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Wladimir Solowjow: "Zum Teufel mit dem Völkerrecht!" Putin-Propagandist enthüllt nächstes Ziel

Wladimir Solowjow spricht über eine mögliche Militäroperation in Armenien. Bild: picture alliance / dpa | Alexander Shcherbak/Tass/Host Ph

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  • Offene Kriegsrhetorik: Kreml-Propagandist Solowjow spricht im Staats-TV über Militäraktion in Armenien
  • Völkerrecht egal: Internationale Ordnung wird von ihm offen verworfen
  • Ukraine als Blaupause: Angriffsgedanken auf weitere Nachbarstaaten werden legitimiert

Erneut sorgt Moderator Wladimir Solowjow im russischen Staatsfernsehen für Entsetzen. Der Kreml-Propagandist spricht unverblümt über eine mögliche "militärische Spezialoperation" in Armenien. In einer Sendung erklärte er, Russland solle sich derzeit weder auf Syrien noch auf Venezuela konzentrieren. Vielmehr habe das nahe Ausland oberste Priorität.

Wladimir Solowjow spricht über Militäreinsatz in Armenien

"Was in Armenien geschieht, ist für uns weitaus schmerzhafter als das, was in Venezuela geschieht", betonte Solowjow. Ein Verlust des kaukasischen Landes wäre aus seiner Sicht ein gewaltiges Problem für Moskau. Auch mögliche Schwierigkeiten in Zentralasien könnten zu einer enormen Herausforderung werden, warnte der Putin-Propagandist. Russland müsse seine Ziele und Absichten unmissverständlich formulieren.

Solowjow stellte das internationale Recht offen infrage. "Zum Teufel mit dem Völkerrecht und der internationalen Ordnung", forderte er. Seine Argumentation: Wenn Russland aus Gründen der nationalen Sicherheit eine "Sonderoperation" auf ukrainischem Territorium starten konnte, warum dann nicht auch in anderen Gebieten der russischen Einflusszone?

Ukraine als Vorbild für weitere russische Militäraktionen

Der Propagandist zog damit eine direkte Parallele zum Angriff auf die Ukraine. Die gleichen Überlegungen, die den Einmarsch dort rechtfertigten, könnten seiner Meinung nach auch für militärische Aktionen in weiteren Nachbarstaaten gelten. Die Zeit der Spielchen sei vorbei, erklärte Solowjow.

Solowjow verlangte eine grundlegende Neuausrichtung der russischen Außenpolitik. Moskau müsse eine nationale Doktrin formulieren und klar definieren, welche Gebiete zur eigenen Einflusszone gehören. "Dann wird alles klar sein", erklärte der Propagandist.

Der ehemalige Berater des ukrainischen Innenministers, Anton Geraschtschenko, teilte auf der Social-Media-Plattform X, ehemals Twitter, einen mit englischen Untertiteln versehenen Video-Mitschnitt aus dem russischen Staatsfernsehen.

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/bos/news.de

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