichts gehört"
Der Nationale Verband für Familienplanung und reproduktive Gesundheit (NFPRHA) zog seine Klage gegen die Regierung zurück, nachdem sämtliche eingefrorenen Fördermittel freigegeben worden waren. Die Bundesbehörden hatten die Zahlungen ursprünglich gestoppt, um zu überprüfen, ob die Empfänger alle gesetzlichen Vorgaben einhalten.
Die Gelder flossen nach einer erfolgreichen Gerichtsauseinandersetzung wieder an 16 Organisationen, darunter mehrere Niederlassungen von Planned Parenthood.Auf Nachfrage eines Reporters zur Mittelfreigabe reagierte Donald Trump überrascht mit den Worten: "Davon habe ich nichts gehört", wie "Newsweek" berichtet.
Trump-Ministerium stoppt Zahlungen: Rechtliche Auseinandersetzung um eingefrorene Fördergelder
Die amerikanische Bürgerrechtsvereinigung ACLU hatte vergangenes Jahr gemeinsam mit ihrer Zweigstelle in Washington D.C. rechtliche Schritte eingeleitet. Sie vertrat dabei den Nationalen Verband für Familienplanung und reproduktive Gesundheit gegen die Trump-Regierung. Anlass war die plötzliche Aussetzung von 27,5 Millionen Dollar an Fördergeldern für 16 Empfängerorganisationen, zu denen auch verschiedene Planned-Parenthood-Einrichtungen gehörten.
Das US-Gesundheitsministerium begründete den Zahlungsstopp mit einer Überprüfung der Rechtstreue der betroffenen Organisationen. Konkrete Verstöße gegen bestimmte Gesetze oder Verordnungen nannte die Behörde zunächst nicht. In einem Schreiben vom 19. Dezember 2025 verwies das Ministerium lediglich auf allgemeine Förderrichtlinien, die Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe, Rasse oder Herkunft untersagen. Nach Abschluss der Prüfung bestätigte die Behörde, dass alle Förderempfänger rechtskonform arbeiten.
Hunderttausende Patienten von Trumps Zahlungsstopp betroffen
Die republikanische Partei steht den jährlichen Millionenzahlungen seit Langem skeptisch gegenüber. Der monatelange Fördermittelstopp hatte weitreichende Folgen für die Gesundheitsversorgung. Rund 865 Familienplanungszentren konnten keine finanzierten Leistungen mehr anbieten. Geschätzte 842.000 Menschen in knapp zwei Dutzend Bundesstaaten verloren dadurch den Zugang zu geförderten Gesundheitsdiensten. Clare Coleman, Geschäftsführerin des NFPRHA, kritisierte das Vorgehen laut "Newsweek" scharf:
- "Die Trump-Regierung hat rechtswidrig lebenswichtige Familienplanungsmittel zurückgehalten, auf die Bundesempfänger angewiesen waren, um zeitkritische, essenzielle Versorgung für Hunderttausende Bedürftige bereitzustellen."
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